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Die Plastiktüte soll weg!

Die Plastiktüte soll weg!

Während Thailand das Paradies für Plastiktüten ist und man sogar beim Kauf von einer einzelnen kleinen Wasserflasche zum Transport an der Kasse eine pygmäenartige Plastiktüte erhält, so sollen in der Europäischen Union die Plastiktüten verschwinden.

Der EU-Rat beschloss, dass es in zehn Jahren keine Plastiktüten mehr geben soll. Weil Tüten an der Kasse oft Geld kosten, bringen viele Kunden ihre eigenen Beutel mit oder verwenden Plastiktüten mehrmals. Das soll gefördert werden, weil Deutschland überlegt, auf Plastiktüten Steuern zu erheben.

Die Plastiktuete soll weg
Die Plastiktuete soll weg

Der EU-Rat beschloss, dass die Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Plastiktüten zukünftig besteuern oder sogar ganz verbieten dürfen. Das Ziel ist es, dass 2025 pro EU-Bürger nur noch 40 Plastiktüten pro Jahr gebraucht werden. Diese Maßnahme betrifft vor allem Tüten, die nach einmaligem Gebrauch weggeworfen werden.

Deutschland prüft bereits eine „Tüten-Abgabe“, bei der es sich um eine Steuer handeln könnte. Das Umweltbundesamt schlug vor, dass Tüten in Zukunft keinesfalls mehr umsonst zu haben sein sollten wie beispielsweise derzeit noch in Modegeschäften oder Kaufhäusern. Wenn Kunden in Supermärkten bereits für Tüten bezahlen, könnten diese Beträge zukünftig steigen.

Forscher aus den USA hatten kürzlich herausgefunden, dass Jahr für Jahr Millionen Tonnen Plastikmüll in die Ozeane gekippt und gespült werden und der Müll für Tiere eine ernste Gefahr darstellt. Sie fressen das Plastik oder verfangen sich darin und verenden.

Das Verbot der Plastiktüte in der EU hätte allerdings nur rein symbolischen Wert, darin sind sich alle Beteiligten einig. Denn wie eingangs beschrieben, gehören die Länder, die die größten Plastikmüllberge produzieren, nicht zu den EU-Staaten.

Aber auch Alternativen sind umstritten. So werden beispielsweise Papiertüten, die in der Regel auch nur einmal gebraucht werden, zu Lasten der Umwelt hergestellt und entsorgt. Tüten aus abbaubarem Plastik lösen sich nicht auf, sondern zerfallen in mikroskopisch kleine Partikel, die sich im Boden anreichern können. Tiere und Pflanzen, die diese Stoffe aufnehmen, könnten womöglich langsam vergiftet werden. Wenn der Mensch diese Meeresfrüchte isst, so würde sich das Plastik auch in dessen Körper anreichern.

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