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Die Präsidenten der USA

Die Präsidenten der USA

Normalerweise sollte man sich als Schreiberling aus politischen und persönlichen Dingen heraushalten. Zurzeit ist das nicht ganz einfach, die derzeitigen Statisten bieten sich geradezu an, für ganze Breitseiten!
Nehmen wir als Beispiel den derzeitigen Vorsteher im weißen Haus in Washington. Er lässt wirklich keine Gelegenheit aus, sein grenzenloses Unvermögen und gestörtes Ego zur Schau zu stellen. Alles und jeder ist ein Gegner, und Verbündete sind die längste Zeit an seiner Seite erwünscht. Ein deftiger Handelskrieg mit der ganzen Welt wird angezettelt, und seine Vertrauten werden reihenweise gefeuert. Trump eben!

Aber wann hat es eigentlich mit den Präsidenten angefangen? Der erste in der Reihe von 45 Präsidenten war George Washington, 1789 – 1797, also acht Jahre im Amt. Diese Klausel mit den acht Jahren maximaler Amtszeit wurde nur von Franklin D. Roosevelt (1882 – 1945) gebrochen, er hatte drei Amtsperioden. Kurz angemerkt: Auch für Deutschland würde ich mir eine solche Regelung wünschen.

Vier Präsidenten wurden während ihrer Amtszeit erschossen, Abraham Lincoln am 14. April 1865, James A. Garfield am 2. Juli 1881, William McKinley am 6. September 1901 und, allen bekannt, John F. Kennedy am 22. November 1963.

Besonders die Geschichte von Garfield, dem 20. Präsidenten der USA (nicht verwechseln mit dem fetten Kater) ist tragisch. Ein abgelehnter Beamter schoss ihm in Rücken. Eigentlich keine lebensgefährliche Verwundung, aber rund 25 Ärzte drängelten sich um die Behandlung und bohrten zum Teil mit bloßen Fingern in der Wunde herum, um die Kugel zu finden. Die dabei entstehenden Entzündungen und Infektionen führten zum Tode.

Interessant auch, was so alles erforscht wird in Bezug auf die Präsidenten. Als US-Präsident mit dem allerhöchsten IQ gilt John Quincy Adams, der von 1825 bis 1829 regiert hatte. Adams wird ein IQ zwischen 165 und 175 zugeschrieben. Auf den Rängen zwei bis fünf folgen Thomas Jefferson (145 bis 160) und James Madison (120 bis 160) sowie John F. Kennedy (138,9 bis 159,8) und Bill Clinton (135,6 bis 159). Roosevelt und Lincoln, die in vielen Rankings als größte Präsidenten der USA gelten, haben IQ-Werte von 127,4 bis 150,5 und 125 bis 150. Wo genau Bush jun. und Trump stehen, lassen wir mal offen.

Trump twitterte jedenfalls: „In meinem ganzen Leben waren meine beiden größten Trümpfe geistige Stabilität und dass ich richtig schlau bin. Ich habe es von einem sehr erfolgreichen Geschäftsmann zum Fernsehstar und zum US-Präsidenten gebracht. Ich denke, das qualifiziert mich nicht nur als schlau, sondern als Genie … und als sehr stabiles Genie noch dazu.“ Da ist nichts hinzuzufügen!
Nun ein paar Fakten, die nicht jeder kennt: Washington, der erste US-Präsident, betrieb zum Zeitpunkt seines Todes eine der größten Destillerien in den USA. Ursprünglich war Washington Farmer und Besitzer einer Getreidemühle in Virginia. Von 1797 bis 1798 errichtete er eine der größten Whiskybrennereien der damaligen Epoche, die zu ihren besten Zeiten rund 40.000 Liter Whisky pro Jahr produzierte.

Der Papagei von Andrew Jackson (siebter US-Präsident von 1829 bis 1837) soll bei der Beerdigung seines Besitzers im Jahr 1845 durch übermäßiges Fluchen und Ausstoßen von Beleidigungen unangenehm aufgefallen sein. Sogar der leitende Pfarrer erwähnte diesen Vorfall im Nachhinein. Die derbe Ausdrucksweise hatte der Papagei mutmaßlich von Jackson selbst übernommen. Dieser war nämlich für seine Vorliebe für Duelle bekannt und soll insbesondere im privaten Umgang nicht unbedingt das feinste Englisch gepflegt haben.

Zur Amtszeit von John Quincy Adams (sechster US-Präsident von 1825 bis 1829) wurde zum ersten Mal ein Alligator im Weißen Haus gesichtet. Das Tier war ein Geschenk des französischen Generals Marquis de Lafayette und einige Monate lang eine beliebte Attraktion, die der Präsident gerne seinen Gästen im Weißen Haus vorzeigte. Schließlich wurde für den Alligator ein neues Zuhause gefunden.

James Earl „Jimmy“ Carter (39. US-Präsident von 1977 bis 1981) war vor seiner Präsidentschaft Gouverneur von Georgia und dort ziemlich umstritten. Bis heute behauptet er, 1969 während seiner Zeit als Gouverneur ein UFO gesehen zu haben. Er schickte sogar einen offiziellen Bericht an das International UFO Bureau in Oklahoma City.

George W. Bush (43. US-Präsident von 2001 bis 2009) war während der Studienzeit Cheerleader an seiner Highschool. Eigentlich wollte Bush wohl immer Baseball spielen, doch reichte sein Talent dafür einfach nicht aus. Um dem Baseballfeld dennoch nahe zu sein und seine Mitstudenten eben nicht auf dem Platz, sondern durch Anfeuern am Spielfeldrand zu unterstützen, wurde er stattdessen männlicher Cheerleader.

Bislang mussten sich drei amtierende US-Präsidenten einem Amtsenthebungsverfahren, also einer Anklage wegen Amtsvergehen, stellen: 1868 Andrew Johnson wegen Missachtung der Rechte des Kongresses. Allerdings nicht erfolgreich.

1974 zweites und bisher einziges erfolgreiches Amtsenthebungsverfahren gegen Richard Nixon. Er tritt vor Abschluss des Verfahrens zurück, als sich dessen Erfolg abzeichnet. 1998 drittes Amtsenthebungsverfahren gegen Bill Clinton wegen Meineids und Behinderung der Justiz im Zuge der Lewinsky-Affäre. Beide Anklagen wegen Amtsvergehen können aber knapp abgeschmettert werden.

Grover Cleveland war der 22. und 24. Präsident der USA, er ist der einzige Präsident, der es auf zwei Amtszeiten bringt, die von der Präsidentschaft eines anderen unterbrochen wurde. Er ist damit auch der einzige, der es schaffte, nach Unterbrechung, wieder in das Amt gewählt zu werden.

Die kürzeste Amtszeit eines US-Präsidenten betrug einen Monat. William H. Harrison war war am 4. März 1841 in das Amt eingeführt worden, am 4. April 1841 starb er, offenbar an den Folgen einer Lungenentzündung. Zugezogen hatte er sich diese bei der Amtseinführung, da er dort keinen Mantel tragen wollte. Seine Inaugurationsrede an einem kalten Märztag hatte zwei Stunden gedauert.

Sie verzeihen mir hoffentlich, dass ich auf eine Auflistung aller 45 Präsidenten verzichtet habe, der 45. ist Strafe genug und ein guter Grund, ein Bier auf die noch zu erwartenden Katastrophen zu trinken. Armes Amerika, hoffentlich sind die nächsten drei Jahre schnell vorbei und hoffentlich kehrt wieder Anstand, Verstand und der richtige Ameri- can Way of Life zurück.

PS: Ihre Meinung interessiert mich, E-Mails bitte an herby.hallo@gmail.com
Bis zur nächsten HALLO-Ausgabe …

Euer

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