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Mit der ersten Straße beginnt die Umweltzerstörung

Mit der ersten Straße beginnt die Umweltzerstörung

Wenn in einer Wald- und Wiesenregion eine erste Straße gebaut wird, scheint das auf den ersten Blick unproblematisch zu sein. Doch Forscher warnen, dass die großflächige Zerstörung der Umwelt immer mit der ersten Straße ihren Anfang nimmt.

Ein internationales Team von Wissenschaftlern unter Führung von William Laurence von der James-Cook-Universität in Cairns warnte vor der Zerstörung der Natur, insbesondere der Regenwaldgebiete in Südamerika, Asien und Afrika. Es sollen Maßnahmen eingeleitet werden, damit nicht immer mehr Straßen, Bergwerke oder Staudämme entstehen und der Mensch damit die Ökosysteme zerstört.

Geplant ist, dass bis in die 50er Jahre dieses Jahrhunderts 25 Millionen Kilometer Straße gebaut werden. Das würde ausreichen, den Planeten 600 Mal zu umrunden, berichteten die Wissenschaftler. Neun Zehntel dieser Straßen werden in Entwicklungsländern gebaut, die bislang noch über intakte Ökosysteme verfügen.

150 große Staudammprojekte sollen im Amazonasbecken entstehen oder werden schon gebaut. In Südostasien sieht es mit Staudämmen entlang des Mekong River kaum anders aus. Auch am Kongo sollen unzählige Staudämme entstehen. Vor allen dort sollen Bodenschätze abgebaut werden, was zu einem Rausch ausländischer Investoren führe, hieß es.

Die Ausdehnung der Infrastruktur habe ernste Auswirkungen auf Ökosysteme und Tierarten. Wenn erst einmal eine Straße gebaut ist, folgen auf Abholzung und Wilderei oftmals Bergbau, Grundstücksspekulationen und weitere illegal gebaute Straßen.

Falls zukünftig nicht mit äußerster Vorsicht vorgegangen werde, dann führe dies zu einer Umweltkatastrophe, mahnen die Wissenschaftler.

Wenn es nach den Forschern ginge, sollten in intakten Ökosystemen überhaupt keine Straßen gebaut werden. Was Staudämme und den Bergbau betrifft, so seien die Auswirkungen dieser Projekte schlimmer als das eigentliche Projekt selbst. Das müsse vor dem Bau berücksichtigt werden.

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