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Fußballclub in Pattaya

Fußballclub in Pattaya

Mein 13 Jahre alter Stiefsohn kam zu Besuch. Da er gerne Fußball spielt, meldete seine Mutter ihn in einem Fußballverein an. Sie macht sich natürlich Hoffnungen, dass ihr Sohn einmal ein Fußballprofi wird. Als ich ihren Träumen einen Dämpfer verpasste, war ich natürlich wieder einmal der Böse: Was weiß schon der dumme Farang?

Der Fußballclub befindet sich irgendwo auf der Dark Side. Aus Neugier fuhr ich einmal mit, weil ich mir selbst ein Bild machen wollte.

Der mäßig talentierte Sohn geht zu allen Trainingsstunden des Sportclubs, die allerdings nur jeweils knapp drei Stunden am Samstag- und Sonntagnachmittag stattfinden. Die richtige Förderung für zukünftigte Weltklassefußballer?

Zunächst müssen die Kinder Kleidung kaufen. Zwei T-Shirts, zwei Fußballhosen und zwei Paar Stutzen für 1.500 Baht. Hinzu kommt eine monatliche Gebühr von 1.000 Baht. So viel ist das auf dem ersten Blick nicht. Aber so gut wie unerschwinglich für Eltern, die nur den Mindestlohn verdienen.

Auf dem Feld standen dann rund drei Dutzend Kinder und Jugendliche aller Altersklassen, ein Mädchen indischer Abstammung war auch dabei. Es erschien ein schwarzafrikanischer Trainer, der Übungen vormachte. Die angehenden Fußballer ahmten diese nach. Natürlich nur die Kinder, die der Trainer im Auge hatte. Was hinter seinem Rücken geschah, schien ihn nicht sonderlich zu interessieren.

Fußballclub in Pattaya

Es ließ sich später auch noch ein zweiter Trainer blicken, der augenscheinlich aus Thailand stammt. Die Trainer, wenn man sie so nennen will, nahmen alles nicht so genau. Den Zwergen wurden Liegestütze verordnet, bei denen einige den Hintern durchhängen ließen. Alles kein Problem …

Als das „Training“ beendet war, wurden mehrere Mannschaften gebildet, die gegeneinander antraten. Hauptsächlich waren Mütter zum Spektakel gekommen. Sie platzten fast vor Stolz, als sie ihre Kleinen auf dem Spielfeld herumrennen sahen. Nach gut zweieinhalb Stunden war alles vorbei.

Und dann eröffnete ich meiner Frau wie schon gesagt, dass ihr Sohn wohl kein Fußballprofi werden wird. Nach Ende der Schmollphase räumte sie sogar ein, dass ich vermutlich Recht habe. Er ist im Grunde schon zu alt und sollte weitaus häufiger trainieren als nur am Wochenende.

Klaus Altmeister, Pattaya

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