Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner
Header Banner

Das tödliche Gesicht der Schande

Das tödliche Gesicht der Schande

Die Katastrophe vom 5. Juli ist das schlimmste Bootsunglück in der jüngeren Geschichte Thailands. 47 Menschen starben. Die 47 Chinesen hätten nicht sterben müssen.

Wie schlecht kann Thailand eigentlich noch mit einer Katastrophe umgehen? Anfang Juli haben wir Beamte gesehen, die noch nicht einmal richtig zählen konnten. Sie konnten nicht sagen, wie viele Menschen nach dem Untergang der Phoenix noch vermisst wurden und wie viele Leichen schon geborgen wurden.

Auf die Katastrophe wurde reagiert, indem mehrmals erklärt wurde, wie man die Leiche eines Angehörigen herausverlangen kann. Der Öffentlichkeit wurde mehrmals versichert, dass die Angehörigen der Opfer eine Entschädigung erhalten. Die Trauernden in den Krankenhäusern wurden mit einem Geschenkkorb beglückt.

Eine weitere Taktik war, dass keine Altersangaben öffentlich gemacht wurden. Dennoch sickerte durch, dass unter den Toten auch 13 Kinder sind. Es muss den Beamten und Regierungsvertretern doch recht schwer gefallen sein, auf der einen Seite die Versuche zu lobpreisen, die zwölf Höhlenkinder und ihren Wild-Boars-Trainer aus der Tham-Luang-Höhle zu retten, während zur gleichen Zeit von Freiwilligen tote ausländische Kinder aus dem Meer geborgen und auf Schnellboote gehievt wurden. Das war die andere Rettungsaktion am anderen Ende des Landes, aber darüber wollte niemand so recht reden.

Die Beamten in Phuket wurden immer wieder von ausländischen Vertretungen und Diplomaten gewarnt, was für ein gefährliches Spiel da gespielt wird.

Das deutsche Auswärtige Amt warnt seit Jahren. In den Reisehinweisen heißt es unter anderem: Auf Fähren und Ausflugsbooten sind Sicherheits- und Rettungseinrichtungen oftmals mangelhaft; Vorsicht ist angebracht.

Alles, was die Beamten machten, waren Lippenbekenntnisse abzuliefern, was die Sicherheit ausländischer Touristen anbelangt, und vielleicht noch einen Fototermin zu absolvieren und zu sagen: „Seht hier, wir kümmern uns!“ Maßnahmen, um so eine Katastrophe zu vermeiden, war keine Priorität.

So teilte beispielsweise der Chef der Polizei von Phuket dem stellvertretenden Generalkonsul des chinesischen Konsulats in Songkhla mit, alles Nötige werde getan, um die Sicherheit chinesischer Touristen zu garantieren, während sie in Phuket ihren Urlaub verbringen. Das Treffen fand im Juni statt, ziemlich genau einen Monat vor dem Untergang der Phoenix.

Dann kam Vizepremierminister General Prawit Wongsuwan und machte alles noch schlimmer. Er machte Ausländer für das Unglück verantwortlich. Wir nehmen euer Geld und wir machen euch verantwortlich, hat er zwar nicht so gesagt, aber war kurz davor, es so zu meinen. In China kam das nicht gut an, denn wie sollen Chinesen allein verantwortlich sein? Der Aufruhr in chinesischen Medien zwang den General, sich zu entschuldigen. Das machte er augenscheinlich aber nur aus Gesichtswahrungsgründen oder weil er den Befehl dazu erhalten hatte.

Die Regierung weiß, dass die thailändische Tourismusindustrie es ohne Ausländer, die in ihr arbeiten, nie so weit gebracht hätte, weil Thais keine Erfahrung haben und nicht wissen, die das geht. Viele Thais haben bis heute nicht die Fähigkeit, in dieser Dienstleistungsindustrie zu arbeiten. Das kann man überall auf der Ferieninsel sehen. Nehmen Sie einfach irgendetwas, Hotels, Tauchschulen, Gastronomie oder Reiseveranstalter, und Sie können den ausländischen Einfluss sehen und merken, wie viel Vorteile er mit sich bringt.

Wenn man also Ausländer verantwortlich macht, dann müssen aber gleichzeitig für jede dieser Firmen gleichzeitig drei Thais zur Verantwortung gezogen werden: mindestens ein thailändischer Rechtsanwalt, der die Registrierung der Firma in die Wege leitete, und mindestens zwei thailändische Beamte, die ihrer Pflicht nicht nachkamen und die Firma bei Registrierung nicht überprüften oder später keine Kontrollen durchführten. Wir können alle nur raten, wie so etwas möglich ist, wenn wir berücksichtigen, wie korrupt es auf der Insel zugeht.

Was die Sicherheit von Booten im Speziellen anbelangt, so gibt es auf Phuket eine Behörde, die dafür zuständig ist, und der Premierminister stand nach dem Unglück in genau diesen Räumen.

Nein, Thailand. Diese Tragödie ist deine und deine allein. Du kannst niemandem, der auf der Insel lebt und arbeitet etwas anderes erzählen. Die thailändische Regierung hat versagt, was ihr Versprechen in Bezug auf Sicherheit betrifft.

Beitragsquelle : https://www.thephuketnews.com/phuket-opinion-the-deadly-face-of-shame-67880.php

Ähnliche Beiträge