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Faszination U-Boot

Faszination U-Boot

Heute tauchen wir im HALLO-Magazin unter. Mit einem U-Boot versteht sich. Die Faszination an U-Booten ist ungebrochen. Spielfilme wie „Das Boot“ brachen damals alle Rekorde, obwohl stundenlang nur eintönige Bordszenen zu sehen und das Ende tragisch war.

Unterseeboote werden im zivilen Bereich eher selten eingesetzt, wie zum Beispiel bei Forschungen in der Tiefsee, speziellen Bergungsarbeiten oder als Touristenattraktion bei Unterwasser-Shows.

Ganz anders sieht es das Militär, zwar wurden am Anfang die U-Boote nicht richtig ernst genommen, aber spätestens als die deutsche kaiserliche Kriegsmarine am 21. September 1914 drei englische Panzerkreuzer versenkte, änderte sich die Einstellung.

Alles begann bereits 1515

Man kann es fast nicht glauben, der genialste Italiener aller Zeiten, Leonardo da Vinci, hat schon im Jahre 1515 ein Tauchboot konstruiert und bis heute erhaltene Pläne gezeichnet. Ob damit ganz mutige auch untergetaucht sind, ist nicht überliefert. Anno 1620 hat ein Niederländer namens Drebbel in England ein Unterwasser-Ruderboot mit Schnorchel vorgestellt. Das Ding war mit Leder überzogen und hat, wen wundert’s, niemanden überzeugt, die Tauchtiefe betrug satte 3,60 Meter.

Mit seinem kugelförmigen U-Boot „Turtle“ brachte der amerikanische Erfinder Daniel Bushnell die Entwicklung ein wesentliches Stück voran. Sein Einmann-Gefährt wurde nicht, wie bis dahin bei U-Boot-Versuchen üblich, mit Riemen oder Besegelung bewegt, sondern mit einem über Handkurbel betriebenen Schraubenpropeller. „Turtle“ wurde 1776 als Militärfahrzeug für die amerikanischen Unabhängigkeitstruppen gebaut. Ziel war es, mit dem hölzernen U-Boot unbemerkt Sprengladungen an britischen, vor Anker liegenden, Kriegsschiffen anzubringen. „Turtle“ wurde zwar 1776 im New Yorker Hafengebiet eingesetzt, allerdings erfolglos.

Ebenfalls erfolglos wurde 1850 in der Kieler Förde der schleswig-holsteinische, von Wilhelm Bauer entwickelte, „Brandtaucher“ gegen dänische Kriegsschiffe eingesetzt. Vierzehn Jahre später gelang erstmals das Versenken eines Kriegsschiffes durch ein U-Boot. Das 12 Meter lange Klein-U-Boot „CSS Hunley“ der Südstaaten-Marine brachte am 17. Februar 1864 während des amerikanischen Bürgerkriegs vor Charleston mittels Sprengladung die Korvette „USS Housatanic“ zum Sinken. Das muskelbetriebene U-Boot wurde mit seiner achtköpfigen Besatzung durch feindliches Feuer ebenfalls versenkt.

Moderne“ U-Boote ab 1900

Erst am Ende des 19. Jahrhunderts begannen sich die Marine-Planer der großen Seenationen im Zusammenhang mit den Fortschritten auf den Gebieten des Schiffbaus und der Antriebstechnik systematisch mit der Entwicklung von seegängigen U-Booten zu beschäftigen. Als erste U-Boote im modernen Sinn gelten die 1900 von der französischen Marine in Dienst gestellte „Narval“ und die im selben Jahr von der US Navy übernommene „S1“.

Narval“ hatte einen Dampfantrieb, der die Akkus eines für Unterwasserfahrt konzipierten Elektromotors auflud. Das von John P. Holland konstruierte Boot „S1“ wurde dagegen durch einen Petroleummotor angetrieben.

In Deutschland wurde nach intensiven Versuchen mit „U 1“ im Jahre 1906 das erste U-Boot von der kaiserlichen Marine in Dienst gestellt. Waren die ersten deutschen U-Boote noch mit Petroleum betrieben, so wurde ab dem fünften Boot ausschließlich Dieselantrieb verwendet. In den Anfangsjahren des Zweiten Weltkriegs erwiesen sich die U-Boote, namentlich die U-Boote der deutschen Kriegsmarine, als hocheffiziente Angriffswaffen, die insbesondere die alliierte Versorgung über See zeitweise ernsthaft gefährdete.

Durch massive Gegenmaßnahmen, vor allem durch den Einsatz neuer Ortungstechnologien wie Asdic und Radar, gelang es den Alliierten schließlich, die Geleitzugschlachten für sich zu entscheiden und die deutsche U-Boot-Waffe weitgehend auszuschalten. Daran konnten auch technische Innovationen wie die unter Wasser sehr schnellen deutschen „Elektroboote“ nichts mehr ändern. Von 1936 an baute die deutsche Kriegsmarine ihren U-Boot-Bestand kontinuierlich aus, bei Kriegsantritt 1939 hatte sie allerdings erst 57 Boote, die bis Kriegsende auf mehr als 1.000 anwuchs.

Der Großteil, der im Zweiten Weltkrieg rund 780 versenkten deutschen U-Boote mit knapp 27.000 getöteten Besatzungsmitgliedern, ging nach Mai 1943 verloren. Bis zur Kapitulation im Mai 1945 versenkten deutsche U-Boote rund 2.800 alliierte Handelsschiffe mit insgesamt 15 Millionen Bruttoregistertonnen.

Bundesmarine auf hohem Niveau ausgerüstet

Die Boote der Bundesmarine stehen in bester Tradition und sind technisch auf Top Level. Bereits vor Jahren durchbrach „U24“, ein deutsches U-Boot des – mittlerweile veralteten – Typs 206 A, bei einer Übung in der Karibik die Verteidigung des US-Trägers „Enterprise“ und simulierte den Abschuss eines Torpedofächers. Der US-Admiral soll außer sich gewesen sein, als man ihm die Fotos durch das deutsche Sehrohr zeigte.

Ein anderes U-Boot des gleichen Typs hat ein US-Jagd-U-Boot der „Los-Angeles“-Klasse in geringer Distanz mehrmals umrundet, ohne dass die Amerikaner es entdeckten. Zeugen berichteten, dass den US-Offizieren, die sich an Bord des deutschen Bootes befanden, „Schweißtropfen auf der Stirn“ standen. Kernstück der aktuellen deutschen U-Boot-Technologie ist eine Brennstoffzellenanlage, die unabhängig von der Außenluft Strom liefern kann.

Aufgetaucht treibt ein Dieselaggregat das Boot an und erreicht 12 Knoten. Unter Wasser erreichen sie bis zu 20 Knoten. Da ist sie wieder, meine Brennstoffzelle aus HALLO-August. Ich tauche nun ab, und wie immer alles Gute.

herby

 

 

 

 

Euer Herby

 

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