Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Klug und klüger mit Alexa

Klug und klüger mit Alexa

Endlich konnte ich mich aus erster Hand und mit eigenem Augenschein davon überzeugen, wie ein Leben mit Alexa aussieht. Über Alexa hatte ich viel gehört, sie aber noch nie persönlich kennengelernt. Das änderte sich nun endlich.

Alexa ist eine Dose, grob geschätzt zehn Zentimeter im Umfang und etwa 15 Zentimeter hoch. Recht unscheinbar steht sie da, so ganz in schwarz. Wenn man sie anspricht, und zwar mit „Alexa“, erwacht sie zum Leben. Sie leuchtet in bunten Farben auf und wartet auf ein Kommando wie ein Hund, der schwanzwedelnd vor einem steht und einen erwartungsvoll ansieht. Vielleicht will der nur Gassi gehen oder was zu Fressen haben, Alexa nicht.

Es folgt das Kommando: „Alexa!“ Dann schließt sich ein zweites Kommando an. Zum Beispiel: „TV anschalten.“

Dann geht der Fernseher an. Es geht der Verstärker an, mit einem anderen Kommando natürlich. Oder die Deckenlampe. Einzelne andere Lampen. Jede mit einem bestimmten Kommandonamen versehen.

Als ich das sah, dachte ich: Eine Erfindung von Männern für Männer.

Alexa ist auch so programmiert, dass sie ganze Suiten erfüllen kann, zum Beispiel, was die Beleuchtung betrifft.

Klug und klüger mit AlexaMuss ich dazu sagen, dass mein Kumpel, der Alexa hat, ein Lampenfetischist ist. Allein im Wohnzimmer hat er sechs oder sieben Lampen, die entweder einzeln oder in gesamter Komposition von Alexa gesteuert werden können.

„Alexa! TV-Beleuchtung!“

Dann geht die Deckenlam­pe aus, die Stehlampe in ei­ner Ecke ebenfalls. Eine zweite Deckenlampe auf der anderen Seite verlischt. Die Ikea- Stehlampe an der einen Wand dimmt nach unten und verbreitet nur noch gedämpftes Licht. Die Lampe neben dem Fernseher wird ebenfalls deutlich nach unten geregelt.

Toll!

Da fällt mir mein anderer Kumpel ein, der das von seiner thailändischen Ehefrau erledigen lässt. Er sitzt auf dem Sofa, das Bier auf dem Fliesentisch vor ihm, und dann regiert der Pascha: „Mach dieses und jenes. Die Lampe da, genau, und die da hinten auch. Und gib mir bei der Gelegenheit mal die Fernbedienung. Wo ist die überhaupt? Hast du die verschlampt?“
In diesem Ton kann man mit Alexa nicht reden. Sie furzt dann und sagt, man solle nach „diesem Ding mal die Unterwäsche überprüfen“.
Alexa kann auch die Tempe-
ratur der Klimaanlage regeln und noch ein paar andere Dinge, die in den Regelungsbereich fallen. Im Grunde braucht man sich also nur hinzusetzen und mit ihr zu reden. Eine Fernbedienung bzw. eine Suche nach dieser gibt es nicht mehr. Alexa hat alles im Überblick, auch das Fernsehprogramm oder die Filme, die auf der Festplatte gespeichert sind.

Klug und klüger mit Alexa
Klug und klüger mit Alexa

Etwas Starthilfe braucht Alexa, wenn es darum geht, die richtige Musik zu spielen. Dafür ist das Smartphone da, über das sich der Rest regeln lässt. Ein paar Klicks auf Spotify, schon ist die Musikliste zusammengestellt – und nach einem Kommando, das mit „Alexa“ beginnt, ertönt die Musik. Wahlweise wird das jeweilige Cover des Songs oder des Albums auf dem Fernseher angezeigt. Übertragen wird das Ganze über einen 5.1-Dolby-Digital-Receiver, der mehr als sechs Lautsprecher ansteuert. Denn auch in der Küche, im Bad, im Schlafzimmer und im Büro ist die Musik zu hören, wenn man möchte. Ansonsten: „Alexa …“ Die auch die Lautstärke regelt und allerlei andere Dinge.

In einer Abstellkammer stehen Kisten und Kästen, alle mit bunten Lämpchen versehen, die munter vor sich hin blinken. Das ist das Herz Alexas. Das sieht aus wie in einem Science-Fiction-Film, wie eine Raumstation. Nun, das Datum, das wir schreiben, 2019, erinnert ja auch an die Zukunft. Nun ist das Gegenwart.

Alexa kann man auch allerlei Fragen stellen, die sie gern beantwortet. Die Antworten holt sie aus dem Internet, entweder Suchmaschine oder Wikipedia.

Verlegen wird sie nicht. Zum Beispiel, wenn man sie fragt, ob sie einen liebt. Sie sei nicht sicher, lautet die Antwort. Ob man ihr gefalle? Ja, man habe eine nette Stimme.

Ich habe es dann auch mal probiert: „Alexa! Öffne das Gondelschleusentor, bitte. Alexa, öffne bitte das Gondelschleusentor. Hallo Alexa, hörst du mich?“

„Jawohl, Walter, ich höre dich.“

„Öffne das Gondelschleusentor.“

„Es tut mir leid, Walter, aber das kann ich nicht tun.“

Euer

Walter Weiß

Ähnliche Beiträge