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Boomendes Pattaya

Boomendes Pattaya

Die Hotelbelegungsrate betrug über die Neujahrsfeiertage 100 Prozent, und vor Pattaya liegen goldene Zeiten. Das jedenfalls sagte ein für Tourismus zuständiger Verbandsleiter, der optimistisch in die Zukunft blickt.

Der Geschäftsmann und Vorsitzende des Geschäfts- und Tourismusverbandes Pattaya, Ekkasit Ngamphichet, sagte, Neujahr sei mit all den Shows und Werbegeschenken ein gigantischer Erfolg gewesen, und die noch folgenden Veranstaltungen bedeuteten, dass Pattaya ein familienfreundliches Seebad sei, bei dem alles startklar sei für das,
so Ekkasit wörtlich, „große Boom boom“ in der Zukunft.

Selbstverständlich meinte er hier den wirtschaftlichen Boom, und die Steigerung von Boom ist dann wohl Boom boom.

Die Neujahrszeit in Pattaya sei einfach wundervoll, fügte er hinzu.

Berichte über die Hotelbelegungen besagen, dass diese 100 Prozent betrug, das heißt, laut diesen Berichten gab es keine freien Zimmer mehr.

Vor allem Chinesen und Japaner „überrannten“ die Stadt, so Ekkasit, und hier vor allem sogenannte F.I.T.-Touristen, das sind „free independent travelers“, auf Deutsch würde man wohl Individualreisende sagen. Diese Besucher wählen immer häufiger Pattaya als Reiseziel aus.

Ekkasit sagte, dass Pattaya wunderbare Veranstaltungen organisierte, um das Seebad für Touristen attraktiv zu machen. Das alles deute darauf hin, so Ekkasit, dass Pattaya eine goldene Zukunft vor sich habe.

Er hob hervor, dass in Fun City der Spaß nie aufhöre, und Veranstaltungen wie die offizielle Eröffnung des neuen Strandes, das Pattaya Music Festival oder der internationale Feuerwerkwettbewerb, nur um drei zu nennen, sowohl Thais als auch Touristen aus dem Westen dazu anhalten würden, dem Seebad einen Besuch abzustatten.

Hinzu komme, dass man bereits Veranstaltungen für 2020 vorbereite, denn im kommenden Jahr feiert Pattaya seinen 60. Geburtstag. Das „60th Anniversary Pattaya“ sei dann noch ein Grund mehr, in die beliebte Touristenstadt zu fahren.

Boomendes Pattaya
Boomendes Pattaya

Erkkasita nette Worte folgten nach Berichten, in denen wieder einmal eher unpositiv über das hübsche Seebad berichtet wurde. Da schwamm am Bali Hai Pier Müll im Wasser, der nicht eingesammelt wurde, oder die Straßenlaternen leuchten nicht, weil kein Budget für die Reparatur da ist, und es auf der Dark Side dunkler ist als auf der Rückseite des Mondes.
Aber ist das „boomende“ Pattaya wirklich ein erstklassiges, familienfreundliches Seebad?
Ist es nicht vielmehr so, dass Pattaya einst ein preisgünstiges und heiteres Paradies für die Besucher war, bis die Herrschaften im Rathaus Dollarzeichen in ihren Augen bekamen und versuchten, etwas zu tun, was niemals hätte funktionieren können? Das Ergebnis ist, dass sie das Paradies für die Besucher ruinierten und dass Pattaya einfach kein respektables Seebad sein kann. Es sei denn, man walzt alles platt und fängt noch einmal von vorne an.

Aus einem Ackergaul kann man eben kein Rennpferd machen.

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