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Koh Samet verändert sich

Koh Samet verändert sich

Wenn man Pattaya lebt, dann gehört zu den Vorteilen der Stadt, dass man ihr entkommen und zu einem wirklich schönen Strand fahren kann, der nicht weit weg ist.

Die in der Provinz Rayong gelegene Insel Koh Samet bietet sich hier an, zumal die sie von Pattaya aus sogar während eines Tagesausflugs besucht werden kann.

Koh Samet Nationalpark
Koh Samet Nationalpark

Es gibt Leute, die waren schon Anfang der 90er Jahre auf der Insel. Da gab es ein paar Hotelanlagen, aber keine Stege. Umgestiegen wurde quasi auf hoher See von einem großen Boot auf ein winzig kleines Boot, das sich dann den Weg durch die Wellen an einen der Traumstrände auf der Insel suchte. Das letzte Stück watete man dann durchs Wasser und wurde schließlich durch geradezu paradiesische Zustände belohnt.

In den Büschen warteten irgendwelche Parkwächter, die gleich auf einen zugestürmt kamen und Eintritt verlangten, weil es sich bei der Insel um ein Naturschutzgebiet handelte. Ansonsten wurde man aber in Ruhe gelassen. Man konnte hier und da etwas essen, hier und dort übernachten – und ein Ausflugshöhepunkt war es, mit einem Boot die Insel zu umrunden.

Ausländische Touristen gab es damals fast überhaupt nicht.

Leute, die 15 Jahre später auf der Insel waren, so um 2005, waren immer noch begeistert von der kleinen Insel, die sich so wenig veränderte. Koh Samet blieb ein liebliches Fleckchen ohne Straßen, nur Fußwege oder Schotterpisten verbanden die einzelnen Strände miteinander. Ab und zu stieß man auf eine Handvoll Touristen, meist Rucksacktouristen, die sich hierhin verirrt hatten.

Ab 2010 veränderte sich die Insel, immer mehr Resorts waren hinzugekommen, allerdings waren viele von ihnen teils recht hübsch anzuschauen und in die Landschaft integriert. In diesen Resorts wohnten während der Hochsaison viele Russen. Die waren in der Nebensaison nicht ganz so zahlreich, da war die Insel immer noch schön.

Ein perfekter Ort, um seine Ruhe zu haben, in sich zu gehen und vielleicht seine Memoiren zu schreiben.

Koh Samet verändert sich
Koh Samet verändert sich

Wie wir in der letzten Ausgabe berichteten, ändern sich die Zeiten jetzt noch einmal. Auf Koh Samet geht es mittlerweile zu wie auf einem chinesischen Bahnhof während der Rushhour. Die Strände werden von Hunderten von chinesischen Touristen belagert. Von Ruhe und Entspannung keine Spur mehr.

Zudem scheinen auch die Thais reisefreudiger zu werden. Die Nähe der Insel zu Pattaya, aber auch zu Bangkok, lässt Koh Samet mehr als je zuvor die ideale Partyinsel sein.

Nun ist es natürlich nicht überall auf der Insel so. Je mehr man sich von der Hauptanlegestelle entfernt, umso ruhiger wird es. Man kann hier immer noch versteckte Strände entdecken, die wie eine Oase im Paradies wirken. Hier kann man sehen, warum die Insel von vielen so gepriesen wurde und immer noch wird.

Man sollte die Chinesen außerdem nicht als Sündenböcke hinstellen. Ruiniert wurde die Insel von Thais, die im Naturschutzgebiet immer neue Resorts bauten – unter den nicht so ganz wachsamen Augen der Nationalparkbehörde. Diese Resorts zogen dann immer mehr Touristen an, zunächst die Bangkoker Wochenendtouristen.

Es bleibt nur zu hoffen, dass die versteckten Stellen nicht irgendwann vom Massentourismus überrollt werden.

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