Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Ein thailändischer Milchbetrieb

Ein thailändischer Milchbetrieb

Auch wenn wenig beachtet, fahren Besucher der Provinz Saraburi manchmal durchaus zu einem interessanten und sehenswerten Milchbetrieb.

Wenn es um den Bezirk Muak Lek in Saraburi oder den Bezirk Pak Chong in Nakhon Ratchasima geht, dann denken viele sofort an Wasserfälle, Farmen, Weinberge, Milch, Steak und Curry. Auch wenn sich viele Touristen auf Farmen in Privatbesitz oder in Freizeitparks in der Gegen umsehen, so wissen viele nichts von der ersten Milchfarm des Landes, obwohl sie für die Landwirtschaft und den Ökotourismus in Thailand tragend ist.

Die Farm befindet sich auf einem 2.700 Rai großen Grundstück zu beiden Seiten der Mittraphap Road. Das thai-dänische Milchfarm- und Lehrzentrum hat Besuchern viel zu bieten. Touristen können entscheiden, ob sie eine einstündige oder zweieinhalbstündige Tour machen wollen. Die Aktivitäten bestehen aus dem Besuch von Wiesen und Wäldern, dem Melken von Kühen und dem Füttern von Kälbern. Reiseleiter Saneh Phlaengchantuek sagte, die Farm sei eine Idee des thailändischen Königs und von König Friedrich IX. von Dänemark gewesen, nachdem der thailändische König und die Königin in den 1960er Jahren Dänemark besucht hatten.

Am 16. Januar 1962 weihten der thailändische und dänische König die Milchfarm ein. 1971 wurden Farm und Lehrzentrum ein Staatsunternehmen unter Aufsicht des Landwirtschaftsministeriums.
Zuerst importierte und züchtete die Farm rote dänische Kühe, die rotbraun sind. Thais nannten sie daher „wua daeng“, rote Kühe. Jede Kuh gibt pro Tag sieben bis acht Kilogramm Milch. Zurzeit gibt es auf der Farm über 400 Jersey-Kühe, die 15 Kilo Milch pro Tag geben. Unser Champion gibt sogar 52 Kilo Milch pro Tag“, sagte Reiseleiter Saneh.

Es gab einmal eine Zeit als über 2.000 Kühe auf der Farm waren – das war, als sie der einzige Milchbetrieb in Thailand waren. Später wurden Farmer vor Ort geschult, um selbst Milchbetriebe zu führen. Die Meierei kauft die Milch dieser Farmer auf und verarbeitet sie weiter, während sie selbst auch Milch produziert.
Zurzeit kauft der Milchbetrieb 600 Tonnen Rohmilch der 2.800 Tonnen Milch, die im ganzen Land produziert werden. Das sind allerdings nur 48 Prozent der Nachfrage. Viele Milchfabriken müssen daher Milchpulver importieren, um Milchprodukte herzustellen. Die Milch dieser Meierei ist allerdings immer frisch und wird unter dem Markennamen Thai-Denmark Milk verkauft.

Die Meierei hat für den Milchbetrieb eine hervorragende Lage. Sie liegt in einer von Bergen umschlossenen Ebene, es gibt viel Wasser und gutes Wetter. Die Farm liegt etwa 200 Meter über dem Meeresspiegel. Der Boden ist fruchtbar, pro Jahr beträgt die Regenmenge zwischen 1.000 und 1.100 mm. Die Durchschnittstemperatur beträgt hier 26 Grad Celsius.

Nach der Einführung stieg unsere Gruppe in eine Farmbahn. Nur ein paar Minuten später gelangten wir zu einem großen Fels, auf dem Meeresfossilien zu sehen sind. Der Stein soll etwa 250 Millionen Jahre alt sein. Das beweist, dass das Gebiet einst unter dem Meeresspiegel lag. Auf der linken Seite der Strecke befindet sich eine Gemüsefarm, die biologischen Anbau betreibt, während auf den Hügeln auf der rechten Seite unterschiedliche Kräuter gedeihen.
Der nächste Halt für uns ist eine Wiese, die sich über 1.000 Rai erstreckt. Sie ist bei Produzenten sehr beliebt, die Filme und TV-Serien drehen, insbesondere wenn es um Liebesgeschichten geht.
Die Grasfläche macht etwa 6.000 Tonnen aus, die von den Kühen gefressen werden. Was übrig bleibt, kommt in Silos und wird zu Heu verarbeitet.
Danach führt die Tour zu einem Aussichtspunkt, der höchstgelegene Ort auf der Farm. Von dort aus ist eine der Molkereien der Farm zu sehen.
Danach ging es durch einen Wald mit burmesischem Palisanderholz. Hier gibt es 10.000 Bäume, die auf natürliche Weise gewachsen sind. Er soll einer der größten Wälder dieser Art im Land sein. Manche Stämme sind so dick, dass man drei Leute benötigt, um den Stamm mit ihren Armen umschließen zu können. Der Milchbetrieb versucht sein Bestes, die Bäume zu konservieren. Jedes Jahr kommen Beamte des Forstamtes und sammeln Samen, damit die Bäume auch an anderen Stellen gepflanzt werden können.
Da sich der Wald in Thailand befindet, ist er natürlich vor Abholzung nicht sicher, denn der Reiseleiter berichtete, dass er bald einer geplanten Straße weichen müsse.

Nach dem Besuch eines Baches geht es schließlich zum Höhepunkt des Tages: Eine Molkerei, in der Kühe gemolken und Kälber gefüttert werden können. Anschließend können Besucher sich an einer Cowboy-Show erfreuen, ein Lasso werfen und einen kleinen Zoo besuchen, in dem es unter anderem Schafe, Ziegen, Kamele und Strauße zu sehen gibt. Dann – natürlich – bleibt Zeit, Milch und Joghurt für sich selbst, Familie und Freunde zu kaufen.
Die Gebühr für die einstündige Tour beträgt 120 Baht für Erwachsene, 100 Baht für Studenten und 70 Baht für Schüler und Kinder. Die zweieinhalbstündige Tour kostet 150 bzw. 130 oder 100 Baht.

Beitragsquelle : http://www.bangkokpost.com/travel/in-thailand/696764/a-dairy-farm-diary

Ähnliche Beiträge