Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Deutsche müssen nicht in Deutschland geboren sein

Deutsche müssen nicht in Deutschland geboren sein

Eine neue Studie zeigt, dass zwei Drittel der Deutschen sagen, dass man Deutscher auch dann sei, wenn man in einem anderen Land geboren wurde.

Die Umfrage, die vom Pew Research Centre stammt, fragte Teilnehmer, ob sie damit übereinstimmen, dass „es sehr wichtig ist, in unserem Land geboren zu sein, um ein wahrer Deutscher zu sein.“ Nur 13 Prozent bejahten diese Frage.

In den USA, eigentlich ein Einwanderungsland, sagten 32 Prozent, dass ein „wahrer Amerikaner“ viel mit dem Geburtsort – nämlich in den USA – zu tun habe.

Die Teilnehmer bei Umfragen in anderen Ländern fanden diese Voraussetzung noch viel wichtiger. So waren 52 Prozent der Ungarn und jeweils 50 Prozent der Griechen und der Japaner der Meinung, dass es ein wichtiger Faktor sei, wo man geboren worden sei, und die Geburt offenbar eine Voraussetzung für Patriotismus ist.

„Die Diskussion darüber, was es bedeutet, ein „wahrer“ Amerikaner, Australier oder Deutscher zu sein wird natürlich immer dann geführt, wenn der Geburtsort in einem bestimmten Land als besonders wichtig empfunden wird. Auf der anderen Seite scheint es die Leute im Allgemeinen aber nicht groß zu kümmern.

Die Umfrage wurde im April und Mai 2016 in 14 Ländern durchgeführt, über 14.000 Personen wurden befragt.

Deutsche müssen nicht in Deutschland geboren sein
Deutsche müssen nicht in Deutschland geboren sein

Das Forschungszentrum fand weiter heraus, dass Sprache ein wichtigerer Faktor ist, wenn es um die nationale Identität geht. Fast 80 Prozent der Deutschen sagten, dass die deutsche Sprache wichtig sei, um als Deutscher zu gelten. Höhere Werte wurden nur in den Niederlanden (84 Prozent), Ungarn und Großbritannien (jeweils 81 Prozent) erzielt.

In den USA meinten 70 Prozent der Befragten, dass die Beherrschung des Englischen wichtig sei, um ein „wahrer Amerikaner“ zu sein. Nur ein Drittel meinte, dass dies nur erfüllt wäre, wenn man Christ sei. In Deutschland glaubten elf Prozent, dass das Christentum Voraussetzung für die nationale Identität ist.

Die jüngere Generation scheint unabhängig ihrer Herkunft flexibler über die Kriterien der Identität zu sein. So sagten Deutsche zwischen 18 und 34 Jahren, dass das Christentum nicht wichtig sei, um sich als Deutscher zu identifizieren. Für 16 Prozent der über 50-Jährigen ist das wichtig.

Ähnliche Beiträge