Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Hilfe für Nervenkranke

Hilfe für Nervenkranke

Der Verband Association for the Mentally Ill of Thailand (AMITH) erklärte, dass Depressionen nach Herzund Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Todesursache in Thailand seien. Angehörige von Familienmitgliedern, die möglicherweise von dieser Krankheit betroffen sind, sollen daher dafür sorgen, dass sie die richtige medizinische Behandlung erfahren.

Die Verbandsvorsitzende Nutjaree Sawangwan sagte, Zahlen zeigten, dass Patienten mit Depressionen, die nicht richtig medizinisch behandelt werden, daran sterben könnten. Sie gab an, dass eine von zehn Personen dem Risiko ausgesetzt sei, eine psychische Erkrankung zu bekommen, wobei das Risiko, dass man Depressionen bekomme sogar bei zwei von zehn Personen bestehe.

Die meisten Leute wüssten jedoch nichts über psychische Erkrankungen. Wenn sie unter Depressionen leiden, trauen sie sich häufig nicht, dies den Angehörigen zu sagen oder sich in medizinische Behandlung zu begeben. Daraus folge, dass diese Leute immer kranker werden.

Nutjaree meinte, einige Erkrankungen durch chemische Unausgeglichenheit im Gehirn hervorgerufen würden, die durch Medikamente und Behandlungen geheilt werden können.

Einige Erkrankte können nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilnehmen, weil die meisten Leute, die diese Erkrankung nicht verstehen, sich vor den Kranken fürchten. Einige Patienten können auch keinen Arbeitsplatz bekommen, selbst dann nicht, wenn sie als geheilt gelten.

Nutjaree berichtete von ihren Erfahrungen vor Ort. Wenn sie in ländliche Gebiete reiste, traf sie nicht selten Patienten an, die in Zimmer eingesperrt oder sogar angekettet waren, weil ihre Verwandten befürchteten, dass andere Dorfbewohner die Erkrankten necken oder ihnen sogar etwas antun, weil die Nachbarn gar nicht wüssten, womit sie es zu tun haben. Die Angehörigen hätten auch Angst, dass die Erkrankten Dritte womöglich verletzten.

Der Verband arbeitet mit staatlichen Einrichtungen zusammen, um die Öffentlichkeit besser über psychische Erkrankungen aufzuklären und zu erreichen, dass die Patienten „keine Ketten mehr tragen“ müssen. Dazu gehört, dass Familienangehörige für die richtige Therapie und medikamentöse Behandlung sorgen, damit sich der Zustand der Patienten verbessert und sie ein normales Leben führen können.

Psychische Erkrankungen können geheilt werden. Es handelt sich nicht um eine ansteckende Krankheit. Man muss keine Angst haben“, sagte Nutjaree.

Unterdessen sagte Künstler Cheewin „Boyd“ Kosiyabong, der vor zehn Jahren Depressionen bekam, dass psychische Erkrankungen etwas ganz Alltägliches seien.

Autorin Kaisri Wisuttipinaet, die eine bipolare Störung gehabt hatte, sagte, jugendliche Patienten, die eine psychische Erkrankung hatten, mussten die Schule verlassen oder von der Universität abgehen, weil Eltern und Lehrer nicht verstanden, weshalb sich die Teenager wegen ihrer Erkrankung anders verhielten.

Diese Jugendlichen könnten sehr einsam sein, weil sie sich nicht auf ihre Verwandten verlassen können, sagte sie.

Hier müsse für besseres Verständnis der Öffentlichkeit gesorgt werden.

Ähnliche Beiträge