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Buntis machen alles bunt

Buntis machen alles bunt

Mit der richtigen Führung in der Politik könnte Deutschland zu einem Vorbild des Westens werden, stand im britischen Economist, dessen Redakteure sich offenbar darüber freuen, dass Deutschland wegen der vielen Buntis so bunt geworden ist.

Nach dem Fall der Berliner Mauer warf das kommunistische Ampelmännchen seine diktatorischen Fesseln ab und wurde ein nettes Symbol der wiedervereinten und modernen deutschen Hauptstadt.

Das Ost-Ampelmännchen, das so aussieht, als ob es bei grün sehr in Eile ist, gibt es auch in Souvenirgeschäften und als Modell in Lebensgröße. Touristen fotografieren es gern. Es ist ein Symbol geworden für die Gelassenheit der deutschen Hauptstadt. In Deutschland beginnt eine neue Ära. Das Land wird bunter, offener, informeller und cooler.

Auf den ersten Blick scheint dies im Widerspruch zu den internationalen Schlagzeilen zu stehen. Deutschland ist ein Land mit besorgten Bürgern und stagnierender Politik. Angela Merkel ist in Europa die am längsten amtierende Regierungschefin.

Wegen des hohen Stimmengewinns für die AfD bekam sie nur mühsam eine Koalition zusammen, das dauerte ganze sechs Monate. Für konservative ausländische Beobachter bzw. konservative Beobachter im Ausland wie z.B. Expats in Thailand, ist Deutschland ein Land, in dem rücksichtslose Zuwanderungspolitik auf Kosten der Bürger betrieben und damit das Land ruiniert wird, für andere ist Deutschland ein Land, das verschuldete südeuropäische Länder schikaniert.

Man sollte hier aber einen vorausschauenden Blick werfen, und dann zeigt das Ampelmännchen, wie sich Deutschland verändert.

Die deutsche Nachkriegsgeschichte bewegt sich in Kreisen von etwa 25 Jahren Dauer. Erst kam die Ära des Wiederaufbaus. Dann ab Ende der 60er Jahre begann sich die Bundesrepublik mit ihrer Schuld auseinanderzusetzen. In der letzten Phase ab den 90er Jahren wurde Deutschland wiedervereint, wurde ein normales Land und löste sich von seiner Vergangenheit.

Jetzt drehen sich die Räder der Geschichte erneut weiter. Die Merkel-Ära geht ihrem Ende entgegen.

Die größte Veränderung der letzten Zeit kommt von Merkels Politik der „offenen Tür“ in Bezug auf Zuwanderer, die von 2014 bis 2016 ca. 1,2 Millionen neue Migranten in die Bundesrepublik brachte. Seitdem sind es monatlich um die 10.000 also pro Jahr die Einwohnerzahl einer Großstadt.

Buntis machen alles bunt
Buntis machen alles bunt

Die einst homogene Bundesrepublik ist zum Schmelztiegel geworden. Eine neue Identität entsteht.

Eine einst patriarchalische Kultur betont mehr und mehr das Geschlecht, denn der Anteil der arbeitenden Frauen stieg in den letzten Jahren von 58 auf 70 Prozent. Die Deutschen heiraten weniger, lassen sich aber öfter scheiden. Selbst Firmen des Mittelstands setzen auf neue Technologien wie die künstliche Intelligenz. Bis 1999 wurde die Bundeswehr nicht mehr eingesetzt, dann aber schickte Deutschland Truppen nach Mali, Afghanistan und Litauen.

Allein diese nicht vollständige Aufzählung zeigt, wie sehr sich das Land verändert hat.
Die Gesellschaft, die lange Zeit Stabilität gewöhnt war, wurde durcheinander geschüttelt, sie öffnete sich für kulturell völlig andere Völker, was dazu führte, dass Deutschland gespalten ist zwischen denen, die das neue Deutschland und die Buntis begeistert umarmen und denjenigen, die lieber ihr altes Deutschland zurückhaben wollen, zwischen den Städtern und den Landbewohnern, zwischen den Jungen und Alten.

In der Debatte um die neue Identität des Landes geht es auch um den Einzug der AfD in den Bundestag, die zukünftige Richtung der Christdemokraten, nachdem Merkel politisch alle Positionen besetzt hat, die eher an eine linksgrüne Regierung denken lassen.

Das Ergebnis wird zeigen, wohin Europas größte Wirtschaft marschiert. Das wird auch eine Rolle über Deutschlands Grenzen hinaus spielen. Das Land hat eine buntere Gesellschaft als viele andere. Die Deutschen sind von Natur aus nicht sehr temperamentvoll und wegen ihrer Vergangenheit empfindlich, was Demagogen anbelangt. Wie die Deutschen den Übergang ihres Landes gestalten, könnte ein Vorbild für andere sein.

Wenn Deutschland ein reiches Land bleiben will, würde es nicht schaden, es zu refor-
mieren und die Infrastruktur auszubauen. Der Internetzugang ist nicht überall gleich gut, vor allem in ländlichen Gebieten ist das Netz langsam. Straßen und Schulen sind überraschend schlecht und baufällig, viele Gesetze behindern die Dienstleistungsindustrie. Die Anzahl der neu Hinzugekommenen könnte Deutschlands demographisches Problem lösen, vor allem dann, wenn die Einwanderung kontrolliert geschieht, die Bildung verbessert wird.

Ein neues Deutschland benötigt aber die richtige Führung. Angela Merkel ist ganz sicher nicht diese Person. Mit der richtigen Führung besteht wenig Zweifel, dass Deutschland seine Chancen nutzen wird. Es wäre falsch, Deutschland zu unterschätzen.

Wie die Ampelmännchen zeigen, hat sich das Land immer wieder selbst neu erfunden.

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