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Mit Volldampf voraus: Kambodscha

Mit Volldampf voraus: Kambodscha

Während sich Thailand 2014 mit einigen Problemen in der Tourismusindustrie auseinanderzusetzen hatte, wandten sich viele Touristen dem Nachbarland Kambodscha zu. Nach offiziellen Angaben besuchten 2014 das erste Mal über drei Millionen Touristen das Land.

Das beliebteste Reiseziel war Siam Reap mit der benachbarten Tempelanlage Angkor Wat. Dorthin kamen etwa ein Drittel aller Kambodscha-Reisenden. Die meisten Touristen reisten denn auch über den Flughafen Siam Raep ein, mehr als über andere Flughäfen oder Grenzübergänge.
Auf Platz 2 der Rangliste steht das Seebad Sihanoukville, das jetzt von Siam Reap aus mit dem Flugzeug erreicht werden kann.

Die Grenzübertritte von Touristen aus Thailand fielen jedoch um fünf Prozent. Es wird vermutet, dass dies mit den neuen Vorschriften der thailändischen Behörden zusammenhängt, die die Einreisen ohne Visum verschärften. Mitte letzten Jahres häuften sich Berichte, wonach Ausländern die Einreise nach einer kurzen Stippvisite in Kambodscha oder in anderen Nachbarländern verweigert wurde. Diese Regelung betraf vor allem diejenigen, die sich in Thailand ohne Visum längere Zeit aufhielten. Premierminister General Prayuth Chan-ocha ordnete dann an, bei der Interpretation der Vorschriften flexibel zu sein.

Ausländer können in Kambodscha jetzt auch Grundbesitz erwerben, was dazu führt, dass hier die Zahlen der Auswanderer ansteigen. Erlaubt ist es, ähnlich wie in Thailand, eine Eigentumswohnung zu besitzen, der Anteil der ausländischen Grundbesitzer in einem Gebäude darf 70 Prozent nicht übersteigen (in Thailand 50 Prozent). Sowohl in Phnom Penh als auch in Siam Reap wird von einem Boom gesprochen, was den Bau von Eigentumswohnungen anbelangt. Die meisten Käufer stammen aus anderen ASEAN-Ländern oder aus China. Wohlhabende Russen sind ebenfalls an Wohnungen interessiert, denn so können sie ihr Kapital im Ausland parken und die russische Wirtschaftskrise aussitzen.

Wer in Kambodscha arbeiten will, wird allerdings merken, dass dies jetzt schwieriger geworden ist. Die Regierung versucht gerade, neue Vorschriften zu erlassen, die erfüllt werden müssen, wenn man eine Arbeitserlaubnis beantragt. Wer keine hat und beim Arbeiten erwischt wird, muss mit einer Geldstrafe von umgerechnet 5.000 Baht rechnen. Eine Abschiebung ist nicht vorgesehen.

Kambodschanische Unternehmen müssen das Arbeitsministerium darüber informieren, welche Stellen sie mit Ausländern zu besetzen wünschen und welche Fähigkeiten diese Personen vorweisen müssen. Zurzeit arbeiten in Kambodscha 20.000 Ausländer mit einer Arbeitsgenehmigung, diese ist ein oder zwei Jahre lang gültig. Die Kosten betragen 3.000 Baht, die Beantragung soll weniger bürokratisch sein als in Thailand.

Reiseveranstalter stimmen darin überein, dass Kambodscha eine vermehrte Anzahl internationaler Besucher anzieht. Das hat mehrere Gründe. Treibstoff und Strom sind in Kambodscha teurer sind als in Thailand, die Lebenshaltungskosten und die Ausgaben für Unterhaltung liegen aber unter den Preisen von Bangkok oder Pattaya. Es gibt weniger Einschränkungen, was beispielsweise den Verkauf von Alkohol betrifft. Kambodscha ist auch deshalb attraktiv, weil es seit seiner Öffnung vor weniger als 20 Jahren ein „neues“ Reiseziel ist.

Negativ ist anzumerken, dass Kambodschas Infrastruktur keinesfalls mit der thailändischen mithalten kann, das gilt besonders bei Gesundheit und Bildung. Es gibt so gut wie überhaupt keine öffentlichen Verkehrsmittel im Land, und ein effektives Eisenbahnnetz ist nicht mehr als ein ferner Traum.

Die Chinesen investieren in Kambodscha erheblich, angefangen von neuen Wolkenkratzern in Phnom Penh bis hin zu massivem Straßenausbau auf dem Land. Als Gegenleistung ist Kambodscha ein chinesischer Alliierter, wenn es um Entscheidungen im ASEAN-Konsortium geht.

Beitragsquelle : http://pattayatoday.net/news/latest-edition/cambodia-steams-ahead/

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