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Englische Sprache, schwere Sprache

Englische Sprache, schwere Sprache

Es gibt im Englischen Wörter, die Deutsche im Grunde nie korrekt aussprechen können. Wer also der Meinung ist, dass Deutsch eine schwere Sprache ist, kann sich damit trösten, dass Englisch für einige Deutsche ebenfalls eine schwere Sprache ist – vor allem dann, wenn es um die Aussprache geht.

Wenn Deutsche mit der richtigen Aussprache von englischen Wörtern kämpfen, sich in Thailand befinden und mit Thais reden, die ebenfalls Probleme mit der korrekten Aussprache haben, dann kann das mitunter schon recht unterhaltsam werden.

Rural

Engländer und natürlich auch Thais dürften das deutsche „r“ sehr schwierig finden, und es bedarf vieler Versuche, es richtig auszusprechen. Umgekehrt ist es genauso. Das englische „r“ dürfte für viele eine Herausforderung darstellen, zumal bei „rural“ (ländlich) zwei „r“ so dicht hintereinander folgen. Das ist ein Wort, bei dem man sich gerne mal vor den Spiegel stellen kann, um die richtige Aussprache zu üben.

Squirrel

Eichhörnchen können auch nichts dafür, dass „squirrel“ offenbar eines der schwierigsten Wörter für Leute ist, die keine englischen Muttersprachler sind. In Foren gibt es unzählige Postings mit Diskussionen, wieso ausgerechnet dieses Wort so schwierig sein soll. Es ist aber so.

Eine Erklärung ist, dass einerseits das weiche „r“ für die Deutschen gewöhnungsbedürftig ist und andererseits, dass es die Kombination „squ“ im Deutschen nicht gibt, demnach eine weitere Hürde im selben Wort, die überwunden werden muss.

Umgekehrt ist es natürlich auch nicht einfach: Stellen Sie sich einen Engländer vor, der verzweifelt versucht, das Wort „Eichhörnchen“ korrekt auszusprechen.

Met und Mat

Im Deutschen gibt es ein kurzes und ein langes „a“. Klar und Bahn sind lange „a“, die kurzen findet man z.B. in Bank oder Mann. Und jetzt kommen die Engländer und haben Wörter wie met und mat.

Das kurze deutsche „a“ ist eine Mischung zwischen dem englischen kurzen „e“ und kurzen „a“, und wird von Deutschen oft benutzt, um Wörter wie met und mat gleich auszusprechen. Dabei hat „trafen“ mit „Matte“ überhaupt nichts zu tun, auch nicht von der Aussprache her, denn die beiden Wörter hören sich unterschiedlich an, wenn sie korrekt ausgesprochen werden.

Pleasure

Die Aussprache des „Zh“-Tons in Wörtern wie „pleasure“ ist für Deutsche oft sehr schwierig.
Das Resultat ist, dass sie das Wort aufdröseln und in der Mitte eine Pause machen. Das klingt dann eher wie „please-her“ als der typisch englische Zh-Ton.
Es scheint, dass „pleasure“ (Vergnügen) demnach ungeübten Rednern so überhaupt keinen Spaß macht.

Stimmlose Konsonanten

Im Deutschen gibt es so gut wie keine Wörter, in denen stimmlose Konsonanten vorkommen. Vielleicht greift hier auch die Faustregel für die deutsche Sprache: Man spricht es so, wie man es schreibt. Das stimmt fast immer.

Von dieser Regel ist das Englische weit entfernt, und daher ist es manchmal so schwierig. Ein Beispiel sind die stimmlosen Konsonanten.

Oft befinden sie sich am Ende eines Wortes wie bei „pub“. Engländer schlucken das „b“ ein wenig herunter, während ein Deutscher das „b“ klar und deutlich aussprechen wird, und zwar so, dass es sich beinahe wie ein „p“ anhört. „Pup“ statt „pub“ ist natürlich nicht richtig, und so wird man den Weg in die nächste Whisky-Bar vielleicht nicht finden.

Andere Beispiele sind Wörter wie „flowers“ oder „run“ („Blumen“ und „rennen“), in denen weder „s“ noch „n“ deutlich ausgesprochen werden. Das Gegenteil dieser Wörter ist „book“ (Buch), hier ist das „k“ bei der Aussprache besonders prägnant.

Tomb

Neben den stimmlosen Konsonanten gibt es im Englischen auch stumme Konsonanten. Wie oben ausgeführt, fällt Deutschen die Vorstellung schwer, dass im Englischen Buchstaben geschrieben werden, ohne diese auszusprechen.

Sprachlich Interessierte könnten das vielleicht seit dem Computerspiel Tomb Raider und den vielen sich anschließenden Verfilmungen wissen. Das Grab wird zwar „tomb“ geschrieben, aber wie „tum“ ausgesprochen.
Dann gibt es noch „lamb“, das ist das Lamm ohne „b“ oder „debt“, die Schulden ohne „b“, und auch „thumb“, der Daumen ohne „b“. Das „b“ hat es im Englischen wirklich schwer, wie man sieht und hört.

The

Zum Schluss darf natürlich das bei Deutschen besonders beliebte „th“ nicht fehlen. Spätestens hier trennt sich die Spreu vom Weizen. Das „th“ wird hier mal schnell durch ein „z“ ersetzt, durch ein „s“ oder sogar durch ein „d“.

Das alles klingt derartig Deutsch, dass es Anlass zu allerlei Satiren über die deutsche Aussprache gibt. Ein Engländer weiß sofort sofort, woher der Gesprächspartner stammt, wenn er „Somesing to sink“ sagt und „Something to think“ meint.

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