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Die „Bismarck“ – der Star der Deutschen Kriegsmarine

Die „Bismarck“ – der Star der Deutschen Kriegsmarine

Bismarck 1Wenn wir uns heute „Bismarck“ vornehmen, meine ich nicht den wohlschmeckenden Hering, nicht den klaren Korn und auch nicht den Namensgeber Fürst Otto von Bismarck.

Heute geht’s um den Stolz der Deutschen Kriegsmarine, das Schlachtschiff „Bismarck“!

Zu Zeiten des ersten und zweiten Weltkrieges waren große Übersee-Schiffe noch entscheidend für den Ausgang von Seeschlachten oder Küstenbeschießungen. Die USA und Großbritannien hatten da einen großen Vorsprung vor dem Reich. Deshalb setzte die Kriegsmarine alles daran, so schnell und so gut wie möglich die Flotte auf Niveau zu bringen.

Am 14. Februar 1939 lief in Hamburg bei Blohm & Voss die „Bismarck“ vom Stapel. Das Schwesterschiff „Tirpitz“ folgte bereits am 1. April (gebaut auf der Kriegsmarine-Werft Wilhelmshaven). Die „Bismarck“ war mit einer Länge von 250,5 Metern das zweitgrößte Schlachtschiff seiner Zeit, die „Tirpitz“ war noch 50 Zentimeter länger. 196,8 Mio. Reichsmark hat der stählerne Gigant gekostet. Er war 36 Meter breit, bei einem Tiefgang von 10 Metern. Die Belegschaft bestand aus 2.092 Mann Besatzung und 128 Offizieren. Stattliche 53.500 Tonnen Verdrängung runden das Bild ab.

Die 12 Dampfkessel – verbunden mit 3 Turbinen lieferten 150.170 PS und 30,6 Knoten (57 km/h). Diese hohe Geschwindigkeit machte die „Bismarck“ lange unerreichbar für die Gegner.

Mit der „Bismarck“ hatte die deutsche Kriegsmarine ihr erstes wirklich vollwertiges Schlachtschiff erhalten.

Die bereits vorhandenen Schlachtschiffe  „Scharnhorst“ und „Gneisenau“ waren von ihrer Bewaffnung zu schwach (28 Zentimeter Hauptkaliber). Die Schiffe konnten sich nicht mit der britischen Flotte messen. Mit der „Bismarck“ hoffte man, in der Lage zu sein, auch schwer bewachte Geleitzüge der Alliierten angreifen zu können. Die Bewaffnung bestand aus: 8 Geschützen mit 38 Zentimetern, 12 x 15 Zentimeter, 16 Flakgeschütze 10,5 Zentimeter, 16 x 3.7 Flak, 12 x 2 Zentimeter Flak. Also kein sehr angenehmer Gegner.

Bismarck  2Der Ausbruch der „Bismarck“ und der „Prinz Eugen“ durch die britische Blockade in den Atlantik wurde als Unternehmen Rheinübung bezeichnet. Geplant war, durch die Dänemarkstraße zwischen Island und Grönland den offenen Atlantik zu erreichen, wo es für die britische Flotte außerordentlich schwierig sein würde, die deutschen Kriegsschiffe zu stellen.

Der Durchbruch gelang nicht unentdeckt, und der deutsche Verband wurde von den britischen Schlachtschiffen „Hood“ und „Prince of Wales“ gestellt. In diesem Gefecht in der Dänemarkstraße wurde die „Hood“ von der fünften Salve der „Bismarck“ durch eine darauf folgende Munitionsexplosion versenkt. Die sechste Salve war bereits abgefeuert, bevor die „Hood“ getroffen wurde. Es gab nur drei Überlebende von insgesamt 1.419 Besatzungsmitgliedern.

Bismarck  3Die „Prince of Wales“ erhielt ebenfalls mehrere schwere Treffer und drehte ab. Die „Prinz Eugen“ hatte keinen, „Bismarck“ drei, „Hood“ vier und die „Prince of Wales“ sieben Treffer erhalten. Während die „Prinz Eugen“ in den Atlantik entlassen wurde, steuerte die „Bismarck“ den Hafen Saint-Nazaire an der französischen Atlantikküste an. Dabei gelang es der „Bismarck“, sich den Führungshaltern „Suffolk“ und „Norfolk“ durch geschicktes Manövrieren zu entziehen. Auf der Fahrt nach „Saint-Nazaire“ wurde das Schlachtschiff am 26. Mai 1941 durch Fairey-Swordfish-Torpedobomber der Ark Royal mit Flugtorpedos angegriffen und erhielt einen wirkungsvollen Treffer in die Backbord-seite der Ruderanlage. Die Ruder wurden verklemmt und das Schiff konnte nur noch im Kreis fahren. Die beschädigte Ruderanlage konnte wegen des hohen Seegangs nicht repariert werden. Deshalb fuhr das Schiff letztlich mit langsamer Fahrt seinen Verfolgern entgegen.

Am 27. Mai wurde das Schiff im Nordatlantik von zwei Schlachtschiffen und zwei Kreuzern gestellt und ging 550 Seemeilen (etwa 1.000 Kilometer) westlich von Brest unter. 2.104 Mann der Besatzung kamen dabei ums Leben, 116 konnten gerettet werden. Die „Tirpitz“ kenterte übrigens am 12. November 1944.

Wir gehn aber nicht unter.

Euer Herby

herby

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