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Kohle und die Alternativen

Kohle und die Alternativen

Die Entschlossenheit der Regierung und der Energieplaner, namentlich das staatliche Energieunternehmen EGAT, bei ihren Pläne zu bleiben, in Krabi ein Kohlekraftwerk zu bauen, führt jetzt in eine Krise, in eine selbst verantwortete Krise. Selbst die störrischsten Beamten müssen zugeben, dass die Pläne, Strom für den Süden mit einem Kohlekraftwerk zu produzieren, überholt sind und mit der Realität nichts zu tun haben. Anstatt das Problem in ein Drama zu verwandeln, sollten sich die Behörden lieber mit Alternativen beschäftigen.

Energiesicherheit sollte heutzutage bedeuten, dass auch an Alternativen gedacht wird, an erneuerbare Energie und nachhaltige Quellen. Jede Energiepolitik, die versucht, das zu umgehen, kann nicht ernst genommen werden.

Thailand hat die Möglichkeiten und auch die öffentliche Motivation, sich insoweit mit Planung und Programmen dem 21. Jahrhundert anzupassen. Fakt ist doch, dass die Regierung, die die Idee eines Thailand 4.0 fördert, gleichzeitig stur ist und auf mit Kohle befeuerte Kraftwerke setzt und es somit wohl kaum ernst meinen kann, was die moderne Entwicklung des Landes betrifft.

Kaum jemand glaubt noch daran, dass das Kohlekraftwerk in Krabi tatsächlich gebaut werden wird. Die Einwohner und Umweltschutzgruppen würden niemals zulassen, dass das geschieht.

Hier geht es nicht nur um Krabi, sondern auch um Songkhla. Dort haben Anwohner deutlich gemacht, dass Kohle als Energie nicht in Frage kommt. Auch sie werden niemals zulassen, dass eine Umweltverträglichkeitsstudie zu dem Ergebnis kommt, dass für den Bau grünes Licht gegeben werden könne, umgesetzt wird.

Die Regierung und die EGAT machten unterdessen deutlich, dass es keine andere Möglichkeit gäbe.

Eigentlich sollten doch Premierminister General Prayuth Chan-ocha und die leitenden Mitarbeiter der EGAT auf Seiten der Aktivisten in Krabi sein. Es sollte als Chance angesehen werden, dass Kohle nicht mehr in Frage kommt.

Die Regierung hat bereits zwei unterschiedliche Verträge ausgehandelt, was Stromlieferungen nach Burma betrifft. Die Behauptung, dass die Stromversorgung gefährdet ist, scheint eher ein Scheinargument als eine Tatsache zu sein.

Die lang anhaltenden und lauten Beschwerden der Bürger im Süden werden unterdessen immer zahlreicher. Können die Behörden hier bei der Planung ein wenig einfallsreich sein und damit anfangen, die Leute direkt einzubeziehen?

Um es allgemein zu formulieren. Es scheint, als ob die Regierung dazu gezwungen werden müsste, alternative Energiequellen in Erwägung zu ziehen.

Kohle und die Alternativen
Kohle und die Alternativen

Die EGAT scheint immer noch Energiequellen wie Sonne, Wind oder Müll misstrauisch zu beäugen. Selbst kleine Alternativprodukte werden durch Bürokratie und unzählige Vorschriften fast schon im Keim erstickt.

Zudem scheinen Beamte vor allem etwas gegen Privatleute zu haben, die Strom produzieren und diesen in das Netz einspeisen bzw. das Netz entlasten.

Bislang gibt es keine Anzeichen, dass die Behörden eine realistischere Sichtweise an den Tag legen. Unterdessen macht die EGAT Pläne für Gasspeicher vor der Küste.

Die Pläne, das Kohlekraftwerk in Krabi zu bauen, könnten fallen gelassen werden, weil man dann auf ein neues Gaskraftwerk umschwenkt. Wie die Kohle, muss aber auch Gas importiert werden, schon jetzt herrscht eine gewisse Abhängigkeit von Malaysia.

Neue Felder müssten erschlossen werden, auf dem Festland und vor der Küste.

Die wahre Herausforderung sind aber sogenannte grüne Energiequellen. Karbis Bürger haben eine Studie vorgelegt, den „Entwicklungsplan für grüne Energien“, die das Potential der erneuerbaren Energien als Hauptenergiequelle für die Provinz aufzeigt.

Wie zu erwarten war, wurde diese Studie von der Verantwortlichen aber nur lauwarm aufgenommen.

Einige ausländische Experten sagten, Thailands Zurückhaltung bei der Solarenergie sei beinahe skandalös. Wind, Müll und Wellen gibt es im Vergleich mit dem Potential so gut wie überhaupt nicht.

Diese Technologien sind immer noch in der Entwicklungsphase, auch wenn sie Energie produzieren. Wenig in Thailand, dafür mehr im Ausland. Aber genau das ist die Herausforderung. Mainstream-Energiepolitik kann keinesfalls der Plan der Regierung für die Zukunft sein.

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