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Jahrhundertdürre: Droht Nordkorea eine Hungersnot?

Jahrhundertdürre: Droht Nordkorea eine Hungersnot?

Nordkorea sei von einer Jahrhundertdürre bedroht, im ganzen Land lägen Reisfelder brach und die Frühernte sei in Gefahr … – Diese Meldung kam keineswegs von einer besorgten Hilfsorganisation, sondern wurde von der staatlichen nordkoreanischen Nachrichtenagentur „KCNA“ veröffentlicht. Westliche Delegationen, berichten von Propagandaplakaten, die die Bevölkerung zum Kampf gegen die Wasserknappheit mobilisieren sollen.

Solche Nachrichten lassen Erinnerungen an die 90er-Jahre wach werden, als Nordkorea unter der größten Hungersnot seiner Geschichte litt. Damals sollen Hunderttausende verhungert sein, manche NGOs sprechen gar von bis zu drei Millionen Toten. Droht Nordkorea nun ein ähnliches Schicksal? Ein solches Szenario wäre laut Experten äußerst unwahrscheinlich, denn erst im Frühjahr 2014 hatte Nordkorea mit einer ungewöhnlich starken Dürreperiode zu kämpfen, und dennoch blieben die Ernten nur mäßig davon betroffen. Das ist nicht zuletzt das Verdienst von Diktator Kim Jong-un (31), denn der hat seit 2011 die Wirtschaft des Landes in – für nordkoreanische Verhältnisse – beachtlicher Geschwindigkeit reformiert.

UN-Berichte vom 10. Juni sind jedoch erschreckend: Die Ernte wird laut Schätzungen der Experten um bis zu 50 Prozent einbrechen, über zwei Drittel der Bevölkerung wird unter der Dürreperiode zu leiden haben. Die Flusspegel in den Tiefebenen südlich von Pjöngjang – der „Reiskammer“ des Landes – seien um bis zu vier Meter gesunken. Ein Zustrom von salzigem Meerwasser habe viele Flüsse für landwirtschaftliche Zwecke unbrauchbar gemacht. Die derzeitige Lage sei im Vergleich zum Vorjahr „mehr als doppelt so ernst“.

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