Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Die Prohibition – Aufklärung ist wichtig

Trinken Sie auch Alkohol? Gelegentlich oder öfter? Die Trunksucht ist weltweit verbreitet, frei nach dem Motto, wer Sorgen hat, hat auch Likör.

Nutzlose alkoholfreie Zeiten

Die staatlichen Vertreter be-
finden sich in einem Dilemma, einerseits hätten sie gerne die Steuern und auf der anderen Seite soll das gesundheitliche Wohl der Bürger im Vordergrund stehen. Genau wie beim Rauchen scheiden sich hier die Geister. Jetzt muss aber mal festgehalten werden, dass nicht jeder, der am Abend sein Bier trinkt, gleich ein Alkoholiker ist! Auch wenn es mal mehrere Bierchen werden, ist man nicht automatisch ein Suchtmensch.

Wein und vor allem Sekt haben da ja ein besseres Image, ist es doch elegant, ein Glas Wein zu trinken. Schnaps und Liköre werden ja sowieso nur fürs Wohlbefinden konsumiert – oder etwa doch nicht? In Thailand haben eifrige Politiker die Gefahr längst erkannt. So wurde der Verkauf von Alkohol zeitlich beschränkt. Sind doch besonders importierte Alkoholika der Grund für die Trunksucht der einheimischen Bevölkerung und nicht die tollen Whiskys aus dem Mekong Delta.

Dass die Steuern fürs Importierte ins Unglaubliche gesteigert wurden, hat die fehlenden Verkaufszeiten wenigstens ein wenig ausgeglichen. Eingeweihte und Säufer wissen allerdings längst, wo sie den täglichen Bedarf rund um die Uhr decken können.

Die Prohibition

Diese kleine „Prohibition“ (Lat. = prohibere‚verhindern) haben die USA schon eine Weile überstanden. Von 1920 bis 1933 wurden die Produktion und der Verkauf von Alkohol verboten. Gegen den Willen des damaligen Präsidenten Woodrow Wilsen hatten es puritanische Vereinigungen geschafft, den Kongress auf ihre Seite zu ziehen. Es ist auch bestimmt kein Zufall, dass zur gleichen Zeit das Frauenwahlrecht in den ganzen USA eingeführt wurde. Der Alkoholkonsum sank infolge der Prohibition nachweislich. Alkoholpolitisch unbelastete Mediziner (Aha!) zitieren die Prohibition als Beispiel, wie durch eine Senkung des Konsums die alkoholbedingten Schäden, zum Beispiel die Zahl der Todesfälle durch Leberzirrhose, vermindert werden konnten. Die Zahl, der in die Illegalität gezwungenen Alkoholkonsumenten, die an der durch ihre Krankheit verursachten Leberzirrhose verstarben, hat also nicht die Höhe der verstorbenen Konsumenten zu Zeiten legalen Alkoholkonsums erreicht.

Das Ziel, die Kriminalität zu senken, wurde natürlich nicht erreicht. Die landesweit rund 2.300 nur gering entlohnten Prohibitionsagenten waren nicht in der Lage, das Verbot vollständig durchzusetzen. In den Folgejahren entwickelte sich das illegale Geschäft sehr zügig, da die Nachfrage nach Alkohol nicht aufhörte.

Als Straftat wurden nur der Verkauf und die Produktion gewertet, nicht der bloße Konsum. Damit gelang der Kriminalität ein beachtlicher Aufschwung. Allein von 1920 bis 1921 stieg die Kriminalität um 24 Prozent an. Auch über die ganzen 1920er Jahre nahm die Kriminalität stark zu.

Die Prohibition – Al Capone

Al Capone & Co. machten das ganz große Geld

Die Stunde der organisierten Mafia war gekommen. Es wurde schwarz gebrannt, was das Zeug hielt. Schmuggel aller Ortens und Rivalitäten der Banden führten zu regelrechten Schlachten.

Die Großen dieser Zeit wie Al Capone, Charles „Lucky“ Luciano oder Benjamin „Bugsy“ Siegel gründeten regelrechte Imperien (Las Vegas usw.) und mussten vom FBI in langwierigen Verfahren erledigt werden.

Im Laufe der Prohibition stand immer weniger ordentlich gebrannter Alkohol zur Verfügung. Beim Brennen von Alkohol aus Holz oder bei unsauberem Brand entstand giftiges Methanol. Alkohol für medizinische oder industrielle Zwecke wurde während der Prohibition immer stärker vergällt und mit giftigen Zusatzstoffen versetzt, um Missbrauch zu verhindern. Aber dennoch wurde dieser Alkohol getrunken und führte so zu tödlichen Vergiftungen.

Im Verlauf der Prohibition kam es, nach Schätzung des New Yorker Gerichtsmediziners Charles Norris zu etwa 10.000 Todesfällen durch Vergiftung. Allein an Weihnachten 1926 starben daran 31 Personen in New York.

Charles -Lucky- Luciano
Charles -Lucky- Luciano

Nutzlose Verbote – Aufklärung ist die Alternative

Der Versuch Alkohol gesetzlich zu verbieten ist in den USA bisher nicht wiederholt worden, denn das Verbot war nicht haltbar.

Es gab immer irgendwo trinkbaren Alkohol zu kaufen, vor allem in New York City und Chicago. Insbesondere in den sogenannten „Speakeasy’s“, also getarnten Lokalitäten, in denen es (nach außen) nicht allzu laut zuging.
Anfang der 1920er Jahre schätzte die Polizei die Zahl illegaler Kneipen in der Stadt New York auf 32.000 – doppelt so viele, wie es vor der Prohibition an legalen Kneipen gegeben hatte.

Auch in England wurde der Ausschank nach 23 Uhr verboten. Fazit – es wurde genauso gesoffen wie vorher. Jetzt kann man auch nach 23 Uhr Bier bestellen.

Alkoholismus ist ein gesellschaftliches Problem, und es sollte schon im Vorfeld zum Beispiel bei der Erziehung und in den Schulen richtig aufgeklärt werden.

Süchtige werden wir leider immer haben, Alkohol zu bagatellisieren ist falsch und gefährlich.
Ihn jedoch von staatlicher Seite aus zu verhindern ist unmöglich. Alkohol aus dem Straßenverkehr zu verbannen ist richtig, hier sollte der Staat Flagge zeigen.

Eine hohe Besteuerung bringt auch nichts (außer Geld in die Staatskasse). Die Skandinavier sind das beste Beispiel, es wird gesoffen bis zum Exzess, sobald sich eine Gelegenheit ergibt …

Es wird sich nicht viel verändern, der Alkohol bleibt uns auch in Zukunft erhalten.

Trotz allem, wir lassen uns unser Feierabendbierchen an der Steinplatte nicht vermiesen, der Umgang macht den Unterschied! In diesem Sinne,

euer Herby

Herby Logo

Ähnliche Beiträge