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Korallenriffe in Gefahr

Korallenriffe in Gefahr

Der Meeresbiologe Thon Thamrongnawasawat, Assistenzprofessor an der Kasetsart University und bekannter Umweltschützer, sagte, die thailändischen Korallenriffe seien gefährdeter denn je.

Vor zehn Jahren waren rund 30 Prozent der Riffe beschädigt, jetzt seien es 77 Prozent, sagte Thon. 77 Prozent bedeute 107.800 von 140.000 Rai, diese seien in einem geradezu erbärmlichen Zustand, und der würde sich in einem alarmierenden Ausmaß immer weiter verbreiten.

2008 galten laut Umweltschutzministerium 42.000 Rai der insgesamt 140.000 Rai Korallenriffe als beschädigt oder zerstört.

Thon machte vor allem den Massentourismus und ins Meer geleitete Abwässer aus Strandhotels, Resorts und Wohnhäusern verantwortlich. Die Korallen erkranken und sterben irgendwann ab.

Er fügte hinzu, dass die Situation zudem durch Plastikmüll verschlimmert werde, der ins Wasser gelange oder dort entsorgt wird. Unrat aus Plastik kann Korallen langfristig schädigen.

Die Wasserverschmutzung, so Thon, sei der Hauptgrund für die Schäden an den Korallen, weil nur 30 Prozent der Abwässer in Kläranlagen fließen. Der Rest gelangt ins Meer.

Erst kürzlich war bei einer Inspektion eines Strandes in Krabi festgestellt worden, dass dort sogar Fünf-Sterne-Hotels ihre Abwässer ungeklärt direkt ins Meer leiten. Was die Touristen morgens im Badezimmer hinterlassen, kommt ihnen entgegen, wenn sie anschließend im Meer schwimmen gehen.

Riffe würden auch durch Sedimente beschädigt, die von Deponien in der Küstenregion stammen, meinte Thon.

All das [die Zerstörung der Korallen] ist das Ergebnis einer von Menschen gemachten Umweltverschmutzung, insbesondere wegen des großen Zustroms der Touristen. Der Tourismus wird nicht richtig gehandhabt. In den letzten zwei oder drei Jahren hatte Thailand keine Probleme mit der Korallenbleiche, aber die Zerstörung schreitet bis heute voran“, sagte Thon.

Der Meeresbiologe äußerte sich besorgt über die Beschädigungen von 77 Prozent der Korallenriffe des Landes, denn das sei ein beträchtlicher Anteil.

Petch Manopawitr, Wissenschaftler der International Union for Conservation of Nature (IUCN), bestätigte unterdessen, dass Plastikmüll Krankheiten bei Korallen auslöst.

Er sagte, Thailand stünde in der Welt auf Rang vier der Länder, die das Meer am meisten mit Müll verunreinigen. Das hatte letztes Jahr eine Studie der Umwelt-NGO Ocean Conservacy ergeben.

Petch meinte, der Plastikmüll in Thailand habe zweifellos die Korallen geschädigt, und er zitierte einen Artikel des bekannten Wissenschaftsmagazins Science, in dem beschrieben wird, wie Korallen Plastik fressen und dann unter den Folgen leiden.

Er fügte hinzu, dass eine 2014 durchgeführte Studie der Cornell University, James Cook University und der Prince of Songkla University bestätigte, dass Plastikmüll Korallenriffe schädigen kann.

Bei dieser Studie wurden Riffe an 159 unterschiedlichen Stellen in den Ländern Thailand, Burma, Indonesien und Australien untersucht.

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