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Ein Segeltörn macht Spaß und ist sehr anstrengend

Ein Segeltörn macht Spaß und ist sehr anstrengend

Story Highlights

Weit, weit weg, bildet die Welle eine Schaumkrone. Das bedeutet, dass nicht nur die Welle, sondern auch der Wind kommt. Schließlich ist er da. Er verfängt sich im Segel, die Seile straffen sich, das Boot lehnt sich zur Seite und kreuzt vorwärts gegen den Wind. Ein loses Segel flattert. Der Kapitän bellt einen Befehl. Die Besatzung springt und holt Seile ein. Wieder kommt eine Windböe und drückt das Boot vorwärts. Es neigt sich derartig stark auf die Seite, dass Wasser an der Backbordseite ins Boot läuft. Ich klettere zur Steuerbordseite und lasse die Beine über den Wellen schweben, während natürliche Kräfte das Boot weiterbefördern.
Weil sich das Boot so stark neigt, könnte es gefährlich sein, aber meine Ängste werden schnell vertrieben. „Das Boot wird nicht kentern. Es hat einen Kiel, der etwa zwei Tonnen wiegt. Der hilft, das Boot auszubalancieren, wenn es Schlagseite hat“ erklärt Kapitän Wutthichai Chanmoon.
Unter der hellen Sonne kreuzen wir gegen den starken Wind, der unser Boot durch die hohen Wellen drückt. Die Mannschaft ist beschäftigt, aber sie ist begeistert, weil ihr Boot so schnell über das Wasser gleitet. Das Boot, an dessen Bord ich mich befinde, kreuzt inmitten anderer, die ähnlich aussehen. Große Segel breiteten sich über das Meer aus, wir segeln gemeinsam in dieselbe Richtung.

Lange Zeit konnten Segelboote nur mit dem Wind fahren. Jetzt fand ich heraus, dass man in jede Richtung segeln kann, also auch gegen den Wind kreuzen. Wenn das Boot 90 Grad zum Wind steht, dann ist es am schnellsten. Wenn der Wind genau von hinten bläst, ist es am langsamsten. Wir lassen das geschäftige Pattaya hinter uns, segeln südlich in die Nähe des Fischerdorfes Bang Sare.

Später fordert der Kapitän mich auf, mich bereit zu machen.

„Wenn ich wende, ziehe den Kopf ein und setze dich auf die andere Seite. Bist du bereit?“
Er wendet das Boot und der Ausleger schwingt über meinen Kopf, weil der Wind aus anderer Richtung kommt. Ich ducke mich und gehe zur anderen Seite des Bootes, wo ich der Besatzung etwas helfe. Das Boot segelt jetzt etwa 45 Grad in den Wind und fährt im Zickzack unserem Ziel entgegen. Nach ungefähr einer Stunde erreichen wir einen Felsen, der den Wind abblockt. Unser Boot wird langsamer und dümpelt in einer ruhigen Bucht vor sich hin. Platu-Segelboote, mit so einem fahren wir, sind nach einer Makrele, einem kleinen, in Thailand gern gegessenen Fisch benannt. Die Boote sind rund 7,50 Meter lang, und wurden vom Yacht-Designer Bruce Farr entworfen. Sie sind speziell für die Gewässer im Golf von Thailand ausgelegt. Das Design erlaubt unerfahrenen Besatzungen das Segeln zu lernen, aber man braucht schon viel Übung und Erfahrung, um bei hoher Geschwindigkeit Schritt halten zu können.

Für ein Platu-Boot werden fünf Besatzungsmitglieder benötigt. Da es sich um meinen ersten Segeltörn handelt, bin ich etwas ungeschickt, daher müssen andere für mich einspringen. Wir hatten viel zu tun und sind erschöpft, aber alles in allem war es eine tolle Erfahrung. Auf dem Rückweg segelt das Boot mit dem Wind und fährt relativ langsam auf der stillen See. Es gibt keine großen Wellen, das Boot neigt sich nicht. Es ist ein wenig langweilig, und ich fühle mich wie ein Fisch, der auf Deck in der Sonne trocknet. Es gibt Segler, die bei diesen Gelegenheiten einen Spinnaker benutzen, ein Segel, das wie ein Fallschirm aussieht. Der Schirm füllt sich mit Wind und zieht das Boot schneller über das Meer. Auf diesem befinden sich jetzt viele Boote mit bunten Segeln.

Peerawat Jariyasombat

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