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Ein trockenes Zuhause

Ein trockenes Zuhause

Bei einem neuen Projekt wird versucht, Obdachlosen ein Zuhause zu geben, damit sie ein neues Leben beginnen können.

Der Sanam Luang, der Königsplatz in Bangkok, wird häufig als Heimat von Obdachlosen angesehen, aber nur wenig ist darüber bekannt, dass viele Leute, die hier lebten, jetzt ein Dach über dem Kopf haben.

Ein trockenes Zuhause
Ein trockenes Zuhause

Kai, ein Mann der zehn Jahre lang auf dem Sanam Luang lebte, wohnt jetzt in einem eigenen Haus im Westen Bangkoks. Davon hat er noch nicht einmal zu träumen gewagt.

Der 51-Jährige berichtete, er schlafe jetzt nachts besser. Bei Regen muss er sich nicht mehr mit Plastiktüten bedecken oder in einer Telefonzelle Schutz suchen. Doch was Kai als eine „große Veränderung in seinem Leben“ bezeichnet, hat einen Preis. Er muss für sein neues Haus bezahlen, das von der Human Settlement Foundation in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit gebaut wurde.

Ziel des Projektes ist es, den zuvor Obdachlosen nicht nur Spendengelder oder Sozialhilfe zukommen zu lassen, sondern sie aktiv an einem Eingliederungsprozess zu beteiligen. Dazu gehört die Pflicht, für die Miete aufzukommen.

Wer in einem dieser Häuser wohnen will, die Grundstücke gehören der staatlichen Eisenbahngesellschaft SRT, muss pro Monat zwischen 400 und 700 Baht aufbringen. Laut Kai, der mit seiner Frau zusammenlebt, sei dies nicht zu viel. Beide arbeiten als Tagelöhner und finden immer Jobs, damit sie sich die Miete leisten können.

Freundliche Menschen stellen immer wieder irgendwo Lebensmittel bereit“, sagte Kai und bezog sich damit auf den Old Siam Shopping Complex, Wat Phichai Yat oder den Nationalen Rat für Sozialhilfe. Dort können die Armen morgens eine Mahlzeit einnehmen, die dann allerdings für den ganzen Tag reichen muss.

Was Arbeit betrifft, hat Kai nicht viele Möglichkeiten, denn er ging in seiner Heimatprovinz Saraburi nur zwei Jahre zur Schule. Er hatte einmal als Rikschafahrer gearbeitet und später in einer Fischsoßenfabrik.

Er versucht daher, Jobs als Tagelöhner zu bekommen oder sammelt Plastik- und Glasflaschen oder Altpapier.

Einen Geldregen gibt es für ihn, wenn auf dem Sanam Luang Festivals stattfinden. Dann sind viele weggeworfene Flaschen zu finden, während er gleichzeitig an Festivalbesucher Sitzmatten aus Plastik verkaufen kann.

Sehr wichtig sei, dass man ehrlich bleibt und sich nur mit rechtschaffenen Jobs über Wasser hält, sagte Onkel Dam, ein Sozialarbeiter, der Kai betreut. Er arbeitet im Obdachlosenzentrum Suwit Watnoo in Bangkok Noi. Das Zentrum ist nach dem Bürgerrechtsanwalt Suwit Watnoo benannt, dort leben 40 Familien, unter ihnen auch Kai und seine Frau.

Polizeigeneral Adul Sangsingkeo, Minister für soziale Entwicklung und menschliche Sicherheit, sagte, dass es auch in Chiang Mai ein entsprechendes Zentrum gebe.

Er hob hervor, wie wichtig es für arme Leute sei, Sparen zu lernen und ein Einkommen auf ehrliche Weise zu verdienen. Wenn sie es schaffen, sich auf diese Weise selbst zu helfen, dann werden sie nicht mehr lange obdachlos bleiben, sagte er.

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