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Marko über Vettel: „Hätte zwei Rennen gewinnen können“

Für Sebastian Vettel platzte in Singapur nach einer langen Durststrecke endlich der Knoten: Der vierfache Weltmeister sammelte erstmals in dieser Saison Führungskilometer, setzte sich gegen seinen Teamkollegen Daniel Ricciardo durch und wurde schließlich Zweiter. Platz eins wäre wegen der Mercedes-Übermacht ohnehin außer Reichweite gewesen.

Trotz allem sind die technischen Probleme nicht der einzige Grund, warum Vettel dieses Jahr im Schatten von Teamkollege Daniel Ricciardo steht. Der „Aussie“ führt auch in der Qualifying-Bilanz mit 8:6 – in den Rennen war er meist auch dann schneller, wenn Vettel mal vom Defektteufel verschont blieb.

Hätte Ricciardo also nicht drei Mal triumphiert, würde Red Bull 2014 vermutlich noch ohne Sieg dastehen. „Ich bin nicht ganz dieser Meinung“, widerspricht Motorsportkonsulent Helmut Marko. Und nennt Beispiele, wo nur unglückliche Umstände einen Vettel-Sieg verhindert haben: „In Kanada hatten beide die Chance zu gewinnen, und in Budapest war es ähnlich, aber da hat das Safety-Car Seb geschadet. Bei beiden Rennen hatten beide den gleichen Speed, aber wegen Umständen außerhalb unseres Einflussbereichs endeten beide Rennen zu Sebs Nachteil.

Dementsprechend locker nimmt man es laut dem Österreicher bei Red Bull, dass Vettel nicht gewohnt von Sieg zu Sieg eilt: „Klar hatte Sebastian eine etwas schwierige Zeit, zumal auf der anderen Seite der Garage alles viel glatter lief.

Bleibt die Frage, was in der aktuellen Saison bei Red Bull noch möglich ist. Will man dieses Jahr das vermeintlich Unmögliche probieren und versuchen, Mercedes doch noch abzufangen, oder konzentriert man sich voll auf 2015? „Wir wollen Platz zwei in der Konstrukteurs-WM verteidigen“, blickt Marko auf die Verfolger Williams und Ferrari. „Williams ist eindeutig gefährlich.

Doch auch den Fahrer-Titel hat Marko nach wie vor im Visier: „Ob man es glaubt oder nicht, aber wir haben die Fahrer-WM noch nicht aufgegeben. – Durch die doppelten Punkte in Abu Dhabi ist alles möglich.“ Während die Regelung nach ihrer Erfindung im Vorjahr noch als Maßnahme gegen einen erneuten Red-Bull-Durchmarsch wahrgenommen wurde, „sind wir jetzt klar dafür“, lacht Marko. „Sollten wir aber dadurch Platz zwei in der Konstrukteurs-WM verlieren, dann werden wir sie verwünschen.

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