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Menschen ohne Autos

Menschen ohne Autos

Die Berliner Verkehrssenatorin Regine Günther ließ die Katze endlich aus dem Sack. Sie sagte, es sei Wunsch der Hauptstadtregierung, dass die Leute kein Auto mehr haben.
Sie sollen nicht mit dem Diesel fahren, nicht mit dem Benziner und auch nicht mit dem E-Mobil, sondern am besten überhaupt nicht. Wörtlich sagte sie: „Wir möchten, dass die Menschen ihr Auto abschaffen.“
Ohne Autoindustrie wird es keine Facharbeiter geben, die diese bauen. Facharbeiter in der Automobilindustrie verdienen sehr gut und zahlen hohe Steuern und Sozialbeiträge.

Menschen ohne Autos
Menschen ohne Autos

Eine autofreie Hauptstadt unterstütze die Wirtschaft, sagte die parteilose Verkehrssenatorin, die den Grünen nahe steht. Sie setzt auf öffentliche Verkehrsmittel, Fahrräder und Carsharing.
Sie rechnete vor, dass die Autofahrer wegen Staus im letztes Jahr 154 Stunden umsonst hinter dem Steuer saßen, das seien sechs Tage. Dadurch entstehe ein wirtschaftlicher Schaden, der nicht entstünde, wenn nur fahre, der unbedingt fahren müsse.
Daher gelte: Je weniger Autos fahren, umso mehr Platz für diejenigen, die auf das Auto angewiesen seien. Außerdem merkte sie an, dass man aus Parkplätzen Grünflächen machen oder dort Häuser bauen könnte. Mehr Autos solle es in Berlin jedenfalls nicht geben.
Aus diesem Grunde sollen nach Günthers Wunsch die öffentlichen Verkehrsmittel ausgebaut werden. Die Strecken sollen für 28 Milliarden Euro verlängert werden.
Hoffentlich gehen die Bauarbeiten schneller voran als beim Flughafen BER. Wie jeder Deutsche weiß, ist in Berlin alles ein wenig anders als im restlichen Bundesgebiet.
Bis 2030 sollen laut Günther nur noch E-Busse fahren. Verbrennungsmotoren haben dann ausgedient, prognostizierte sie.

Eseltaxis

Esel Taxis

Wenn es keine Verbrennungsmotoren mehr gibt, dann gibt es immerhin noch Eseltaxis. Diesen Vorschlag hatte Susanne Murer gemacht, die, man glaubt es kaum, Mitglied der Grünen ist. Ein Pilotprojekt plant Murer in Mörsbach in der Pfalz. Die Esel sollen von dort bis Homburg oder Zweibrücken reiten bzw. Kutschen ziehen.
Die mittelalterliche Lebensweise begründete Murbach damit, dass der Alltag entschleunigt werden solle. Sie selbst habe einen Hof, und für sie wäre es kein Problem, einige Esel anzuschaffen, sagte sie. Auf diese könnten dann Touristen zurückgreifen, aber auch Leute im Ort.
Die kommen immerhin 24 Kilometer pro Stunde vorwärts, wenn sie auf dem Esel reiten. Wenn der Esel eine Kutsche zieht, dann noch im Schritttempo mit fünf oder sechs Stundenkilometern.
Murer wies in Bezug auf die Häme, die ihr nach ihrer Idee entgegen schlug, darauf hin, dass es sich bei den Eseltaxis keinesfalls um ein Fuhrunternehmen handele, sondern um ein Angebot. Nicht nur für Touristen, sondern auch für andere Leute.
Wenn man nun aber das Anliegen der Berliner Verkehrssenatorin nicht vergisst, dann könnte hier dennoch durchaus ein Zusammenhang hergestellt werden: Verbrennungsmotoren weg. Dann bliebe noch das Elektroauto. Das aber braucht Strom, um „betankt“ zu werden. Den werden aber Windkraftwerke und Solarpaneele in ausreichender Form nicht liefern können. Atom- und Kohlekraftwerke sind abgeschaltet. Bleibt noch der Eselskarren als schnellstes Mittel der Fortbewegung.
Von so einer Gleichung will Murer aber sicherlich nichts wissen, die sagte, es sei heutzutage schwierig, etwas Neues einzuführen. Aber sie habe durchaus positive Reaktionen bekommen, eine Reihe von Leuten haben ihr Hilfe angeboten.
Schon Ende des Jahres soll es losgehen, und dann kann man mit Eseln von Mörsbach nach Zweibrücken und Homburg und zurück reisen. Die Kutsche stünde schon bereit, sagte sie. Es fehlten lediglich die Esel.
Murer wies abschließend darauf hin, dass die Anbindung von Mörsbach an öffentliche Verkehrsmittel nur mangelhaft sei. Der letzte Bus gehe um 18.30 Uhr. Spätestens dann müsse man zurück sein, wenn man keine andere Möglichkeit hat, in den Ort zurückzukehren. Daher soll neben den Eseltransporten auch eine Mitfahrerbank entstehen: Leute setzen sich auf eine Bank mit einem Schild auf dem steht, wohin sie wollen. Sie warten darauf, dass jemand anhält und sie mitnimmt.
Früher nannte man so etwas nicht Mitfahrerbank, sondern „per Anhalter fahren“.

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