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Deutscher Botschafter im Begegnungszentrum

Deutscher Botschafter  im Begegnungszentrum

Hoher Besuch hat sich Ende März im Begegnungszentrum an der Naklua Road in Pattaya angekündigt, und zahlreiche Interessierte füllten den Vortragsraum schon lange, bevor der deutsche Botschafter Georg Schmidt vorfuhr.
Begrüßt wurden er und der ihn begleitende Honorarkonsul Rudolf Hofer von dem Geschäftsführer des Begegnungszentrums, Pastor Wolfgang Leuschner, sowie von Kindern und Jugendlichen der Human Help Network Foundation Thailand (HHNFT), begleitet von deren Direktorin Radchada Chomjinda.
Zwei Kindergruppen vom Child Protection und Development Center sowie vom Drop In Center und Asian Learning Center tanzten auch vor der Fragestunde zu Ehren des Botschafters.
Nach einer Besichtigung des Begegnungszentrums und einer kurzen Präsentation der Arbeit des Zentrums durch Pastor Leuschner stellte sich Botschafter Schmidt den Fragen der zahlreichen Besucher.
Botschafter Schmidt, seit Oktober Vertreter der Bundesrepublik Deutschland in Thailand, berichtete zunächst über seinen beruflichen Werdegang. Mehrere Jahre arbeitete er bei der Bundesregierung in Berlin, später als Fachreferent für das Bundespräsidialamt. Stets waren seine Arbeitsschwerpunkte Asien, Australien und Afrika.
Den ersten Kontakt mit Thailand hatte er bereits 1986, als ihn eine Reise während seines Studiums in China auch nach Thailand führte. Weitere Stationen in seinem Berufsleben waren Tätigkeiten an den Botschaften in Japan, Sri Lanka und in Mali.
Seine erste Reise als Botschafter in Thailand habe ihn bewusst in den Isan geführt, wo er sich mit ansässigen Deutschen traf, um etwas über deren Alltag zu erfahren. Er wolle sich unterwegs einen Eindruck vom Lande verschaffen, weshalb ihn seine zweite Reise nach Pattaya geführt habe. Er bat die Anwesenden, ihm ihre drängenden Fragen zu stellen, worauf sich einige nicht lange bitten ließen.
Die erste Frage nach einer Passabteilung in Pattaya wegen der über 5.000 hier ansässigen Deutschen verneinte er mit der Begründung des kurzen Weges nach Bangkok.
Auch hinsichtlich der oft lange dauernden Briefsendungen nach Europa und der Frage, ob denn die Botschaft nicht die Wahlunterlagen zur Europawahl nach Deutschland senden könne, beschied er abschlägig, da die Botschaft stark belastet sei und diese zusätzliche Arbeit nicht leisten könne. Er verwies auf den Postweg.
Auf die Bitte hin, das Sozialversicherungsabkommen zwischen Deutschland und Thailand voranzubringen, verwies er auf die neu gewählte Regierung und auf die bilateralen Verhandlungen.
Er verstehe, dass es im Zusammenhang mit den Visumsregelungen in Thailand oft Unsicherheiten gebe. Wenn die Botschaft mit thailändischen Vertretern diese Angelegenheiten erörtere, erhalte man zwar freundliche Aufmerksamkeit, doch leider ändere sich nichts. Auf die Frage, weshalb verheiratete Thailänderinnen in Deutschland arbeiten dürften, doch ihre Ehemänner in Thailand nicht, wies er darauf hin, dass dies auch Mitarbeiter von Botschaftsangehörigen träfe, denen selbst ehrenamtliche Tätigkeiten oft untersagt würden. Er versprach, sich darum zu kümmern, die Arbeitsabläufe innerhalb der Botschaft zu überprüfen und gegebenenfalls zu optimieren.

Deutscher Botschafter im Begegnungszentrum
Deutscher Botschafter
im Begegnungszentrum

Pastor Leuschner ergriff gegen Ende der Diskussionsrunde noch einmal das Wort und bat den Botschafter, sich bei möglichen Sponsoren für das Begegnungszentrum zu verwenden, denn es finanziere sich zum überwiegenden Teil aus dem Spendenaufkommen.
Botschafter Schmidt sagte zu, gegebenenfalls mit entsprechenden Firmen oder Sponsoren zu sprechen und damit das wichtige Betreuungsangebot des Zentrums zu unterstützen.
Anschließend traf er sich noch mit einigen Teilnehmern zu persönlichen Gesprächen, bevor er dann zur Werkseinweihung der Firma Continental nach Rayong aufbrach, die mit ca. 250 neuen Arbeitsplätzen in Thailand nachhaltig investierte.
Claus-Peter Lippert

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