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Eintritt für Wat Pho wird bald 100 Prozent teurer

Eintritt für Wat Pho wird bald 100 Prozent teurer

Wat Pho, der berühmte Tempel in der Bangkoker Altstadt, ist bei ausländischen Touristen als Tempel des liegenden Buddhas (Temple of the Reclining Buddha) bekannt. Die Reisewebsite TripAdvisor bezeichnete den Tempel als eine der 20 wichtigsten Sehenswürdigkeiten der Welt: Wat Pho kam auf Rang 17. Damit befindet sich der Tempel in einer Gruppe mit Attraktionen wie der Chinesischen Mauer, der Oper in Sydney oder der Shwedagon Pagode in Rangun. Wat Pho ist laut TripAdvisor die wichtigste Sehenswürdigkeit in Thailand, die drittwichtigste in Asien.

Seinen englischen bzw. deutschen Namen erhielt der Tempel wegen der 46 Meter langen liegenden Buddhastatue.

Der stellvertretende Abt des Tempels, Phra Rat Pariyatimuni, berichtete, dass täglich bis zu 10.000 Reisende den Tempel besuchen, in der Hochsaison seien es etwa 15.000. Die meisten Besucher kommen aus China, Südkorea, Japan, Frankreich, Deutschland, England, den USA, Indien und Russland.

Die Eintrittsgebühr beträgt bis zum 31. Dezember 100 Baht. Damit verdient der Tempel pro Monat etwa 30 Millionen Baht.

Das scheint aber nicht genug zu sein: Ab 1. Januar wird die Eintrittsgebühr um 100 Prozent auf 200 Baht angehoben. Dann macht der Tempel zwei Millionen Baht pro Tag, also 60 Millionen Baht monatlich, weil nicht zu erwarten ist, dass sich Touristen durch die höhere Gebühr abschrecken lassen.

Bei dieser Summe handelt es sich lediglich um die Eintrittsgelder von Ausländern. Hinzu kommen noch die hohen Spenden durch thailändische Gläubige. Was macht der Tempel mit dem steuerfrei eingenommenen Geld?
Die meisten Tempel in Thailand verlangen keinen Eintritt, aber einige der größeren wollen von ausländischen Touristen eine Gebühr. (Thais müssen grundsätzlich nichts bezahlen, es handelt sich um eine religiöse Stätte.)

Es spielt keine Rolle, ob man ein Buddhist oder nicht. Ausländer ist Ausländer, und der wird zur Kasse gebeten.

Die Eintrittsgebühr im Wat Pho betrug wie bei anderen Tempeln in Bangkok früher einmal 50 Baht. Dann wurde beschlossen, die Summe auf 100 Baht zu verdoppeln, und jetzt wurde beschlossen, diese ab 1. Januar noch einmal auf 200 Baht zu verdoppeln.

Thais sind hiervon natürlich nicht betroffen, denn für sie ist der Eintritt immer noch frei. Das Argument hier lautet, dass Thais bei einem Tempelbesuch immer Geld spenden.

Gilt das auch für thailändische Christen, Moslems, Sikhs, Hindus? Wo bleibt die Gerechtigkeit, wenn ausländische Buddhisten zahlen müssen, einheimische Christen aber nicht?

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