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E-Autos der Deutschen Post gehen in Flammen auf

E-Autos der Deutschen Post gehen in Flammen auf

Wir hatten erst kürzlich über die E-Autos der Deutschen Post berichtet, die vor allem die Schwäche zeigten, dass sich die Batterie sehr schnell entlädt. Im Winter mussten die Postler ohne Heizung fahren, wenn sie überhaupt irgendwo ankommen wollten.
Nun tat sich eine sehr viel schwerwiegendere Gefahr auf: Batterien entluden sich nicht sehr schnell, sondern stellten eine potentielle Brandgefahr dar. Vorsichtshalber zog die Post daraufhin alle Elektromobile vom Typ Streetscooter L aus dem Verkehr. Die Briefzusteller und Paketboten dürfen jetzt wieder mit erprobter und gut funktionierender Technik fahren: Dem Fahrzeug mit Verbrennungsmotor.
Die betroffenen Streetscooter sind brandneu, nämlich Baujahr 2018. Dennoch wurden diese als brandgefährdet eingestuft. Die Post hat insgesamt mehr als 9.000 Streetscooter. Rund 500 des besonders brandgefährdeten Typs dürfen nicht mehr fahren.
Die Brandgefahr wurde festgestellt, weil es schon zweimal ein Feuer gegeben hat. Jeweils waren diese durch die Batterie ausgelöst worden. Beide Vorfälle ereigneten sich kurz hintereinander in einem Abstand von nur knapp zwei Wochen.
Zunächst war den Fahrern geraten worden, die Fahrzeuge eingeschränkt zu nutzen und nur für Fahrten einzusetzen, die unbedingt nötig waren. Sollte ihnen etwas Merkwürdiges auffallen, sollten sie die Flucht ergreifen. Im Amtsdeutsch der Post ist das etwas milder formuliert mit „vom Fahrzeug unverzüglich entfernen“.
China hat ähnliche Probleme mit E-Autos. Sie werden staatlich gefördert, und aus deutscher Sicht heißt es, dass uns die Chinesen in Bezug auf die E-Autos weit voraus sind. In China dagegen sieht man die Sache etwas anders.
Da wünschen sich die Autokäufer eher, dass sie besser einen Verbrenner gekauft hätten. Bei einer Umfrage sagten 70 Prozent der chinesischen Käufer aus, sie bedauerten, ein Auto gekauft zu haben, das mit alternativen Energien angetrieben wird. Meist handelt es sich hier um E-Autos.
2018 wurden 1,256 Millionen E-Autos in China verkauft. Das waren 62 Prozent mehr als 2017. Das ist über die Hälfte aller E-Autos, die in der ganzen Welt verkauft wurden.
Ebenfalls 2018 mussten allerdings 135.700 dieser Fahrzeuge wegen Mängeln zurückgerufen werden. Das sind über zehn Prozent. Bis Ende März 2019 waren es schon fast 23.500 Fahrzeuge.
Das größte Problem sind auch hier die Batterien. Einige funktionieren nicht so, wie angepriesen. Andere werden zu schnell leer und wieder andere werden gefährlich heiß.  2018 brannten daher 40 Fahrzeuge in China.
Was Deutschland betrifft, so sollen 2030 24 Millionen Elektroautos auf den Straßen fahren. Das wäre etwa die Hälfte aller Fahrzeuge. Schaffen das die Deutschen? Wenn ab sofort alle E-Autos kaufen, dann vielleicht. Wiederum stellt sich die Frage, woher der Strom für all diese Autos kommen soll, wenn doch in den nächsten Jahren alle Atomkraftwerke und spätestens 2030 alle Kohlekraftwerke abgeschaltet werden.
Davon abgesehen kann nicht oft genug darauf hingewiesen werden, wie brandgefährlich E-Autos sind. Denn was in China passiert, ist in größerem Umfang in Spanien geschehen. Allerdings nicht mit Autos, sondern mit Elektro-Motorrädern.
Auf dem Circuito de Jerez wurden Testfahrten mit diesen E-Bikes zur Vorbereitung auf die Elektro-Motorrad-Weltmeisterschaft absolviert. Doch diese Weltmeisterschaft wurde abgesagt, weil die Geräte allesamt verbrannt sind.
Die Motorradfahrer testeten ihre E-Bikes auf der Teststrecke und schlossen ihre Motorräder nachts an Ladestationen an. Alle Bikes standen dann nachts in einer Halle, um sie für weitere Testfahrten am nächsten Tag aufzuladen.
Um Mitternacht brach bei einer Ladestation Feuer aus. Es griff schnell auf alle 18 Elektro-Motorräder über. Nicht nur sie brannten ab, es wurde alles komplett zerstört. Ersatzteile, Werkzeuge, einfach alles.
Vier Leute waren zur Bewachung eingeteilt, doch sie konnten nichts ausrichten. – Löschversuche scheiterten, denn wenn die Lithium-Ionen-Batterien einmal brennen, dann kann diesen Brand nichts mehr aufhalten.
Und so kam es, dass die Fahrten für die Weltmeisterschaft – die Saison sollte am 5. Mai beginnen – abgesagt wurden. Es können nicht rechtzeitig genügend E-Bikes gebaut werden, um eine Weltmeisterschaft auszutragen.

E-Autos der Deutschen Post gehen in Flammen auf
E-Autos der Deutschen Post gehen in Flammen auf

Die Feuerwehr weiß auch nicht so recht, was sie machen soll, wenn ein E-Auto brennt. Man kann die Batterien so gut wie nicht löschen. Nicht einmal, wenn sie entladen sind. Abgesehen davon besteht die Gefahr eines Stromschlags.
Die einzige sichere Löschmethode zurzeit besteht darin, das brennende Auto in einen mit Wasser gefüllten Container zu versenken und die Flammen zu ertränken. Wer allerdings dafür bezahlt, dass die Feuerwehren in Deutschland mit diesen Containern ausgestattet werden, ist offen.
Es wird daher wohl kaum möglich sein, dass man E-Autos in einer Tiefgarage abstellt und diese dann mal schnell „aufgetankt“ werden. – Das könnte gefährlich werden, wenn das Feuer wie bei den E-Bikes überspringt und mehrere Autos brennen.
Bei solchen Bränden entsteht derartig viel Hitze, das auch Beton gefährdet werden könnte.

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