Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Finstere Wetteraussichten

Finstere Wetteraussichten

Starke Regenfälle außerhalb der Regenzeit haben Bangkok in diesem Jahr immer wieder heimgesucht. Die Einwohner sind besorgt. Wird es schlimmere Stürme geben, wenn denn die globalen Temperaturen ansteigen?

Wetterexperten sagen, die meisten Leute ahnen, dass es eine Änderung des Klimas geben könnte, aber sie müssen erst noch ihren Lebensstil anpassen.

Seit Neujahr regnete es in der Hauptstadt und auch anderen Regionen Thailands ungewöhnlich heftig und häufig. Im Grunde ist es überhaupt ungewöhnlich, wenn es vor Mai oder Juni regnet. Teilweise kam es auch zu Überschwemmungen.

Die Meteorologen und Behörden der Wasserwirtschaft müssen sich Beschwerden von Mitbürgern anhören, die um Hilfe baten, trotz der Regenfälle mit ihrem täglichen Leben weitermachen zu können. Dies ging wegen der Überschwemmungen aber nicht so einfach.

Über die Monate waren die sozialen Netzwerke voller Geschichten und Fotos von Bürgern, die von überfluteten Häusern, geschlossenen Schulen und in Fluten versunkenen Autos handelten. Der Weg zur Arbeit war nur mit Hindernissen zu bewältigen. In einem war sich die Öffentlichkeit jedenfalls einig: Normal ist das nicht.

Das Meteorologische Institut bestätigte dies und veröffentlichte kürzlich einen Bericht über die Regenfälle im Januar und Februar in Bangkok. Die Niederschläge waren in den beiden Monaten um 886 bzw. 114 Prozent höher als im 30-Jahres-Mittel. Im Januar waren es 131,2 mm und im Februar 48,7 mm. Das 30-Jahres-Mittel beträgt 13,2 mm und 20 mm. Gegensätzlicher könnten die Werte kaum sein.

Ein Wetterexperte im Meteorologischen Institut, der anonym bleiben wollte, erklärte die starken Regenfälle mit der Madden-Julian-Oszilation (MJO), einer Schwankung im tropischen Wetter. Sie kommt in Gebieten entlang des Äquators von Afrika bis zum Indischen und Pazifischen Ozean vor. Die Schwankungen führen zu starken Regenfällen unter Einfluss von La Nina – dem Gegenstück zu El Nino. Auf El Nino, einem besonders trockenen Jahr in thailändischen Gefilden, folgt auch immer La Nina, die besonders regenreich daher kommt.

Es ist ganz klar, dass die heftigen Regenfälle seit Anfang des Jahres durch den MJO-Einfluss hervorgerufen wurden“, sagte der anonyme Wetterexperte. „Ungewöhnlich ist, dass auch das Wetterphänomen La Nina hinzukam. Normalerweise hat MJO nicht viel Kraft, wenn La Nina sehr stark ist.“ Im Januar und Februar sei La Nina schwach gewesen. Der Experte prognostizierte bis Ende der Regenzeit Regenfälle leicht über dem Durchschnitt.

Eine Dürre soll es in der diesjährigen Trockenzeit nicht geben, prognostizierte die Bewässerungsbehörde. Es sei genug Wasser in den Staudämmen und Reservoirs.

Der Wetterexperte fügte hinzu, MJO habe in der Vergangenheit mehrmals starke Regenfälle ausgelöst. Dafür machte er steigende Globaltemperaturen verantwortlich.

Die thailändische Regierung hat einen Masterplan ausgearbeitet, der bis 2050 läuft und sich mit der Anpassung an die Auswirkungen der Klimaänderung beschäftigt.

Phirun Saiyasitpanich von der Behörde für Bodenschätze und Umweltschutz (ONEP) sagte, der Plan beziehe sich auf eine Projektion von Temperaturen und Regenmengen in den nächsten 40 Jahren.

Demnach würde die Regenmenge nur leicht ansteigen, aber die Muster der Regenfälle veränderten sich. Es werde in kürzeren Zeiträumen stärkere Regenfälle geben.

Unterdessen wird laut Bericht erwartet, dass die Temperatur in den nächsten 20 Jahren um zwischen 0,5 bis 1,5 Grad Celsius ansteigt und nach 2036 um zwei oder zweieinhalb Grad.

Geraten Sie bitte nicht in Panik“, drängte der Wetterexperte. „Das Szenario ist nur eine Prognose, und wir müssen einen effektiven Plan entwickeln, wie wir mit der Klimaänderung umgehen.

Phirun sagte, ONEP plane ein Pilotprojekt in Bezug auf die Anpassung an die Klimaänderung, und zwar in Chiang Rai, Udon Thani und in sechs Provinzen an der Andamanen-See sowie dem Chao-Phraya-Becken.

Es wurden Gebiete mit unterschiedlichen Problemen ausgesucht, die durch die Klimaänderung entstanden.
Am Chao Phraya River sollen Farmer lernen, wie sie sich auf starke Überschwemmungen einstellen sollen, ein Problem, das in den letzten Jahren akut geworden ist. Der Plan sieht vor, auf wasserfesten Reis umzuschwenken oder ganz andere Nutzpflanzen anzubauen.

Phirun sagte, man werde den Plan den ortsansässigen Farmern näher bringen und sehen, wie die Rückmeldungen aussehen.

Beitragsquelle : https://www.bangkokpost.com/news/special-reports/1421899/is-the-capitals-weather-forecast-soaked-in-gloom-

Ähnliche Beiträge