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Alles sauber in der Zone

Alles sauber in der Zone

Pattaya ist nach wie vor eines der beliebtesten Reiseziele in Asien. Auf dem Mastercard’s Asia Pacific Destinations Index 2017 stand Pattaya auf Rang acht von 20 Reisezielen in der Region Asien und Pazifik.

Nach wie vor kämpft Pattaya mit seinem Ruf, und die Touristenbehörde TAT setzt alles daran, dass Pattaya nicht mehr als schmieriges Seebad für Erwachsenenunterhaltung gilt, sondern als Top-Reiseziel für Familien.

Das hat laut Tanes Petsuwan, TAT-Vizegouverneur, auch funktioniert. Im Juni sagte er auf einer Reisemesse: „Pattaya hat sich selbst für Qualitätstouristen neu erfunden.

Chinesen wollen Essen und Grundbesitz

Das Image von Pattaya nahm seinen Lauf, als US-Soldaten während des Vietnamkrieges im Seebad Urlaub machten. Das verschlafene Fischerdorf wurde damals quasi ein Bordell, und das änderte sich jahrzehntelang nicht.

Noch 2012 kamen deutlich mehr Männer nach Pattaya als Frauen: Laut einer TAT-Statistik waren von zehn Besuchern in Pattaya sechs männlich.

Im April letzten Jahres begann die Polizei mit einer Säuberungsaktion, um Pattayas berüchtigtes Image zu ändern. Ständige Razzien an der Beach Road haben die Bordsteinschwalben derartig zermürbt, dass immer weniger dort stehen. Es wurden „Happy Zones“ eingeführt, um die Unterhaltungsbetriebe, vor allem in der Walking Street, besser zu regulieren.

Das TAT wird nicht müde zu wiederholen, dass, so ein TAT-Zitat, „man sicherstellt, dass die Marketingstrategie und die Maßnahmen darauf hinauslaufen, Thailand als Qualitätsreiseziel zu fördern und die richtige Richtung eingeschlagen wurde, die sich eindringlich gegen jede Form von Sextourismus stellt.

Eine Verordnung, die von Politikern oder Behörden ausgeht, um das Image einer Stadt zu ändern, wird grundsätzlich ins Leere laufen. Wie wir aber in der letzten HALLO-Ausgabe berichteten, setzt nun tatsächlich eine Veränderung und damit vielleicht auch langfristig ein Imagewandel ein. Das liegt aber nicht an dem Willen der Militärs oder der Tourismusbehörde, sondern hat etwas mit der demographischen Veränderung der Besucher zu tun.

Das Hotelberatungsunternehmen C9 Hotelworks veröffentlichte 2010 eine Statistik, wonach die meisten Besucher in Pattaya aus folgenden Ländern kamen: Thailand, Russland, China, Deutschland und Taiwan.

Nach dem Rubelverfall, ging es mit den Russen bergab, und sie wurden durch die Chinesen abgelöst, die 2016 erstmals auf Platz eins der Rangliste der ausländischen Touristen standen. Auf Rang zwei kamen die Russen, danach Koreaner, Inder und die Deutschen, die sich tapfer auf den vorderen Plätzen halten. Die thailändischen Touristen machen gut ein Drittel der Besucher in Pattaya aus, bei ihnen handelt es sich vor allem um Wochenendurlauber aus der Hauptstadt.

Die Chinesen jedoch sind eher nicht an Bars oder Erwachsenenunterhaltung interessiert, sondern wollen einkaufen gehen, gut essen, Ausflüge zu Sehenswürdigkeiten machen und eventuell in Grundeigentum investieren. Die Interessen sind hier anders als bei Touristen aus dem Westen.

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