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Fast Food

Fast Food

Essen Sie gerne schnell? Benutzen Sie gerne die Finger zum Essen? Mögen Sie es, aus Pappschachteln mit miserablen Plastikgabeln zu futtern? Wenn Sie dies alles mögen, sind Sie ein Fast-Food-Freak!
Sehen Sie es mir nach, ich kann diesen Artikel nicht objektiv schreiben. Jeder hat seine eigenen Vorlieben, ich mache da keine Ausnahme. Auch ich gehe ab und an zu McDonald’s, KFC oder Burger King. Wenn ich durch die thailändische Provinz fahre oder einfach die Autobahn nach Südthailand nehme, bin ich oft froh, wenn an einer Tankstelle der KFC-Onkel mit der Hühnerkeule winkt. Ich kann eben nicht immer die überzuckerte und oft höllisch scharfe thailändische Straßenküche ab.

Was sofort auffällt, sind die riesigen Burger (Fleischklops zwischen zwei Brötchenscheiben) mit Salatblatt und anderen Beilagen). Saftig, groß und voller gesunder Zutaten. Mit mannigfaltiger Spezifizierung, vom „Zinger Burger“ (besonders scharf) bis zum Doppel-Whopper, alles sieht groß und lecker aus.

Die Preise werden mit wenigen Baht angepriesen, der große Hunger wird richtig schön. Die Ernüchterung kommt beim Bezahlen und erst recht, wenn aus den Papiertüten der große Doppel-Whopper hüpft. Wo ist der saftige große Hungerstiller? Auf dem Tablett liegt ein mageres, recht dünnes Etwas, das man nur mit viel Humor als Burger bezeichnen kann. Flach und zusammengepappt, mit Pressfleisch, und beim Cheeseburger mit einer Scheibe Billigkäse belegt. Auch die Hühnergilde kommt da nicht besser weg, der Zinger ist ein mit Paprika eingeriebener Mini-Hühnerschlegel. Man fragt sich unwillkürlich, wo ist das Geheimrezept, das in den 50er Jahren erfunden wurde. Aus zerfasertem Hühnerfleisch, das sonst oft in die Tonne käme, wird ein goldenes Nugget gepresst, welches mit verschiedenen Tunken verspeist werden kann.

Tatsache ist auch, dass die Schnäppchen recht teuer werden können, wenn man zu den Combos greift, also zu einer Menü-Zusammenstellung mit einem Erfrischungsgetränk. Dieses Getränk kommt übrigens in aller Regel aus einem Automaten, der Wasser, Konzentrat und Kohlensäure zu eben diesem Getränk aufbereitet. Wenn diese Automaten nicht optimal gewartet werden, ist der Geschmack eher gewöhnungsbedürftig. Aber man muss ja nicht lange leiden, es wird ja sehr viel Eis mitgemischt.

So jetzt genug gemeckert. Ich gehe ja auch manchmal da essen, und ich vergesse auch oft, die Hände vorher zu waschen. Pfui! McDonald’s ist ja nicht so groß geworden, weil es dort nur schlecht ist. Jeder muss aus dem großen Angebot seinen Liebling herausfiltern.

Bei KFC gibt es auch gute Hühnerteile und Burger King ist für mich sowieso der beste – allerdings auch der teuerste – dieser Läden. Es wäre jetzt müßig, alle Fast-Footer aufzuzählen, letztlich haben alle „Burger“ im Angebot.

Aber wo sind sie nur geblieben, die guten alten Bratwurstbuden? Wirklich alle durch Döner und schleimige Wan-Tan-Suppen verdrängt? Warum macht jeder Einwanderer eine Bar auf? Probiert es doch mal mit einer Wurstbude! Ich würde da gerne hingehen.

Aber da gibt es noch mehr Schnelles zum Essen. Jeder kennt die Theken im Foodland-Supermarkt. Man kann unter einer guten Auswahl aussuchen, es geht schnell und die Preise sind okay! Oder die Superlative, in den Central Food Halls gibt es Futtertheken, die nur als genial bezeichnet werden können. Unter der Regie eines echten Franken, der selber sehr gerne isst, wurden kulinarische Tempel geschaffen, die keine Wünsche offen lassen. Sie suchen Ihre Speisen aus einer gigantischen Auswahl aus, es wird serviert und frisch zubereitet, selbstverständlich können alle Produkte aus der Food Hall mit an den Platz genommen werden. Die Preise sind niedrig, die Qualität auf Topp-Restaurant-Niveau! Dafür sorgen richtige Köche! Auf jeden Fall einen Besuch wert.

Aber lassen Sie mich nochmals auf den Begriff „Fast Food“ eingehen, offiziell wird das so beschrieben: Fast Food ist eine Form der Nahrungszubereitung und -darreichung, bei der Rationalität und Funktionalität der Nahrungszubereitung bzw. -aufnahme im Vordergrund stehen und auf traditionelle Essenssitten weitgehend verzichtet wird.

Aha, wie bereits vermutet, es geht um schnellen Profit. Keiner soll länger als nötig auf seine Nahrung warten müssen, aber auch nicht länger als nötig einen Platz belegen. Aber weiter: Fast Food wird selten in der herkömmlichen Gastronomie, häufiger an Theken oder im Straßenverkauf, in Schnellrestaurants oder teilweise per Lieferservice angeboten. Die Speisen werden einerseits schnell zubereitet und andererseits oft schnell verzehrt, bisweilen auch unterwegs im Gehen oder Stehen. In manchen Fällen bieten Drive-ins den Verkauf der Produkte über spezielle Schalter für Autofahrer an. Typische Gerichte sind Brat-, Brüh- oder Currywürste, Chicken Wings, Hotdogs, Fish and Chips, Hamburger, Pommes frites, Pizzen, Döner Kebab und Sandwiches.

Also ist meine Bratwurst auch Fast Food und die Bude selbst so etwas wie ein Drive-in … Sehr ärgerlich. Aber es kommt noch dicker, Vorläufer der modernen mobilen Esskultur lassen sich im 19. Jahrhundert ausmachen, als aus Russland heimgekehrte napoleonische Soldaten in Frankreich gewisse Schnellrestaurants mit dem Lehnwort Bistro (vom russischen „bystro“ = schnell) versahen.
Jetzt machen sie aus unseren Bistros also auch noch Junkfood-Buden. Und zum Abschluss noch die Feststellung: Fast-Food-Produkte weisen oft einen hohen Fettanteil auf und sind stark salzig oder süß, was deren Geschmack verstärkt und die Speisen besonders attraktiv erscheinen lässt. In Imbissbuden werden oft Speisen zum Aufwärmen frittiert, die in der klassischen Gastronomie gebraten oder gekocht werden. Diese Art der Zubereitung macht die Produkte kalorienreicher.

So, jetzt reicht es mir für diesmal, ich haue mir jetzt ein paar Buletten in die Pfanne, trinke eine oder besser zwei Halbe dazu und bin gesund satt!
Bis zum nächsten Mal.

Falls ihr mir schreiben wollt: Email an Herby

Euer Herby

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