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Land im Schockzustand

Land im Schockzustand

Zwei unterschiedliche Fälle, in denen junge Thaimänner nicht darüber hinwegkamen, dass sie von Frauen zurückgewiesen wurden, schockierten das Land. Beide zogen eine Waffe, erschossen ihre jeweilige Exfreundin und richteten dann die Pistole gegen sich selbst.

Die thailändische Gesellschaft zeigte sich schockiert, zumal beide Verbrechen am selben Tag stattfanden. Neu ist es nämlich keinesfalls, dass Männer eine Frau ermorden, wenn sie von der Frau zurückgewiesen wurden: Kann ich sie nicht haben, darf sie keiner haben.

Die beiden Tragödien endeten mit dem Tod zweier junger Frauen und einem der Täter. Der zweite Mann liegt im Koma, weil sein Selbstmordversuch ein Versuch blieb.

Apichat Jariyavilasa, Psychiater und Sprecher der Behörde für Nervenerkrankungen, sagte, in solchen Fällen, in denen ehemalige Partnerinnen angegriffen und auch getötet werden, könnten mehrere Ursachen zugrunde liegen. Dazu gehört, dass der Täter noch keine geistige Reife entwickelt hat, dass er eine gewaltsame Kindheit hatte, dass es sich um eine Kurzschlussreaktion handelte, weil unschöne Worte ausgetauscht wurden oder der Täter Alkohol- oder Drogenmissbrauch betrieb.

Unerwähnt ließ der Arzt, dass hier neben Eifersucht und Besitzanspruch sicherlich auch der Gesichtsverlust eine Rolle spielt. Ein Mann verliert sein Gesicht, wenn die Freundin mit ihm Schluss macht.

In Expatkreisen werden solche Vorfälle einfacher klassifiziert: Manchmal brennt einem Thai (ob Mann oder Frau) die Sicherung durch, und dann wird es richtig gefährlich.

Apichat forderte Leute auf, die unter einem gebrochenen Herzen oder einer großen Enttäuschung leiden bis zu einem Punkt, der ihre Gesundheit beeinträchtigt, Schlafstörungen bereitet oder Selbstmordgedanken auslöst, psychiatrische Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Die bekannte Facebook-Gruppe „Drama Addict“ sagt, dass es einfach zu viele Nachrichten über Thais gebe, die ihre Exfreundinnen ermorden, nur weil sie sich weigerten, die Beziehung weiterzuführen.

Offensichtlich scheinen vor allem junge Männer ein Problem damit zu haben, zurückgewiesen zu werden, das heißt, sie können damit nicht umgehen und scheinen dann zu Gewalt zu neigen. Auf der Facebook-Seite heißt es, dass noch verstörender sei, wie andere Männer solche Taten kommentierten, die nämlich versuchten, solche Verbrechen zu relativieren oder gar zu rechtfertigen.

„Ich frage mich, weshalb so viele thailändische Jugendliche so geworden sind“, fragte der Administrator der Seite. „Haben wir etwas übersehen? Haben wir den Kindern nicht mehr beigebracht, wie man ein Gentleman ist und dass man das andere Geschlecht respektieren soll? Was können wir tun, um dieses schreckliche Problem zu lösen?

Das erste Verbrechen geschah im Bezirk Salaya in der Provinz Nakhon Pathom. Der 25 Jahre Phakkapong Jittarom alte tötete die 21 Jahre alte Studentin Natchariya Thaprajit. Er hatte seiner Exfreundin vor deren Apartment aufgelauert und sie zur Rede gestellt. Sie weigerte sich, zu ihm zurückzukehren. Daraufhin erschoss der das Mädchen. Dann richtete er die Waffe gegen sich selbst. Er starb im Krankenhaus.

Das schreckliche Verbrechen wurde von einer Überwachungskamera aufgezeichnet. Auf dem Material ist zu sehen, wie der 25-Jährige seiner ehemaligen Freundin in den Kopf schießt, sich dann neben die Leiche setzt und sich selbst in den Hals schießt.

Die entsetzte Familie des Mädchens aus Surin sagte, Natchariya sei Stolz und Hoffnung der Familie gewesen, sie sei eine hart arbeitende Studentin gewesen, die eine große Zukunft vor sich gehabt habe. Natchariyas Mutter sagte, sie hoffe, dass der Geist ihrer Tochter in Frieden ruhe.

Das zweite Verbrechen fand am selben Tag im Bangkoker Bezirk Minburi statt. Der 18 Jahre alte Kannaporn Pongchai-in erschoss seine 17-Jährige Freundin Sornsawan Chalardthanyakit in einem Textilgeschäft, in dem sie arbeitete. Sie hatte sich geweigert, die Beziehung mit Kannaporn weiterzuführen. Sie verstarb an einem Schuss in die Brust. Der Täter richtete danach die Waffe gegen sich selbst und liegt seitdem im Koma.

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