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Keine Alleen und Blumen

Keine Alleen und Blumen

Über das Gedicht Avenidas des schweizerisch-bolivnianischen Dichters Eugen Grominger hatte der HALLO schon einmal berichtet. Die spanische Version des Gedichts ziert die Fassade der Berliner Alice-Solomon-Hochschule. Eine Schule, die den Dichter wegen seiner Dichtkunst ausgezeichnet hatte.

Das Gedicht gilt als sexistisch und frauenfeindlich. Die schrecklichen Zeilen lesen sich in deutscher Übersetzung folgendermaßen:

Alleen. Alleen und Blumen. Blumen. Blumen und Frauen. Alleen. Alleen und Frauen. Alleen und Blumen und Frauen und ein Bewunderer.

Wundern Sie sich etwa, weshalb diese Zeilen, die in spanischer Sprache auf der Fasse stehen, verschwinden müssen? Dann sind Sie fremd in Welt und begreifen nicht, was Sprachdiskriminierung bedeutet. Denn xexistischer und frauenfeindlicher geht es kaum noch.

Nachdem die Tugendwächter auf den Plan traten, hatte der Rektor bereits angekündigt, etwas unternehmen zu wollen. Nicht gegen die Tugendwächter, sondern gegen das Gedicht. Das lag aber nicht in seiner alleinigen Entscheidung, diese oblag dem Akademischen Senat.

Hier hat wohl niemand Lust, als frauenfeindlicher Sexist zu gelten, als Rechter oder gar Nazi (solche Argumente werden ja dann bekanntlich aus dem Hut gezaubert), und als Scheusal an den Pranger gestellt zu werden.

Keine Alleen und Blumen
Keine Alleen und Blumen

Daher lautete die Entscheidung des Senats, dass das Gedicht verschwinden muss. Das soll im Herbst soweit sein. Dann soll ein anderes Gedicht die Mauer der Hochschule zieren.

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