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Lernen in Singapur

Lernen in Singapur

Das Lernen in Singapur erreichte den Gipfel beim letztjährigen weltweiten PISA-Test und kam auf Rang eins. Kein Wunder also, dass das Bildungssystem in dem Stadtstaat als eines der besten der Welt angesehen wird.

Letztes Jahr wurde der Test durchgeführt, und Singapur, das zuvor schon gut abschnitt, konnte sein Ranking weiter verbessern und nimmt jetzt den weltweiten Spitzenplatz ein.

Beim PISA-Test, der von der OECD organisiert wurde, wurden 540.000 Schüler im Alter von 15 Jahren in 72 Ländern in den Fächern Naturwissenschaften, Lesen, Mathematik, vor allem aber in Problemlösungen getestet.

Sicherlich kann die fortschrittlichste Wirtschaftsnation Südostasiens es sich leisten, große Summen in den Bildungssektor zu pumpen. Lehrer werden genau ausgesucht und durchlaufen danach eine rigorose Ausbildung, während innovative Ideen in den Lehrplan Einzug finden, der alle sechs Jahre überprüft wird.

Im Grunde sind es eine Reihe von Faktoren“, sagte Ridzuan Abdul Rahim, der Lehrplanspezialist im Singapurer Bildungsministerium, als er gefragt wurde, weshalb die Singapurer Schüler so gut in Mathematik abschnitten. „Die Lehrer kümmern sich um die Lernfortschritte der Schüler. Die Eltern sind ebenfalls an den Lernfortschritten ihrer Kinder sehr, sehr interessiert.“ Er berichtete, dass die Schüler auch im abstrakten Denken gefragt werden, dass sie lernen, indem sie etwas tun.

Wir sind ein kleines Land, und es gibt viele Schulen … und wir können festlegen, dass sich jeder an den Lehrplan hält“, sagte er. „In diesem Land gibt es eine starke Betonung auf Mathematik, Naturwissenschaften und Technologie. Man kann nichts erreichen, selbst mit dem besten Lehrplan, wenn Schüler, Eltern und Gesellschaft die Mathematik nicht wertschätzen.

Im Nationalen Bildungsinstitut (NIE), werden Lehrer ausgebildet. Die Ausbildungsmaterialien haben unterschiedliche Formen, Größen und Farben, die ordentlich in den Regalen der Klassenräume liegen. Mit ihnen soll erreicht werden, dass den Schülern das Erlernen von Mathematik in der Grund- und Mittelschule Spaß macht.

Zurzeit gibt es ein neues Projekt, das den Schülern die Furcht vor Mathematik nehmen soll, indem sie die Wissenschaft mittels Comics verstehen sollen.

Toh Tin Lam, Vizedirektor der Mathematik- und Mathematikbildungsakademie sagte, er sei auf die Idee mit den Comics gekommen, nachdem er die Schwächen der Schüler in dem Fach verstanden hatte.

Ich hörte zu, was die Kinder in den Klassenräumen sagten. Sie haben nicht über Mathe gesprochen, sie redeten über ihr Leben, aber ihre Konversation fußte auf mathematischer Logik“, sagte er. „Da hatte ich die Idee, dass der Unterricht anschaulicher gestaltet werden sollte, um die Kinder zu erreichen, insbesondere diejenigen, die weniger motiviert sind. Man kann auch Witze benutzen, um Schüler zum Denken anzuregen.

Mit dem Projekt wurde 2014 begonnen, daher gibt es bislang keine Statistiken, wie erfolgreich es ist. Bislang wird es an acht Schulen getestet.

Als wir das Projekt ausarbeiteten, hatten wir die Schüler im Blick, die sich nicht für Mathe interessieren und überhaupt nichts mit der Materie zu tun haben wollten“, sagte er.

Die Idee wurde inzwischen vom Lehrern und Schülern gleichermaßen sehr gut aufgenommen.

Einer der anderen Schlüssel zum Bildungserfolg dürfte sein, dass das Bildungssystem schon jungen Schülern anbietet, solche Klassen zu besuchen, in denen es mit dem Lehrstoff entweder schnell oder langsam vorangeht.

Schnell lernende Schüler können die Mittelschule bereits in vier Jahren beenden und dann aufs Gymnasium oder eine Berufsschule wechseln. Auch für Berufsschüler ist ein späterer Universitätsbesuch nicht ausgeschlossen.

Schüler, die „langsamere“ Klassen besuchen, brauchen aber nur ein Jahr länger, um die Mittelschule zu absolvieren. Eine tolle Alternative gegenüber dem Auswendiglernen.

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