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App-Taxis sollten legalisiert werden

App-Taxis sollten legalisiert werden

Das Problem besteht so lange, wie es Taxis in Bangkok gibt: Taxifahrer lehnen Kunden ab, weil ihnen das Fahrtziel nicht gefällt.

Nach mehreren fehlgeschlagenen Versuchen, mit einem Taxi von der Arbeit nach Hause fahren zu wollen, änderte eine meiner Freundinnen ihre Strategie, berichtete Sirinya Wattanasukchai in der „Bangkok Post“.
Anstatt dem Fahrer ihr Fahrtziel zu nennen, fragte sie den Fahrer sarkastisch: „Wohin fahren Sie? Kann ich mitkommen?
Die Strategie funktionierte.

Taxiprobleme sind in Bangkok nichts Neues. Sowohl Einheimische als auch Touristen kennen die Schwierigkeiten seit langem.
Die häufigsten Ausreden, die Taxifahrer gegenüber Thais nennen, sind, dass sie kaum noch Sprit im Tank haben, dass ihre Schicht beinahe vorbei ist oder dass es auf der Strecke zu viel Verkehrsstaus gibt. Aber es ist bekannt, dass diese Fahrer Einheimische häufig verschmähen, um nur Ausländer zu befördern, die sie abzocken wollen.

Das Taxiproblem machte wieder einmal Schlagzeilen, nachdem sich der in Thailand lebende Japaner Akihiro Tomikawa frustrierend auf seiner Facebook-Seite ausgelassen hatte, nachdem sein Taxifahrer sich weigerte, das Taxameter einzuschalten und 700 Baht für die Beförderung vom Flughafen Suvarnabhumi nach Saphan Kwai aufrief.
Seine Beschwerde wurde in sozialen Medien viel beachtet, was die Behörden auf den Plan rief. Sie verboten dem Taxifahrer, den Flughafen anzusteuern.

Das war aber nicht das Ende der Geschichte. In den sozialen Netzwerken tauchte ein Foto auf, das ein Taxifenster mit einem Schild zeigte, auf dem stand: „Keine japanischen Touristen.“ Das Schild war dreisprachig, Thai, Japanisch und Englisch, und soll vom Taxifahrerverband Suvarnabhumi an die Fahrer verteilt worden sein. Verbandspräsident Sadit Jaitiang dementierte dies.

Er sagte, das Schild sei vermutlich von Fahrern entworfen worden, die sich über Tomikawa ärgerten, weil seine Beschwerden dazu führten, dass der Kollege nicht mehr auf dem Flughafen arbeiten darf. Da der Taxiverband dementierte, wird das Schild wohl ohne weitere Folgen bleiben.
Laut Gesetz darf ein Fahrer ein Fahrtziel nicht ablehnen und darf auch nicht mehr Geld nehmen als auf dem Taxameter angezeigt wird, sagte der Verbandspräsident. Gleichzeitig aber unterstützte er paradoxerweise die Taxifahrer. Er sagte, „Reisende, die Tausende von Baht für Flugtickets ausgeben, sollten nicht wegen ein paar Hundert Baht handeln.
Solch eine Einstellung (nicht nur bei Taxifahrern und ihren Repräsentanten) sowie mangelhafte Anwendung geltender Gesetze durch Verkehrsbehörden und Polizei bedeuten, dass wir in absehbarer Zeit die Probleme mit Taxifahrern nicht loswerden.

Es ist also kein Wunder, dass Dienstleistungsunternehmen wie GrabTaxi, EasyTaxi und Uber bei Fahrgästen sehr beliebt sind, die einen Wagen direkt via App auf ihrem Handy oder auf dem Computer buchen können.
Viele Fahrgäste, insbesondere die wohlhabenderen, scheuen sich nicht, für einen verlässlichen Service tiefer in die Tasche zu greifen und ersparen sich Frust und Ärger bei Verhandlungen mit Fahrern, die nicht dahin fahren, wohin die Fahrgäste wollen.
Noch wichtiger ist, dass die Fahrgäste sich sicherer fühlen, weil sie Informationen über die Fahrer bekommen, wenn sie ein Taxi per App bestellen. Gleichzeitig wird mit GPS angezeigt, wo sich der Wagen befindet. Vor Fahrtantritt und während der Fahrt.
Das Problem hier ist, dass diese Firmen als „illegal“ angesehen werden, denn der Staat weiß nicht, wie er sie registrieren soll.
Es gibt aber eine enorme Nachfrage, und die steigende Beliebtheit führte zu einem Aufschrei der herkömmlichen Taxifahrer, die offensichtlich überhaupt nichts gelernt haben.
Sie beschweren sich immer wieder über die „illegalen“ App-Taxiunternehmen, die Fahrgäste „stehlen“, während sie sich selbst nicht großartig an Vorschriften halten und kaum daran interessiert sind, ihren Kunden einen guten Service anzubieten.

Natürlich sollten wir es den Unternehmen nicht erlauben, in Bangkok, Pattaya oder Phuket illegal zu operieren. Stattdessen sollten wir sie legalisieren und damit der Wettbewerb zwischen Grab, Easy, Uber und herkömmlichen Taxis erlaubt werden. Tatsächlich bemühen sich die Behörden inzwischen um eine Legalisierung, aber wie lange dieser Prozess dauert, kann niemand sagen. Während die App-Taxis noch mit diesen gesetzlichen Problemen zu kämpfen haben, werden viele von uns also weiterhin mit normalen Taxifahrern konfrontiert werden, die mit unserem Fahrtziel nicht einverstanden sind.

Es müssen also Strategien herhalten, wie meine Freundin sie entwickelt hat.
Da könnte man noch einen Schritt weitergehen. Wenn man mit dem Taxifahrer mitfährt, weil er sowieso dorthin fährt, könnte man ihm ja vorschlagen, die Gebühren für die Fahrt zu teilen.

Beitragsquelle : http://www.bangkokpost.com/opinion/opinion/459013/legalise-app-cabs-to-ride-in-happiness

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