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EU-Importe fördern die illegale Regenwaldabholzung

EU-Importe fördern die illegale Regenwaldabholzung

Alle zwei Minuten wird Regenwald in der Größe eines Fußballfeldes illegal gerodet. Einer der Gründe sind Importe nach Europa wie Leder, Palmöl, Rindfleisch und Soja.

Die Europäische Union, und damit auch Deutschland, führte 2012 Waren im Wert von etwa sechs Milliarden Euro ein, die auf einem Gebiet erzeugt wurden, das illegal abgeholzt wurde. Das wurde in einer Studie der Umweltschutzorganisation Fern festgestellt. Der Wert der Güter beträgt laut Autoren der Studie etwa ein Viertel der gehandelten Menge weltweit.

Um diese Menge zu erreichen, wird seit 2000 alle zwei Minuten durchschnittlich Regenwald in der Größe eines Fußballfeldes abgeholzt. Eines der Hauptzielländer in der Europäischen Union ist laut Bericht Deutschland, wobei es sich hier beim größten Teil der Waren um Palmöl und Soja handelt.

Weitere Länder auf der Liste sind Frankreich, Großbritannien, die Niederlande und Italien.

Der Verbrauch in der EU zerstöre nicht nur die Umwelt und trage zum Klimawandel bei, heißt es in der Studie. Da die Rodungen illegal seien, heizen sie auch Korruption an und führen zu Einkommensverlusten, Menschenrechtsverletzungen und Gewalt. Wer die Abholzung kritisiere, werde angegriffen, bedroht oder getötet.

Die meisten Produkte, deren Herstellung erst durch die Abholzung möglich ist, kommen nach dem Bericht aus Brasilien und Indonesien. Auf den weiteren Plätzen folgen Argentinien, Malaysia, Paraguay und Uruguay. Weitere Länder stünden bereits in den Startlöchern. Dazu gehören neben Laos, Kambodscha und Papua-Neuguinea in Asien auch mehrere afrikanische und lateinamerikanische Länder.

Zwar gibt es in der EU genaue Vorschriften, was den Import von Tropenholz betrifft. Hölzer, die aus illegaler Rodung stammen, dürfen in Europa nicht verkauft werden. Doch das nutzt nichts, weil inzwischen gerodet wird, um Platz für landwirtschaftliche und andere Produkte zu schaffen. Das solle die EU beim Handel mit den betroffenen Ländern unbedingt  berücksichtigen, sagt Fern.

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