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Aufgewerteter Yuan steigert die Anziehungskraft Europas

Aufgewerteter Yuan steigert die Anziehungskraft Europas

Die Aufwertung des Yuan gegenüber dem Euro infolge des Programms zur monetären Lockerung, wird in China zur steigenden Beliebtheit Europas als Reiseziel beitragen. Die veränderten Wechselkurse würden aber Reisegruppen vermutlich nicht allzu schnell zugutekommen, denn chinesische Reiseagenturen zahlen für Veranstaltungen lange im Voraus, sagen Branchenkenner.

Chinesische Europa-Reisende können aber dennoch profitieren, denn Europa ist eine Schlüsselregion für die Chinesen, um Luxusgüter jeglicher Art zu kaufen. Das zunehmende Interesse chinesischer Touristen ins Ausland zu reisen, sei größtenteils auf vereinfachte Verfahren zur Visumbeantragung und die Aufwertung des Yuan zurückzuführen, sagte Dai Yu, Marketing-Direktor der Tourismusabteilung von „Ctrip“, einer großen Online-Reiseagentur.

Dai sagte weiterhin, dass die derzeitigen Reisebuchungen zeigen, dass die Zahl der Chinesen, die während des am 19. Februar beginnenden Frühlingsfestes ins Ausland reisen, die Zahl derjenigen, die im Inland reisen, zum ersten Mal überhaupt übersteigen wird.

Zum Beispiel wird Gao Xue, eine 30-jährige Frau aus Beijing, am 4. Februar nach Paris fliegen, um in Frankreich zehn Tage lang Ski zu laufen und einkaufen zu gehen. „Ich bin froh zu wissen, dass der Euro direkt vor meiner Reise gegenüber dem Yuan gefallen ist, sodass ich mehr einkaufen kann“, sagte Gao.

Die 41-jährige Zhang Minjie, Finanzdirektorin einer multinationalen Beratungsfirma in Schanghai, ist gerade von einem zehntägigen Trip nach Italien zurückgekehrt. Obwohl sie noch vor ihrer Reise keine konkreten Shopping-Pläne hatte und sagte, sie hätte eigentlich schon alles, was sie zu Hause bräuchte und auch schon mehrere Male in Italien war, musste sie am Ende einen weiteren Koffer für all die Einkäufe kaufen, die sie während ihres Italien-Urlaubes gemacht hatte.

Des Weiteren meinte Gao Xue: „Die Abwertung des Euro lässt alles noch viel attraktiver erscheinen. Eine Daunenjacke des italienischen Modeherstellers Moncler beispielsweise, die in China üblicherweise mehr als 10.000 Yuan kostet, kostet rund 3.000 Yuan, wenn man den Rabatt und die Wechselkursänderung mit einrechnet“. „Es ist schwer, der Versuchung zu widerstehen. Angesichts des gegenwärtigen Wechselkurses würde ich wahrscheinlich noch verrückter einkaufen, wenn ich in Italien wäre“, fügte sie hinzu.

Die Beratungsfirma „Bain & Co.“ teilte mit, dass die Ausgaben chinesischer Reisender für Luxusartikel in Europa im Jahr 2014 um 28 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen seien. Auch ist das Interesse chinesischer Touristen an Europa weiterhin in den vergangenen zwölf Monaten gestiegen und in den letzten drei Jahren sind mehr Personen der wohlhabenden chinesischen Mittelklasse nach Europa gereist.

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