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Keine Anklage wegen sexueller Belästigung

Keine Anklage wegen sexueller Belästigung

Der Bezirksrichter von Los Angeles sagte, er werde gegen den Schauspieler Kevin Spacey (Bild oben) wegen des Vorwurfs der sexuellen Belästigung kein Verfahren eröffnen. Der angebliche Vorfall ereignete sich 1992 und ist damit in Kalifornien verjährt.

Auch gegen den Schauspieler Steven Seagal wird aus diesem Grund kein Verfahren eröffnet. Die angebliche sexuelle Belästigung soll 1993 stattgefunden haben.

Gegen den in Deutschland weniger bekannten amerikanischen TV-Komiker Anthony Anderson wurde ebenfalls wegen sexueller Belästigung ermittelt, bei ihm in zwei Fällen. Beide Fälle wurden aus Mangel an Beweisen eingestellt.

Anderson bestritt die angeblichen Taten, weder Seagal noch Spacey wollten sich zu den ihnen gemachten Vorwürfen äußern.

Bei dem Fall um Spacey hatte ein erwachsener Mann Anzeige erstattet, die Staatsanwaltschaft Los Angeles ermittelte seit April. Worum es genau ging, wurde nicht bekannt. Tatsache ist jedoch, dass die Angelegenheit verjährt ist.

Spacey war einer der ersten Schauspieler, der allein aufgrund von Anschuldigungen Dritter und ohne Gerichtsverhandlung vorverurteilt wurde.

Im Zuge dieser Hexenjagd, anders kann es nicht formuliert werden, verlor er alles. Spacey wurde aus der beliebten Netflix-Fernsehserie House of Cards hinausbefördert und aus dem Film All the Money in the World von Ridley Scott herausgeschnitten.

Ob sich Spacey wirklich etwas hat zuschulden kommen lassen und ob dies auch gerichtlich unter Berücksichtigung der Verjährungsfristen bewiesen werden könnte, spielt keine Rolle.

Spacey soll angeblich 30 Männern ungewollte sexuelle Avancen gemacht haben. Deshalb verurteilt wurde er in keinem Fall, weil kein einziger unabhängig bestätigt werden konnte.

Keine Anklage wegen sexueller Belästigung

Spacey, der für die Hauptrolle in American Beauty den Oscar bekam, ist einer von Dutzenden Männern in der Unterhaltungsindustrie, denen sexueller Missbrauch vorgeworfen wird. Das Resultat war die Mee-Too-Bewegung, in der auch Asia Argento eine Vorkämpferin ist.

Die Schauspielerin Asia Argento, die Tochter des italienischen Regisseurs Dario Argento, gehörte zu den ersten Frauen, die dem Produzenten Harvey Weinstein 2017 vorwarfen, sie sexuell genötigt zu haben.

Argento ist das beste Beispiel, wie merkwürdig es bei der MeeToo-Debatte zugeht. Im August behauptete der Schauspieler Jimmy Bennett, er sei 2013 von Argento in einem Hotelzimmer in den USA sexuell genötigt worden. Bennett war zu diesem Zeitpunkt 17 Jahre alt und nach kalifornischem Recht minderjährig.

Argento soll laut Medienberichten an Bennett 380.000 Dollar bezahlt haben, damit es nicht zu einem Gerichtsverfahren kommt.

Plötzlich sah sich Argento im Mittelpunkt von Vorwürfen, die sie immer anderen gemacht hatte. Und sie bekam auch zu spüren, wie es ist, wenn man ohne Gerichtsverhandlung vorverurteilt wird. Sie verlor ihren Arbeitsplatz in der italienischen Castingshow X Faxtor, CNN verweigerte die Ausstrahlung zweier Folgen einer Reiseshow, in denen Argento zu sehen war.

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