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Ist die Selfitis eine Persönlichkeitsstörung?

Ist die Selfitis eine Persönlichkeitsstörung?

Gehören Sie zu den Leuten, die ständig Selfies von sich machen und diese in die sozialen Medien hochladen? Die Sehenswürdigkeiten den Rücken zudrehen, um diese Selfies aufzunehmen?

Falls ja, dann leiden Sie laut einer neuen Studie unter „Selfitis“. Der Bericht erschien im International Journal of Mental Health and Addiction.

Mit der Studie wollten Forscher herausfinden, ob es wirklich so eine Krankheit geben könnte, nachdem 2014 zu diesem Thema eine gefälschte Studie veröffentlicht worden war.

Zur großen Überraschung der Experten könnte es tatsächlich einen entsprechenden Befund geben, nämlich bei Leuten, die geradezu aggressiv ständig Fotos von sich selbst posten.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine neue Technologie in Frage gestellt wird bzw. das, was damit gemacht wird.

1995 veröffentlichte Mark Griffiths eine Studie, in der angedeutet wurde, dass das Internet abhängig mache. Auch dieser Bericht wurde im International Journal of Mental Health and Addiction veröffentlicht.

Vor ein paar Jahren erschien in den sozialen Medien eine Geschichte, in der behauptet wurde, dass es den Befund der Selfitis gebe, eine Persönlichkeitsstörung, die vom amerikanischen psychiatrischen Verband klassifiziert wurde“, sagte Griffiths von der Nottingham Trent University, Fachbereich Psychologie. „Zwar kam später heraus, dass diese Geschichte keine Grundlage hatte, das bedeutet aber noch lange nicht, dass Selfitis nicht existiert. Wir haben die Existenz dieses Befundes nun offensichtlich nachgewiesen und, bislang einmalig in der Welt, mit der „Selfitis Behaviour Scale“ Richtlinien erstellt, um die Schwere der Selfitis festzustellen.

Ist die Selfitis eine Persönlichkeitsstörung?
Ist die Selfitis eine Persönlichkeitsstörung?

Die Studie wurde mit 600 Studenten von verschiedenen Universitäten in Indien erstellt.
Bei der Studie untersuchten die Forscher sechs Faktoren genauer, um die Existenz von Selfitis nachzuweisen: Gesellschaftlicher Wettbewerb, Aufwertung der Umwelt, Selbstbewusstsein, Geltungsbedürfnis, Stimmungsschwankungen und soziale Anpassung.

Die Forscher beurteilten die Studenten mit einer Verhaltensskala, merkten aber sehr schnell, dass weitere Studien nötig sind. Sie führten die Selfitis Behaviour Scale (SBS), Selfitis-Verhaltensskala, ein, bei der die ursprünglichen sechs Faktoren berücksichtigt werden, bevor entschieden werden kann, ob jemand Selfitis hat und wie ernst dieses Problem ist.

Das Fazit lautet, dass Selfitis tatsächlich existiert und eine Sucht ist, auch wenn Resultate und Faktoren in ihrer Intensität sehr unterschiedlich sind.

Die Forscher führten in der Studie aus, dass „Selfitis ein neues Konstrukt ist, das von Wissenschaftlern zukünftig weiter erforscht werden sollte unter Berücksichtigung der Selfitis-Abhängigkeit und/oder einem Zwangsverhalten. Weiterhin empfahlen sie Studien, wie es zur Selfitis kommt, wie sie sich entwickelt und aufrecht erhalten bleibt.

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