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Die Berliner Currywurst

Die Berliner Currywurst

Jeder kennt die Berliner Currywurst, am 4. September war der Tag der Currywurst. In Berlin gibt es ein Currywurstmuseum, in dem der Frage nachgegangen wird, wie das beliebte Gericht erfunden wurde.

Die Currywurst entstand nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs mit Hilfe britischer Soldaten. Das erklärte Bianca Wohlfromm vom Deutschen Currywurst Museum Berlin. Die Currywurst hätte es ohne die Alliierten in der Stadt nicht gegeben hätte. Der Einfluss der Besatzungsmächte sei groß gewesen.

Im Museum erfährt man, dass die Currywurst am 4. September 1949 in Berlin-Charlottenburg das Licht der Welt erblickte, und hier an der Kreuzung Kantstraße/Kaiser-Friedrich-Straße. Als Erfinderin der speziellen Wurst gilt Herta Heuwer.

Dieses Berliner Viertel war zu dieser Zeit unter Kontrolle der Briten. In der Nachkriegszeit brachten die Briten und die anderen Alliierten ihre Lebensmittel und auch ihre Essgewohnheiten mit in das besetzte Deutschland. Die Amerikaner brachten beispielsweise das Steak und den Ketchup, von den Briten stammte das in Deutschland zuvor unbekannte Currypulver.

Laut Currywurst Museum handelte Herta Heuwer mit den Alliierten und gelangte so in den Besitz von Ketchup und Currypulver. Sie kombinierte dann die Tomatensoße mit dem Pulver und servierte diese auf einer Wurst. Sie hütete ihr Rezept so gut, dass es bis heute unbekannt ist. 1959 ließ sie ihre Soße patentieren.

Der britische Einfluss auf die Currywurst dürfte so überraschend eigentlich nicht sein, weil Curry, der nun einmal die Hälfte des Namens des Gerichts ausmacht, ein britisches Wort ist. Es stammt vom tamilischen „kari“ ab und bezieht sich auf das indische Gewürz, das auf dem Subkontinent verwendet wird, um Gemüse, Fleisch oder Fisch zu kochen bzw. zu würzen.

Den Briten in Indien gefiel das Gewürz so gut, dass sie es auf die britischen Inseln brachten und es „curry“ nannten. So kam es nach Deutschland, und die Deutschen übernahmen den Namen.

Vielleicht war aber alles ganz anders. In dem Buch Die Entdeckung der Currywurst behauptet Romanautor Uwe Timm, dass die Currywurst in Hamburg erfunden wurde.

Timm habe in Hamburg eine Currywurst gegessen. Das sei bereits 1947 gewesen, zwei Jahre bevor Heuwer die Currywurst in Berlin erfand.

Das Currywurst Museum nimmt zur Kenntnis, dass es das Buch gibt, bei dem es sich um einen Roman handelt. An einer Museumswand steht: Die wahre Geschichte beginnt in Berlin.

Internationales Gericht

Wohlfromm beschreibt die Currywurst als deutsche Erfindung, spricht jedoch gleichzeitig von einem internationalen Produkt und freut sich darüber, dass das Gericht auch in Großbritannien oder den USA serviert wird.

An den Orten, an denen es in den USA und in Großbritannien die Currywurst gibt, leben in der Regel Einwohner mit deutschen Wurzeln, die dorthin auswanderten, erklärte Wohlfromm.

Am Stuttgarter Platz erinnert eine Gedenktafel an Heuwers erstes Geschäft. Von einem britischen oder amerikanischen Einfluss ist hier aber nicht die Rede.

Wohlfromm sagte, dass es hier eher um die Person Herta Heuwer gehe. Sie war eine sehr erfolgreiche Geschäftsfrau und eine Berliner Persönlichkeit. Es sei auch schwierig, den Einfluss anderer Länder festzustellen, wo doch zu dieser Zeit so viele Dinge erfunden wurden, sagte Wohlfromm. Vieles sei damals nach Deutschland gekommen.

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