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Hitze und Abhängigkeit

Hitze und Abhängigkeit

Die Hitzewelle, unter der die Deutschen litten, zeigt, wie hoch die Abhängigkeit vom Wetter ist. Diese ist weit stärker als sich das die Leute noch vorstellen wollen. Oberstes Gebot hierbei: Die Natur siegt immer.

Die Landwirte forderten Hilfe in Höhe von einer Milliarde Euro, weil die Felder verdorrten. Dafür kann man schon Verständnis haben. Die Landwirte haben eine starke Lobby. Die Chancen stehen gut, dass sie das Geld bekommen.

Gleichzeitig sollte man aber bedenken, dass das Wasser nicht nur während der Hitzewelle knapp war oder ist, sondern es schon den ganzen Sommer über wenig geregnet hat. Quasi hat alles mit Ankündigung stattgefunden.

Zurzeit dürfen sich viele darüber freuen, dass Fleisch billiger geworden ist. Alles hat mit allem zu tun: Zu wenig Futtergetreide oder Heu bedeutet, dass die Tiere nicht mehr gefüttert werden können. Werden die also notgeschlachtet, und das Fleisch kommt auf den Markt. Gleichzeitig ziehen aber die Preise für Landwirtschaftsprodukte an, und irgendwann wird dann auch Fleisch teurer.

Der nicht mehr ganz so gebildete Bürger von heute erfährt auf diese Weise, dass das Essen gar nicht aus dem Supermarkt kommt, sondern von Landwirten angebaut und Vieh gezüchtet wird. Die Landwirtschaft indes ist abhängig vom Wetter.

Oder vom Klima, wenn es eine Nummer größer sein darf. Selbst die findigsten Klimaforscher geben zu, dass wir vielleicht viel übers Wetter, aber fast nichts über das Klima und dessen Wechselwirkung wissen.

Zeitungen berichteten zuletzt immer häufiger, dass die Hitzewelle der Vorbote (oder sogar der Hauptbote!) der zu erwarteten Klimaänderung ist, dass sich jetzt alles Richtung „warm“ verschiebt, dass die Erde in eine neue Heißperiode eintritt.

Wenn dem so ist, dann täten die Menschen besser daran, sich auf die neuen Gegebenheiten einzustellen und nicht den Kopf in den Sand zu stecken und zu glauben, dass irgendeine Politik, irgendwelche Maßnahmen dazu geeignet wären, die Wärmeperiode auf dem Planeten ins Gegenteil zu verkehren. Allerdings hätten dann alle wie noch in den 70er Jahren Angst vor der nächsten Eiszeit.

Zur Vorbereitung könnte dienen, dass neue Getreidesorten gezüchtet werden, die Gene enthalten, die die Nutzpflanzen widerstandsfähiger gegen die Hitze machen. In Deutschland ist so etwas „selbstverständlich“ nicht erlaubt, also kommen solche modernen Methoden aus den USA.

Was mit Ländern oder Gesellschaften passiert, die sich Veränderungen und dem Fortschritt verschließen, kann man in allerlei Geschichtsbüchern nachlesen.
So wie das Essen aus dem Supermarkt kommt, so kommt der Strom aus der Steckdose. Ein Glück ist der völlig hitzeunempfindlich.

Das Wetter ist schön, der Himmel ist blau, die Sonne scheint. Da freuen sich die Solarzellen, denn die laufen auf Hochtouren. Die machen allerdings bekanntlich nicht den Löwenanteil der sogenannten „erneuerbaren Energien“ aus, denn das sind die Windräder. Die aber stehen bei so schönem Wetter still. Kaum ein Lüftchen ist zu spüren, das die Windmühlenflügel antreiben könnte.

Woher also kommt der Strom im ach so energiesauberen Deutschland, wenn die Räder still stehen? Aus Kohlekraftwerken. Daher kann Deutschland auch die Klimaziele nicht erfüllen. Nicht, obwohl es so viele Windräder gibt, sondern wegen der vielen Windräder. Diesen Zusammenhang will von den Verantwortlichen niemand einsehen, und alle geben sich dem großen Traum hin, der doch längst wie eine Seifenblase platzte.

Nun stoßen die Kohlekraftwerke während der Hitzewelle auch an ihre Grenzen, weil deren Kühlwasser die Flüsse nicht weiter aufheizen darf. Die Stromproduktion löst dann ein Fischsterben aus. Ob das im Sinne des Erfinders ist?

Hitze und Abhängigkeit
Hitze und Abhängigkeit

Die Kraftwerksbetreiber erarbeiten für solche Fälle genaue Notfallpläne. In diesen berücksichtigt ist, dass Frachter wegen mangelnden Tiefgangs nicht so viel Kohle laden können wie normalerweise. Wenn die Pegel weiter sinken, ist es auch damit vorbei.

Die neue Parteivorsitzende der Grünen, Annalena Baerbrock, sagte, man könne Strom in den Leitungen speichern. Er sei dann einfach immer da. So ist es natürlich nicht. Er wird produziert und muss gleichzeitig verbraucht werden. Das ist das Tückische am Strom. Bliebe als einzige Alternative eigentlich nur noch der Atomstrom. Aber alle Atomkraftwerke sollen alsbald abgeschaltet werden.

Bei der nächsten Hitzewelle, vielleicht schon im nächsten Sommer, wird es ganz, ganz eng für Deutschland.

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