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Die rosafarbene Thai ID-Card

Die rosafarbene Thai ID-Card

Der Besitz der oben aufgeführten Karte bringt Vorteile, ist aber mit einiger Arbeit und mit einem gewissen Zeitaufwand verbunden.

Meine Frau und ich hatten 2009 ein Grundstück mit Haus in der Provinz Samut Prakan gekauft. Auf Antrag erhielt sie das dunkelblaue „Hausbuch“ und ich – mit einiger Verzögerung – das gelbe „Hausbuch“ in dem Verwaltungsgebäude in Paknam. Das gelbe Hausbuch plus andere Unterlagen konnte ich bei dem Antrag für das „Heirats-Jahresvisum“ verwenden.

Nach dem Umzug in den Großraum Pattaya verbunden mit dem Neubau eines Einzelhauses, mussten die Dokumente umgeschrieben bzw. neu beantragt werden. Das erfolgte in der Amphoe Banglamung an der Sukhumvit Road.

Durch Ihren HALLO-Artikel bin ich auf die rosa ID Card gestoßen. Dieser Ausweis erschien mir sinnvoll, um mich auf Verlangen ausweisen zu können und nicht ständig meinen Reisepass mitschleppen zu müssen.

Bei dem Besuch am 07.12. auf dem Amt, zusammen mit meiner Thaifrau, wurde uns mitgeteilt, dass wir vorab Unterlagen (Reisepass, beide Hausbücher, ID Card meiner Frau reichten nicht aus) aus Samut Prakan beschaffen müssten.

Am nächsten Tag fuhren meine Frau und ich zur Behörde in Paknam, die auch an der Sukhumvit Road liegt. Dort erhielten wir aus dem Wust von Papierbergen schnell die benötigten Dokumente in Form von Fotokopien.

Gestern nun war es so weit. Wir begaben uns wieder zur Amphoe in Banglamung. Leider war die Behörde überlaufen, und wir mussten längere Zeit warten, bis unsere Wartenummer aufgerufen wurde.

Erstaunt war die Mitarbeiterin, eine andere als letzte Woche, dass wir auch die oben aufgeführten drei Seiten vorlegten. Neben meinen Reisepass, dem gelben und blauen Buch, der ID Card meiner Frau, musste ich auch meinen Führerschein präsentieren und von allen Dokumenten Kopien anfertigen.

Dann wurde ich nach meiner Telefonnummer, meiner Religionszugehörigkeit und meiner Blutgruppe befragt. Das Gespräch wurde auf Thai geführt, und man wunderte sich, wie gut ich diese Sprache beherrsche.

Anschließend durfte ich den Platz wechseln und mich zum Fotografieren bereitstellen. Vorher nahm man von meinen rechten und linken Daumen elektronische Abdrücke. Die Kamera musste nach oben justiert werden, weil ich ja etwas größer als der Durschnitts-Thai bin, in die Linse gucken und es machte klick. Auf einem Bildschirm konnte die Beamtin das Foto betrachten, und die Aufnahmeprozedur war erledigt.

Jetzt durfte ich zur dritten Mitarbeiterin gehen, ein Blatt Papier mit den Abdrücken meiner Daumen unterschreiben, was ich ja auch schon bei allen anderen Fotokopien durfte. Meine Frau unterschrieb dann die Kopien ihrer ID-Card und vom blauen Hausbuch.

Danach begab ich mich zwei Stühle weiter, um die Gebühr von 100 Baht zu bezahlen. Mir wurde nun mitgeteilt, dass ich circa zehn Minuten warten müsste. Daran war ich ja schon gewöhnt.

Tatsächlich wurde zehn Minuten später aber meine Frau aufgerufen und ihr meine rosa ID-Card übergeben, um von ihr erst einmal eine Kopie zu ziehen. Das war schnell erledigt und man übergab mir die Ausweiskarte. Von dem Aufruf meiner Wartenummer bis zur Übergabe des Thai- Personalausweises dauerte es etwa 45 Minuten.

Auf der Karte sind neben meinem Foto, Größenangabe in Zentimeter in Thai-Schrift mein Vorname, Nachname und Geburtsdatum mit Thai-Jahr vermerkt. Auch meine Wohnadresse ist angegeben sowie das Ausstellungsdatum. Zusätzlich sind noch diverse Ziffern aufgeführt, die ich aber nicht zuordnen kann.

Eine Unterschrift eines Beamten oder einer Beamtin ist natürlich auch aufgedruckt.

Auf der Rückseite befindet sich ein Magnetstreifen. Ob sich dort die Fingerabdrücke, Telefonnummer, Religionszugehörigkeit und Angabe zur Blutgruppe „verstecken“, weiß ich nicht. Wäre nicht schlecht, wenn im Notfall entweder die Polizei, Rettungskräfte und das Krankenhaus entsprechende Lesegeräte vor Ort hätten.

Natürlich hoffe ich, dass mit Vorlage dieses Ausweises ich nur noch die Eintrittspreise der Thais und nicht der Touristen bezahlen muss, gerade dort, wo man den thailändischen Autoführerschein nicht akzeptiert. Wie zum Beispiel im Wat Po in Bangkok. Ihr Bericht war eine sehr gute Anregung.

Henry Birkenhagen

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