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Arbeitsmigranten in Thailand

Arbeitsmigranten in Thailand

Für Arbeiter ohne Ausbildung aus den Nachbarländern wird es immer schwieriger und teurer, in Thailand zu arbeiten, nachdem die Regierung schärfere Vorschriften erlassen hat, um das Problem der illegalen Immigranten anzugehen.

Die 28 Jahre alte Ei Dhan Dar aus Burma lebt seit zwölf Jahren in Thailand. Sie ist vollständig integriert und spricht fließend Thai.

Doch trotz der Integration in die Gesellschaft fühlt sie sich zunehmend unsicher, was ihre Zukunft in Thailand betrifft, sagte sie, weil die neuen Vorschriften, eine Arbeitserlaubnis zu erhalten, daraus einen schwierigen und teuren Prozess gemacht haben.

Kürzlich musste ich fast 10.000 Baht für eine neue Arbeitserlaubnis und damit zusammenhängender Kosten zahlen, nur damit ich einen legalen Status habe. Aber pro Tag verdiene ich nur 300 Baht“, sagte sie. „Das ist so, als ob wir nur arbeiten, damit wir die thailändische Bürokratie bezahlen und gleichzeitig in Thailand immer ärmer werden. Da ich in diesem Land eine lange Zeit lebe, habe ich das Gefühl, dass ich mich Thailand verbunden fühle und habe immer gehofft, dass ich eines Tages in diesem Land ein gutes Leben führen kann, aber jetzt bin ich nicht mehr so sicher, ob dieser Traum in Erfüllung geht.

Ei Dhan Dar ist nur eine von hunderttausenden Migrantenarbeitern, die darum kämpfen, ihren Aufenthalts- und Arbeitsstatus zu legalisieren.

Der Koordinator der Stiftung Labour Rights Promotion Network, Surachai Mintun, sagte, dass seine Organisation viele Bitten von Arbeitsmigranten aus dem ganzen Land erhalten habe, die Probleme mit der Registrierung hätten, einige würden sogar der Abschiebung entgegen sehen.

Es gibt sehr viele Arbeiter, die Probleme mit der Registrierung haben, denn die Vorschriften sind unklar, die Periode für die Beantragung einer Arbeitserlaubnis ist zu kurz, und es gibt zu wenige Informationen für die Antragsteller“, sagte Surachai.

Laut der neuen Regelung, die dieses Jahr in Kraft trat, müssen Arbeiter, die eine rosa ID-Karte haben, ihre Existenz mit Dokumenten nachweisen, um einen Pass und dann ein Visum beantragen zu können, mit dem sie dann einen Antrag auf Arbeitserlaubnis stellen können. Das alles muss innerhalb von 15 Tagen geschehen. Falls diese Zeit nicht ausreicht, sind sie illegal im Land und können abgeschoben werden.

Die Regierung hat die Gültigkeit der rosa ID-Karte für Arbeitsmigranten in ganz Thailand per 31. März aufgehoben. Daher brauchen die Migranten einen gültigen Reisepass und ein gültiges Visum. Es wird geschätzt, dass ca. 1,3 Millionen Migranten die rosa ID-Karte hatten.

Die Folgen seien laut Surachai zwei Hauptprobleme: Das erste ist, dass viele Migranten sich für die Arbeitserlaubnis aus unterschiedlichen Gründen nicht fristgerecht registrieren konnten. Selbst wenn sie ein Visum für Thailand hatten, waren sie plötzlich Illegale, denen Verhaftung und Abschiebung drohte.

Das zweite Problem sind die Kosten der Registrierung. Auch wenn die Summe offiziell 910 Baht beträgt, mussten viele Arbeiter einen Agenten für den komplizierten und langwierigen Prozess beauftragen, was bis zu 10.000 Baht kostete.

Es ist sehr schwierig für Arbeiter sich selbst zu registrieren, weil viele kein Thai können und nur wenig über das bürokratische Procedere wissen. Am einfachsten ist daher die Beauftragung eines Agenten, was allerdings zur finanziellen Belastung wird.

Die neuen Vorschriften werden vom Arbeitsministerium verteidigt, weil so gegen Menschenhandel und illegale Migranten vorgegangen werden soll.

Die Regierung wolle so das gesamte System der Arbeitsmigranten kontrollieren, sagte der Vizestaatssekretär im Arbeitsministerium, Varanon Peetiwan.

Sakultara Bhupornwiwat, Eigentümerin eines Fisch verarbeitenden Betriebes in Samut Songkram sagte, sie wünsche sich, dass die Regierung die neuen Vorschriften noch einmal überdenke. Falls sie Arbeiter benötigt, muss sie nach dem neuen System erst einmal eine Zahlung leisten, bevor ein Agent die Arbeiter rekrutiert, und es gibt keine Garantie, dass die Arbeiter dann auch zu ihr gelangen. „Darauf kann ich mich als Geschäftsfrau nicht verlassen.

Auf der anderen Seite der Grenzen müssen Arbeiter erst einmal 10.000 Baht vorstrecken, um sich überhaupt in Thailand auf Stellen bewerben zu dürfen. Viele können sich das nicht leisten.

Falls sie so viel Geld haben, weshalb sollten sie dann Jobs für ungelernte Arbeiter in Thailand annehmen wollen?“, sagte Sakultara.

Falls das nicht wieder geändert werde, dann würde es laut Sakultara in Zukunft einen Mangel an Arbeitskräften geben, der nicht nur ihrem Betrieb schade, sondern auch der Wirtschaft des Landes.

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