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Hohe Mieten in Städten

Hohe Mieten in Städten

Die meisten Leute, die in einer deutschen Großstadt leben, haben in den letzten Jahren einen deutlichen Mietanstieg gespürt – sofern sie überhaupt noch eine Wohnung in den Ballungsgebieten finden. Aber was hat diese Teuerung ausgelöst und was kann getan werden?

Einer der Gründe ist die europäische Wirtschaftslage. Als Länder in Südeuropa während der Finanzkrise 2008 ins Wanken gerieten, kamen Spanier, Italiener und auch Griechen nach Deutschland, um ein neues Leben zu beginnen. Hinzu kamen noch Osteuropäer, denen es nun möglich war, problemlos in den Westen zu gehen.
Falls das noch nicht ausreichte, um Engpässe auszulösen, kamen nach der Grenzöffnung 2015 Hunderttausende Zuwanderer nach Deutschland, die nicht auf Dauer in Heimen untergebracht werden sollen, so zumindest der Plan, sondern Wohnungen erhalten.

Tatsächlich ist es inzwischen so, dass es in Großstädten immer schwieriger wird, eine Wohnung zu finden, zumal die staatlichen Verordnungen den Wohnungsbau zu einer komplizierten und schwierigen Angelegenheit machen.

Wenn man davon ausgeht, dass pro Monat „nur“ 10.000 Zuwanderer nach Deutschland kommen, es sind natürlich sehr viel mehr, handelt es sich bei dieser Zahl in einem Jahr um die Einwohnerzahl einer Großstadt. Viel wird von der Regierung gesagt, aber nicht, wo und wie denn die Infrastruktur für diese jährliche Großstadt entstehen soll. Zu dieser Infrastruktur gehören eben auch Wohnungen.

Es ist aber nicht nur die Zuwanderung, die den deutschen Wohnungsmarkt in den Großstädten zu einem Flaschenhals macht.

Die Leute gehen aus ländlichen Gebieten weg und ziehen in die Städte. Das ist etwas, das man aus Asien, Afrika und Amerika kennt. In Deutschland spielte Landflucht in der Vergangenheit eine eher untergeordnete Rolle. Jetzt aber gibt es eine große Bewegung von Leuten unter 35 Jahren, die in die Städte abwandern. Dieser Faktor ist ebenfalls ein Grund, weshalb in den Städten die Mieten steigen.

Die Regierung hat diese Entwicklung nicht gesehen oder ihr keine Bedeutung beigeschenkt. Wohnraum in Städten wie in Berlin, Hamburg oder München wird immer knapper und teurer, wobei auch andere Großstädte beliebt sind.

Hohe Mieten in Städten

Noch vor zehn Jahren dachten die Deutschen wohl, dass die Einwohnerzahl schrumpft und daher die Nachfrage nach Wohnraum sinkt. Daher kümmerten sich weder Regierung noch Investoren um den Wohnungsbau. Selbst als Investoren realisierten, dass der Wohnungsmarkt womöglich doch ein gutes Geschäft ist, konnten sie nicht einfach hergehen und ein Gebäude hochziehen.

Die Behörden hatten Personal abgebaut, um Geld zu sparen. Und viele dieser Beamten und Angestellten des öffentlichen Dienstes saßen vorher in den Bauabteilungen dieser Behörden.

Es gibt vor Ort kaum noch Spezialisten, die das Grundstück in Augenschein nahmen und Bauanträge bearbeiten. Die Stellen können auch nur schwer besetzt werden, weil die Privatwirtschaft bessere Gehälter zahlt.

Es sind aber nicht nur Regierung und Verwaltungen, die durch Gesetze oder Unterbesetzung den so dringend benötigten Wohnungsbau behindern. Hinzu kommen noch Proteste von Bürgern, die die Mentalität „Überall, aber nicht in meiner Nachbarschaft“ haben und keine neuen Gebäude in ihrer Umgebung sehen wollen.

Wenn neue Wohnungen in der Nachbarschaft gebaut werden, setzen die Leute diesen Vorgang mit einer Mietsteigerung gleich. Unberechtigt ist das nicht. Da Wohnungen in Neubauten in der Regel teurer sind als andere, kann es durchaus sein, dass die Mieten für die neuen Wohnungen quasi die Mieten für die alten Wohnungen mit nach oben ziehen.

Tatsächlich ist es dann so, dass die Mieten sowieso steigen, denn wenn keine neuen Wohnungen gebaut werden, steigt die Nachfragte und damit die Miete.

Dass Leerstand von Eigentümern der jeweiligen Häuser absichtlich herbeigeführt wird, um diese als Spekulationsobjekt zu missbrauchen, gehört im Übrigen ins Reich der links-grünen Fabeln. Wenn jemand Wohnraum anzubieten hat und damit Geld verdienen kann, wird er das auch tun.

Kurzfristige Lösungen für die Wohnungsnot und hohe Mieten in den Ballungszentren gibt es nicht. Langfristig könnten einerseits in den Städten mehr Wohnungen gebaut werden. Andererseits könnten ländliche Gebiete attraktiver gemacht werden, damit die Leute nicht abwandern.

In den Städten sollte mehr Wohnraum entstehen. Wenn Politiker denken, dass Leute nicht in die Stadt kommen, weil es keine Wohnungen gibt, so täuschen sie sich. Die Leute kommen in jedem Fall. Ihnen muss daher Wohnraum zur Verfügung stehen.

Eine andere Möglichkeit ist, auf dem Land Arbeitsplätze zu schaffen, damit Leute länger überlegen, ob sie in die Stadt wollen. Vor allem aber muss in ländlichen Gebieten die Infrastruktur verbessert werden. Wenn der Mobilfunk nur unzureichend ist und das Internet nur im Schneckentempo läuft, dann kommt man sich in deutschen Landen natürlich vor wie in einem Entwicklungsland.

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