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Die Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun?

Die Anschläge haben nichts mit dem Islam zu tun?

Das sagte Bundesinnenminister Thomas de Maizière nach dem Attentat auf das Satiremagazin „Charlie Hebdo“ in Paris. Natürlich ohne Fragezeichen hinter dem Satz.

Wenn die Anschläge nichts mit dem Islam zu tun haben, womit dann?

Mit populistischen Brandstiftern, sagte der CDU-Politiker der „Süddeutschen Zeitung“. Am Ende des Artikels, der bei „Spiegel-Online“ erschien, wurde dann noch „elegant“ auf Pediga übergeleitet. Von der Bewegung, die vor einer nicht nur angeblichen Islamisierung Deutschlands und Europas warnt, sagte de Maizière, werde man sich keine politische Agenda aufzwingen lassen.

Natürlich nicht. Aber man könnte zu dem Schluss kommen, dass man sich eine andere politische Agenda aufzwingen lässt. Der Islam steht für Tötung von Ungläubigen, die Allah als Gott und Mohammed als seinen Propheten nicht anerkennen, er steht für Frauenfeindlichkeit, Terror und Rückständigkeit.

Die deutsche Presse berichtete eifrig über die Kommentare der deutschen Politiker, hinterfragt wurden deren Aussagen von den Mainstream-Medien jedoch nicht. Das erinnert an beste thailändische Zeitungsberichterstattung. Im Königreich sind Journalisten oft keine Journalisten, sondern meistens Reporter, die über die Reden von Politikern – oder Generälen – berichten, ohne diese zu hinterfragen.

So wurde auch nicht gefragt, weshalb im Kondolenzschreiben für die Angehörigen der Pariser Opfer von Premierminister General Prayuth Chan-ocha das Wort „Islam“ fehlte.

Bei „Zeit-Online“ schrieb ein Kommentator, dass der Islam oft und fahrlässig mit Islamismus und dessen Gräueltaten verwechselt wird.

Vor allem die deutschen Medien scheinen diese Begriffe dauernd zu verwechseln, weil sie ständig darauf hinweisen, dass Terror und Tod, Unterdrückung und Frauenfeindlichkeit den Ursprung im Islamismus haben, nicht aber im Islam.

Befürworter der Anschläge sahen durchaus einen Zusammenhang zwischen dem Islam und dem Attentat. So verlautbarte eine in Schweden lebende moslemische Extremistengruppe auf Facebook: „Jetzt werden sich diese dreckigen Schweine zweimal überlegen, ob sie sich über Allah und seinen Propheten lustig machen.

Wenn die Anschläge von Paris nichts mit dem Islam zu tun haben, dann lautet die logische Schlussfolgerung, dass die Anschläge im Süden Thailands ebenfalls nichts mit dem Islam zu tun haben.

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