Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Die Medien haben verloren

Die Medien haben verloren

Jetzt ist die Schlacht in den USA geschlagen. Kaum zu glauben, was im Wahlkampf für ein Laden aufgemacht wurde. Nicht nur von den amerikanischen Medien, sondern auch von den deutschen, die sich gemeinsam hinter die Heilige Hillary stellten. So wird nicht über Ereignisse informiert, sondern so werden Begebenheiten nach politischer Einstellung der Journalisten vorgekaut, damit sie den Lesern oder Zuschauern mundgerecht, d.h. meinungseinseitig serviert werden können.

Auf der einen Seite Trump als das schlichtweg Böse in Menschengestalt (Spiegel-Titel: Das Ende der Welt). Auf der anderen Seite die Heilige, die sich anschickte, die Welt zu retten, die das aber nicht mehr kann, weil sie die Wahlen verlor.

Die Medien haben verloren
Die Medien haben verloren

Um nur ein Beispiel anzufügen: In den Massenmedien wurde völlig ausgeblendet, dass Clinton als Außenministerin in den Jahren 2009 bis 2013 für die amerikanische Außenpolitik verantwortlich war. Diese Außenpolitik (z.B. Libyen oder Syrien) ist ein einziges Fiasko. Könnte das mit Trump als Präsident schlimmer werden? Obama war bei Amtsantritt politisch so gut wie unbekannt und vor allem unerfahren. Er bekam Vorschusslorbeeren (Spiegel-Titel: Der Weltpräsident) wie den Friedens- nobelpreis und hinterließ zusammen mit seiner Außenministerin im Nahen Osten ein Pulverfass.

Verlierer der Wahlen sind die Medien, sowohl die amerikanischen als auch die deutschen, die während des Wahlkampfes Partei ergriffen.

Trump bezeichnete CNN einmal als Clinton News Network. So weit hergeholt war das nicht. Eine CNN-Reporterin stellte den beiden Präsidentschaftskandidaten Fragen, ließ jedoch Clinton mindestens eine vorher zukommen, damit diese sich auf die Antwort vorbereiten konnte. Als das publik wurde, feuerte CNN die Reporterin, aber der Glaubwürdigkeitsschaden bleibt.

Liebe Hillary, wenn Du doch noch US-Präsidentin werden willst, dann musst Du Dich an diesen Herrn wenden ... Dein Walter
Liebe Hillary, wenn Du doch noch US-Präsidentin werden willst, dann musst Du Dich an diesen Herrn wenden … Dein Walter

Die Washington Post, einst hat diese ehrwürdige Zeitung den Watergate-Skandal enthüllt, wurde von Amazon-Chef Jeff Bezos gekauft, der aus der Zeitung einen privaten Anti-Trump-Newsletter machte.

All das nutzte nichts. Auch nicht das Wettern deutscher Medien, die brav zitierten, was deutsche Politiker vorkauten. Beispielsweise der oberste Diplomat Deutschlands, Außenminister Steinmeier, der im August Trump wenig diplomatisch als „Hassprediger“ bezeichnet hatte. Steinmeier kann jetzt nur hoffen, ins Bundespräsidialamt weggelobt zu werden, damit er Trump nicht um Verzeihung bitten muss.

Das alles deutet darauf hin, dass es bei den deutschen Medien kein Halten mehr geben wird, wenn es im kommenden Jahr in Deutschland zur Sache geht. Da werden alle Zeitungen und Fernsehsender Leser und Zuschauer darauf hinweisen, wie gut es doch wäre, wenn Angela Merkel noch einmal Kanzlerin wird. Doch diesmal könnte es knapp werden. Je mehr Stimmen die AfD bekommt, umso schlechter könnte Merkel wegen hoher CDU-Verluste dastehen. Dann wäre einer Koalition aus SPD, Linken und Grünen Tür und Tor geöffnet.

Insoweit muss Entwarnung gegeben werden: In Deutschland droht nicht das Ende der Welt, denn das Wahlsystem lässt dort politische Überraschungen wie in den USA nicht zu. Das Establishment, da spielt die Couleur keine Rolle, wird an der Macht bleiben. Keine Sorge! Denn 50 Prozent wird die AfD nicht schaffen.

Es macht sicherlich Spaß, an Steintischen solche Szenarien durchzuspielen und zu überlegen, wer welchen Ministerposten erhält.

Siggi Gabriel wird Bundeskanzler. Außenministerin wird Claudia Roth. Volker Beck übernimmt das Familienministerium. Als Justizministerin könnte eine beförderte Anetta Kahane in Frage kommen, die sich wegen ihrer vielen Löschungen von Facebook-Postings via Amadeu-Antonio-Stiftung verdient machte. Heiko Maas wird ins Kultusministerium versetzt. Dort kann er sich darum kümmern, dass die deutschen Schüler gut in ihrem Land integriert werden. Da Die Linke als SED-Nachfolgepartei endlich wieder an der Macht ist, lässt sie es sich nicht nehmen, Schlüsselpositionen besetzen zu wollen. Das Wirtschaftsministerium geht an Sarah Wagenknecht. Bliebe noch das Innenministerium. Das erledigt Katrin Göring-Eckardt. Die Grüne muss ja auch irgendwie unterkommen.

Bei solchen Aussichten wird es einige geben, die Mutti vielleicht doch nachweinen. Und noch viel mehr Wähler werden sich veräppelt fühlen: Um einen weiteren Linksruck der CDU zu vermeiden, wählen sie AfD mit dem Ergebnis, dass eine rot-rot-grüne Koalition an die Macht kommt.

Euer Walter Weiß

Ähnliche Beiträge