Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

HIV-Übertragungsrate von Müttern auf Kinder sinkt

HIV-Übertragungsrate von Müttern auf Kinder sinkt

In Thailand sank die Rate der Übertragungen von HIV und Aids von Müttern auf ungeborene Kinder drastisch. Damit gehört Thailand mit zu den erfolgreichsten Nationen der Welt, denen das gelang.

Das Land arbeitete eng mit der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und dem Kinderhilswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) zusammen, um dieses Ziel zu erreichen, sagte Gesundheitsminister Rajata Rajatanavin.

Die Anzahl der Mütter, die entweder HIV oder Aids an ihre ungeborenen Kinder weitergeben fiel seit 1998 (als die Weitergabe entdeckt wurde) bis 2014 um 20 beziehungsweise 45 Prozent. Zurzeit stecken sich noch 2,1 Prozent der Kinder von HIV-infizierten Müttern mit der Erkrankung an. Das Ziel, dass es bis 2017 nur noch zwei Prozent sein sollen, ist demnach beinahe erreicht.

Die Anstrengungen, die HIV-Übertragung von Mutter auf Kind zu reduzieren und die Anzahl der Übertragungen auf unter zwei Prozent zu begrenzen, ist unser nächstes Ziel“, sagte Rajata.

Zu den erfolgreichen Maßnahmen gehörte eine Kampagne, sich vor der 12. Schwangerschaftswoche in Behandlung zu geben, den werdenden Müttern so schnell wie möglich antiretrovirale Medikamente zu verabreichen, regelmäßige Blutuntersuchungen vorzunehmen und die Neugeborenen medikamentös zu behandeln. Weiterhin muss verhindert werden, dass die Babys die Muttermilch ihrer infizierten Mütter aufnehmen. 14 Prozent der Infektionen entstehen, weil Neugeborene Muttermilch ihrer infizierten Mütter trinken, sagte Rajata.

Wenn die Reduktionsrate zertifiziert wird, dann gehört Thailand zu den Topländern der Welt, die es geschafft haben, die Weitergabe von HIV-Infektionen von Müttern auf ihre Kinder zu beenden“, sagte Rajata.

Thailand versucht gleichzeitig, die mit HIV oder Aids neu infizierten Patienten bis 2030 auf 1.000 pro Jahr zu senken. Zurzeit infizieren sich jedes Jahr 7.000 Personen mit der Krankheit.

Nimit Tienudom, Direktor einer Aidsstiftung, sagte, dass auch die von dem ehemaligen Premierminister Thaksin Shinawatra eingeführte 30-Baht-Krankenversicherung dazu beitrug, die Anzahl der Aidsfälle seit 2005 drastisch zu senken. Nimit fügte hinzu, dass es wünschenswert wäre, wenn alle Schwangeren für Vorsorgeuntersuchungen Zugang in ein Krankenhaus ihrer Wahl haben würden, weil die HIV-Übertragungsrate an das Kind dann weiter gesenkt werden könnte.

Je früher die Krankheit entdeckt wird, umso schneller können die Mütter auch behandelt werden, was das Infektionsrisiko für die ungeborenen Kinder senkt.

Zurzeit könne sich Schwangere im Rahmen der 30-Baht- Krankenversicherung zur Behandlung in staatliche Hospitäler begeben, die in der Regel aber sehr voll sind.

Im Rahmen der Sozialversicherung erhalten Frauen im Falle der Schwangerschaft eine Einmalzahlung von 13.000 Baht. Zu wenig, um alle Kosten zu decken. Einige gehen nicht frühzeitig zu Untersuchungen, um Geld zu sparen oder es anderweitig zu verwenden.

Ähnliche Beiträge