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Kulturschock am Strand

Kulturschock am Strand

Nicht nur wir, auch Mainstream-Medien wie die englischsprachige Bangkok Post berichten inzwischen verstärkt über die vielen Chinesen im Land, ob es sich nun um Besucher, Geschäftsleute oder Auswanderer handelt. Laut einer Studie, über die The 101.World (auf Thai) berichtet hatte, wird geschätzt, dass in Thailand inzwischen 500.000 Chinesen der neuen Generation leben. Die jungen Einwanderer sind gebildet, geschäftstüchtig und kennen sich gut mit Computern und Technik aus.

Die chinesische Welle, wenn das so formuliert werden darf, scheint in Pattaya vom Norden her zu kommen. An der Central Road und südlich vom Zentrum sieht eigentlich noch alles so aus, wie man es so kennt. Nördlich bietet sich einem ein ganz anderes Bild.

Wer das nicht glaubt, dem empfehle ich einmal einen kleinen Spaziergang entlang der Beach Road.

Die Bauarbeiter, die den Strand verbreitern, sind jetzt in etwa Höhe Central Road angelangt. Bagger und Kräne sind emsig damit beschäftigt, Sand in riesige Sandsäcke abzufüllen, die dann als Fundament dienen. Auf dieses Fundament aus Sandsäcken kommt Sand. Und wenn es nicht regnet, hält das auch. Richtung Norden ist der Strand schon fertig und erstrahlt in frischem Glanz. 35 Meter ist er hier breit.

Kulturschock am Strand
Kulturschock am Strand

Viele, sehr viele Boote kommen an den Strand und laden Ausflügler ab bzw. nehmen welche auf.

Das Publikum am Strand ist sehr gemischt. Alle kommen aus Asien. Aus Südasien kommen die Inder, die immer in Gruppen unterwegs zu sein scheinen. Dann gibt es allerlei Westasiaten, nämlich die Araber. Die meisten Touristen kommen allerdings aus Ostasien, hauptsächlich aus China.

Sie sind wie die Inder oft in Gruppen unterwegs. Aber es kommen auch immer mehr chinesische Individualreisende. Das sollte immer wieder betont werden, denn hier bahnt sich der nächste Wandel an. Die chinesischen Individualreisenden sind viel finanzkräftiger als die Pauschalreisenden. Neben den Chinesen sind noch viele Koreaner unterwegs. Ab und zu auch Japaner.

Ich habe sehr viele Weiße gesehen, die auf der Strandpromenade joggen. Und ich habe sogar drei oder vier weiße Männer gesehen, die mit einer Thaifrau an ihrer Seite spazieren gingen. Die Herren wirkten wie ein Relikt von gestern, wie eine verschwommene Erinnerung an Tage, die schon lange Zeit vorbei sind.

Nördlich der Central Road entstehen immer mehr Boutique Hotels, die dann von den Chinesen oder anderen Asiaten bewohnt werden. Imbissbuden und Restaurants werden von den asiatischen Touristen frequentiert. In dieser Ausgabe erscheint ein entsprechender Leserbrief, daher greife ich das kurz auf. Es ist tatsächlich so, dass man im Norden zwischen Soi 1 und 5 kein weißes Gesicht mehr sieht. Welche Zukunft hat die Drinking Street? Ich weiß es nicht. Wahrscheinlich gar keine.

Ecke Beachroad und Soi 6
Ecke Beachroad und Soi 6

Die Veränderung hat schon die Beach Road Ecke Soi 6 erreicht. Jawohl, die geliebte und verschmähte, bewunderte und verachtete, berühmte und berüchtigte Soi 6. Wie man will, aber alle kennen sie und haben da schon mal in einer Bar zumindest einen Drink zu sich genommen. Also Beach Road Ecke Soi 6: An dem Gebäude auf der linken Straßenseiten prangen riesige chinesische Schriftzeichen, die einem ins Auge springen. Ja, wie will man das neue Pattaya besser zeigen als mit einem Bild von diesem Gebäude in der Soi 6? Damit ist alles gesagt bzw. gezeigt.

Weiter geht es Richtung Norden, aber außer Asiaten aus West und Ost, aus Süd und Südost sowie Fernost ist hier niemand. Soi 1 und 2 sind fest in indischer Hand, also weiter durch Soi 3. Wenn man hier erst mal den A-One-Komplex hinter sich gelassen hat, unter anderem steht hier das Hotel, das wie ein Schiff aussieht, stößt man auf dieses kleine Barcenter und geschätzte zehn Massagesalons. „Hello Massaaasch!

Es gibt sie noch, die Stellen in Pattaya, an denen es beinahe so wie früher ist.

Euer
Walter Weiß

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